<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269</id><updated>2011-12-27T04:44:43.598+01:00</updated><category term='Flames'/><category term='Veranstaltungen'/><category term='Geocaching'/><category term='Internet'/><category term='Allgemein'/><category term='Medien'/><category term='Emotionen'/><category term='Kulinarisches'/><title type='text'>Heinrich von Aspelkamp</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>40</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-85222081114339355</id><published>2011-02-09T09:44:00.007+01:00</published><updated>2011-02-09T09:51:10.875+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Frauenquote und Selbstbetrug</title><content type='html'>In &lt;a href="http://themenriff.de/2011/02/09/teppichetagen/"&gt;einem Blog-Eintrag&lt;/a&gt; von &lt;a href="http://twitter.com/PickiHH"&gt;PickiHH&lt;/a&gt; zum leidigen Thema "Frauenquote" mußte ich heute Morgen wieder einmal das alte Märchen vom "Männersprech" lesen, welches angeblich in Führungsetagen ("Teppichetagen") von Unternehmen vorherrschen würde. Wie bitte? "Männersprech"? Was bitte soll das sein? Das Gelaber in den oberen "Teppichetagen" ist für Männer, die nicht schon von Beginn an dazugehören, genauso unverständlich wie für Frauen. Es ist sowohl ein Selbstbetrug als auch eine falsche Schuldzuweisung, dies als Frau auf die Geschlechterrolle zurückzuführen. Ohnehin sind die Unterschiede in den Denkweisen zwischen Individuen oft deutlich stärker als die, die man zwischen "den Geschlechtern" zu sehen versucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hatte im Laufe meiner Karriere bisher oft genug mit Frauen in leitenden Positionen zu tun, die die Feinheiten des "Teppichsprech" mindestens genauso gut beherrschten wie ihre männlichen Kollegen, meist sogar besser. Gerade wenn es um betriebsinterne Intrigen und um Pöstchenschieberei und vor allem um Pöstchenverhinderei geht, stehen Frauen in diesen Etagen den Männern in nichts nach, sondern haben ihnen zumeist sogar noch etwas voraus, da sie eben nicht die beschriebene "Rücksicht" gegenüber dem vermeintlich "schwächeren" Geschlecht eingeimpft bekommen haben und dadurch einen letzten Endes entscheidenden Wettbewerbsvorteil haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauen in Führungspositionen verhalten sich oft wesentlich härter und rücksichtsloser als Männer. Dies darauf zurückzuführen, daß sie den Aufstieg nur dadurch geschafft haben könnten, daß sie versucht hätten, "männlicher als die Männer" zu sein, halte ich für zu kurz gefaßt. Mir scheint für dieses Verhalten umgekehrt viel eher die Motivation ausschlaggebend zu sein, "es den Kerlen mal so richtig zu zeigen", was jedoch von den angeblichen, klassischen "weiblichen" Verhaltensweisen (Verständnis, Sachbezogenheit, Partnerschaftlichkeit und so weiter) weit entfernt ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einer solchen Welt ist eine Frauenquote nun allerdings völlig fehl am Platze. Frauen, die nur durch eine Quote befördert werden und dann auf Augenhöhe mit solchen weiblichen Führungskräften zu tun hätten, die den Aufstieg bereits vor ihnen aus anderen Gründen geschafft haben, würden in der direkten Konfrontation sang- und klanglos untergehen. Genau wie übrigens auch männliche Kollegen, die nicht durch ihre Eignung für das Stahlbad der "Teppichetage", sondern durch andere Faktoren wie z. B. fachliche Qualifikation den Segen (oder Fluch?) einer Beförderung erfahren haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-85222081114339355?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/85222081114339355/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=85222081114339355&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/85222081114339355'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/85222081114339355'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2011/02/frauenquote-und-selbstbetrug.html' title='Frauenquote und Selbstbetrug'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2252513679874407006</id><published>2010-09-28T12:48:00.001+02:00</published><updated>2010-09-28T12:57:15.588+02:00</updated><title type='text'>Das Märchen vom reichen Apotheker</title><content type='html'>Heute mußte ich wieder einmal in einem &lt;a href="http://www.piratenweib.de/betriebsbedingte-fristlose-kundigung"&gt;Piraten-Blog&lt;/a&gt; die Behauptung lesen, daß die Bundesregierung "&lt;span style="font-style:italic;"&gt;den Apothekern reichliche Geldgeschenke gemacht&lt;/span&gt;" hätte. Wie üblich wurde diese Behauptung durch keinerlei Quellen belegt - was der Autorin wohl auch schwerfallen dürfte, da sie völlig aus der Luft gegriffen ist. Aber an Apothekern darf man ja schon traditionell ungestraft sein Mütchen kühlen, da sie (im Gegensatz zu Ärzten, Krankenkassen und der Pharma-Industrie) keine ernstzunehmende Lobby haben, die sich gegen derartige Angriffe wehren könnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wann und wo hat die aktuelle Bundesregierung (oder eine ihrer Vorgänger-Regierungen gleich welcher politischen Ausrichtung) denn bitteschön den Apothekern irgendwelche "Geldgeschenke" gemacht? Allein die Vorstellung ist absurd! Durch die Auswirkungen der zahlreichen sogenannten Gesundheitsreformen der letzten Jahrzehnte ist es heute praktisch nicht mehr möglich, eine Apotheke wirtschaftlich zu betreiben. Und auch über Jahrzehnte gut eingeführte Betriebe mit hohem Stammkundenpotential kann man nicht einmal mehr verkaufen, sondern allenfalls nur noch verschenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die einzige Möglichkeit, sich als Apotheker noch über Wasser zu halten, besteht darin, Personal rauszuwerfen, damit für noch mehr Arbeitslose zu sorgen und sich als Inhaber selbst 55 bis 60 Stunden pro Woche hinter den Ladentisch zu stellen. Hinzu kommen noch die aufgrund immer neuer gesetzlicher Bestimmungen immer umfangreicheren Verwaltungstätigkeiten, die natürlich nicht während des täglichen Betriebes erledigt werden können, sondern nach Feierabend erledigt werden müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu kommt die vom Gesetzgeber geförderte neue Konkurrenz durch nationale und internationale Großunternehmen, die zwar alle Vorteile einer großangelegten Logistik und für einen kleinen Mittelständler vollkommen unerschwinglicher Online-Shop-Systeme und Vertriebskanäle nutzen kann, aber im Gegenzug von keiner der für die einzelne kleine Apotheke vor Ort geltenden, belastenden Verpflichtungen betroffen ist. (Beispiel: Bauliche Auflagen für "Beratungszimmer", Labor in jeder Apotheke etc.).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Gewinnspannen für die Apotheken sind unter Normalbedingungen bereits extrem knapp bemessen. Sie betragen gerade einmal 3 Prozent, zuzüglich eines preisunabhängigen Festbetrages, der kaum die Lagerkosten deckt. Zum Vergleich: Das Outdoor-Sportgeschäft gegenüber nimmt Artikel mit weniger als 50% Gewinnspanne gar nicht erst auf Lager. Wenn diese geringen Erträge dann auch noch durch immer absurdere Rabattverpflichtungen beschnitten werden, kann wohl kaum von irgendwelchen "Geldgeschenken" die Rede sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verkauft eine Apotheke beispielsweise in einem Jahr 10 Grippeimpfungen, muß den Krankenkassen ein Rabatt für eine Zehnerpackung eingeräumt werden, selbst wenn Rezepte dafür nur über Monate kleckerweise aufgelaufen sind und somit der Kauf und die Einlagerung einer Zehnerpackung betriebswirtschaftlicher Unsinn gewesen wären. Hat man daher zehnmal jeweils eine einzelne Dosis bestellt, frißt der Zwangs-Rabatt für die fiktive Großpackung den erzielten Gewinn mehr als auf. Legt man sich aber eine Zehnerpackung hin und wird davon nur 9 Spritzen los, macht man ebenfalls ein Minus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der normale Einzelhandel (z. B. der Discounter-Lebensmittelmarkt an der Ecke) kann solche betriebswirtschaftlichen Risiken durch freie Preisgestaltung mit selbst kalkulierten Spannen abfangen. Eine Apotheke ist durch die staatliche Preisbindung dazu nicht in der Lage. Und dies ist nur eines von zahlreichen Beispielen, die das Führen einer Apotheke heutzutage zu einem betriebswirtschaftlichen Vabanquespiel macht. Wo hier die so oft zitierten "Geldgeschenke" sein sollen, ist mir schleierhaft. Es sei denn, man betrachtet es bereits als Privileg, für seine Arbeit überhaupt noch bezahlt zu werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2252513679874407006?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2252513679874407006/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2252513679874407006&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2252513679874407006'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2252513679874407006'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2010/09/das-marchen-vom-reichen-apotheker.html' title='Das Märchen vom reichen Apotheker'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-3150220134046989706</id><published>2010-01-21T16:14:00.050+01:00</published><updated>2010-01-21T16:56:24.852+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Mobilität macht einsam</title><content type='html'>Vermutlich erzähle ich niemandem etwas Neues, wenn ich hier feststelle, daß unsere moderne, "globalisierte", auf Mobilität und Flexibilität (natürlich nur des Arbeitnehmers, nicht des Arbeitgebers) ausgelegte Welt nicht gerade familienfreundlich ist. Bereits vor ungefähr 15 Jahren, also zu Anfang meiner beruflichen Laufbahn, konnte ich dies mit Abscheu in der hauseigenen Zeitung des Arbeitsamtes feststellen. Damals war diese Behörde nicht nur ein Amt, sondern hieß auch noch so, wohingegen sie heute ja mit der Umbenennung in "Agentur" den Schritt in die Moderne offenbar vollständig vollzogen zu haben glaubt und deshalb angesichts veränderter Realitäten nur noch die Hände in den Schoß legt. Aber das ist ein anderes Thema.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem langen Artikel befaßte sich das Käseblatt des Arbeitsamtes mit dem Thema Mobilität und damit, was man in diesem Zusammenhang von einem gesellschaftlich tragfähigen Arbeitnehmer erwarten dürfe. Man könnte die Kernaussage des Textes in etwa folgendermaßen zusammenfassen: Mobilität ist in der Wirtschaft das höchste Gut, und wer sich als potentieller Arbeitnehmer diesem nicht bedingungslos unterordnet, ist selber schuld, wenn er keinen Job bekommt, und gehört im Grunde genommen dafür bestraft. Diese Aussage wurde mit zwei gegensätzlichen Beispielen belegt, die ich an dieser Stelle kurz in Erinnerung rufen möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arbeitnehmer 1 - das Negativbeispiel - hatte in seiner Heimatstadt (irgendwo im Raum Ostfriesland) geheiratet, zwei Kinder in die Welt gesetzt und für seine Familie ein Haus gebaut. Eines Tages verlor er seinen Job, weil die Firma wegglobalisiert wurde. Aufgrund seiner "mangelnden Bereitschaft" zur Mobilität (d. h. entweder das Haus verkaufen und wegziehen oder sich für den größten Teil des Jahres von der Familie trennen) war dieser Mann für das Arbeitsamt nicht vermittelbar. Dieses Verhalten wurde in dem Artikel ziemlich verteufelt und als in der modernen Arbeitswelt nicht mehr tragbar bezeichnet. Irgendwann wurde der Mann dann aber offenbar geläutert, ließ sich vom Amt irgendwo nach Süddeutschland vermitteln und sah seine Familie fortan nur noch bestenfalls jedes zweite Wochenende.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Arbeitnehmer 2 - das Positivbeispiel - stammte auch irgendwo aus dem Norden, lebte seit Jahren in einer festen Beziehung und hatte eigentlich auch vor, zu heiraten und eine Familie zu gründen. Arbeitslos geworden, ging er sofort auf den Vorschlag ein, beruflich nach Stuttgart zu wechseln. Vom Arbeitsamt wurde dieses mobile Verhalten in den höchsten Tönen gelobt. Irgendwo ganz am Rande wurde meiner Erinnerung nach noch erwähnt, daß seine Partnerschaft diesen Ortswechsel nicht überstanden hat, weil die Frau (sicherlich auch vom Arbeitsamt belobigt) ihren bestehenden Job in Hamburg nicht aufgeben konnte oder wollte. Aber vielleicht haben die beiden ja inzwischen neue Partner gefunden. Jedenfalls bis zum nächsten mobilitätsbedingten Umzug.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zynismus dieser Aussagen des Amtes hat mich damals geärgert und ärgert mich bis heute. Einerseits wird von Politikern aller Parteien immer wieder lauthals behauptet, daß man "die Familien fördern" wolle, weil sich mit derartigen Plattitüden offenbar leicht Wählerstimmen fangen lassen. Andererseits verkündet der Staat in Form seiner Ämter, daß Partnerschaft und Familie zurückzustehen haben und ggf. aufzugeben sind, wenn der von der allmächtigen, "globalisierten" Wirtschaft vorgegebene Mobilitätszwang seinen Vorrang beansprucht. Woraufhin man sich nicht wundern darf, daß heutzutage niemand, der aktiv am Arbeitsleben teilnimmt, noch Kinder in die Welt setzen möchte. In einen derartigen Szenario kann auch die höchste Akademikerinnenwurfprämie nichts mehr helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der neueren Zeit ist noch hinzugekommen, daß selbst das Aufrechterhalten von Fernbeziehungen vermutlich schon sehr bald nicht mehr mit den Anforderungen der modernen Gesellschaft kompatibel sein wird, da ja das Autofahren und überhaupt jede Form des privaten Individualverkehrs künftig wegen des fortschreitenden Klimawandels nicht mehr hinnehmbar ist. (Geschäftlich ist das natürlich etwas völlig Anderes, im Beruf ist Mobilität natürlich ganz toll und hat selbstverständlich Vorrang vor dem Klima!) Und das einstige Volks-Verkehrsmittel Bahn kann und will sich sowieso bald niemand mehr leisten. Einmal abgesehen davon, daß man abseits der drei oder vier prestigeträchtig ausgebauten Hauptstrecken mit der Bahn kaum mehr in annehmbarer Zeit irgendwo hinkommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe erst kürzlich im Zuge der Bewerbung um verschiedene Projektausschreibungen aus dem In- und Ausland festgestellt, daß es sowohl billiger als auch schneller ist, z. B. vom Ruhrgebiet für die Arbeitswoche mit dem Flugzeug nach London zu pendeln als mit der Bahn nach Nürnberg oder München. Aber das Fliegen ist natürlich ebenfalls unter Umweltgesichtspunkten gesellschaftlich nicht mehr akzeptabel. (Zumindest, solange es billig ist, denn bei teuren Flügen ist natürlich wieder der Beitrag zum Bruttosozialprodukt und zu den Steuereinnahmen wichtiger als das Klima.) Somit bleibt wohl als einziges gesellschaftlich sanktioniertes Mittel der Kontaktpflege mit dem Partner oder der Partnerin nur noch die Nutzung von Medien wie Telefon oder Internet - aber dabei bloß nichts "Ungehöriges" sagen, schließlich wird man ja zur eigenen "Sicherheit" bestens überwacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Denken wir dieses Szenario einmal konsequent weiter, so kann die Schlußfolgerung daraus nur lauten, daß im Sinne der perfekten Anpassung des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin an die Bedingungen der globalisierten Wirtschaft arbeitende Menschen keine Familien oder Partnerschaften mehr haben dürfen. Neben dem Wegfall der zuvor genannten, potentiellen Einschränkungen der Mobilität ergeben sich daraus auch noch weitere Vorteile für die Wirtschaft. Wer keine Familie hat, hat damit automatisch mehr Zeit und kann damit auch mehr leisten. Vor allem kann ein solcher Arbeitnehmer jederzeit reichlich Überstunden machen, ohne daß man sich mit dem lästigen Ballast irgendwelcher völlig antiquierter Rücksichtnahmen auf Kinder oder sonstige Angehörige herumschlagen müßte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischenmenschliche Beziehungen sind in einer solchen totalen Leistungsgesellschaft nur dann von Bedeutung, wenn sie meßbare Wertschöpfung generieren. Umgekehrt kann man bestehende zwischenmenschliche Beziehungen in der Leistungsgesellschaft nur mittels Generierung von Wertschöpfung aufrechterhalten. Also beispielsweise mit den bereits erwähnten (natürlich teuren) Reisen oder aber mit der selbstverständlich kostenpflichtigen Nutzung immer weiter hochgezüchteter Kommunikationsmittel - von Internet und Video-Telefon bis hin zu Cybersex-Anzügen und Gedankenübertragung, die gar nicht mehr so weit in das Reich der Science Fiction gehören, wie man gemeinhin bis vor kurzem noch gedacht hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ist aber dem Menschen an sich eine gewisse Tendenz zu sozialen Kontakten und vor allem zu einer Partnerschaft nicht abzusprechen. Und da diese Tatsache durchaus eine nicht zu verachtende wirtschaftliche Komponente darstellt - man denke nur an die Aufwendungen für das Werben um einen potentiellen Partner oder um Geschenke zur Aufrechterhaltung dieser Partnerschaft - lohnt es sich vom rein betriebswirtschaftlichen Standpunkt, auch diesem Phänomen in der globalisierten Mobilitätsgesellschaft in angemessener Weise zu begegnen. Die konsequenteste Möglichkeit hierfür wäre, die Menschen dazu zu bringen, die amerikanische Hire-and-fire-Mentalität einfach auch auf das Privatleben zu übertragen und ständig den Partner zu wechseln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich müßten für die Durchsetzung dieses Prinzips entsprechende Anreize und die geeigneten gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Zunächst einmal muß die öffentliche Wahrnehmung der Prioritäten des globalisierten Lebens konsequent der gesellschaftlichen Realität angepaßt werden. Das wichtigste Element und somit die Grundlage stellt natürlich die optimale Ausbeutung der Arbeitskraft des Menschen dar. Ausgehend von dieser Prämisse ist dieser zunächst einmal wirksam in möglichst großer Nähe seiner Arbeitsstelle anzusiedeln. Außerdem trägt die Wohnung als unbestreitbar größter ständiger privater Ausgabenfaktor einen erheblichen Beitrag zur Wirtschaftsleistung bei. Somit ist der Faktor Wohnung als erstes und insbesondere deutlich vor dem Faktor Partnerschaft anzugehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits heutzutage ist bei modernen, hochmobilen Menschen ein deutlicher Trend dazu zu beobachten, für die oftmals relativ kurze Dauer ihrer beruflichen Stationen gleich vollmöblierte Wohnungen anzumieten (natürlich zu deutlich höheren Preisen). Diese ebenso interessante wie praktische Entwicklung könnten fortschrittliche Arbeitgeber auch dazu nutzen, durch die Einrichtung speziell angepaßter Wohnungen entweder Büroräume einzusparen oder zumindest die Erbringung einer optimalen Arbeitsleistung durch die Gestaltung der Wohnumstände ihrer "Human Resources" zu gewährleisten. Beispielsweise könnten dadurch unerwünschte Ablenkungen minimiert werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich wäre es auf diese Weise auch möglich, das Risiko von Ausfallzeiten etwa durch Krankheiten oder durch Unfälle beim Sport oder im Zuge anderer unkontrollierbarer Freizeitbeschäftigungen dadurch zu minimieren, daß man dafür sorgt, daß der Mensch aus purer Bequemlichkeit erst gar nicht mehr vor die Tür geht - selbstverständlich mit Ausnahme des täglichen Weges zur Arbeit. Ein volkswirtschaftlich begrüßenswerter Nebeneffekt derartiger Maßnahmen wäre eine deutliche Verringerung von Kosten für die Krankenkassen. Außerdem lassen sich durch das Schaffen einheitlicher Standards für wertschöpfungsoptimiertes Wohnen die Produktionskosten für Möbel, Apparate, Dekor und sonstige Einrichtungsgegenstände deutlich reduzieren, während sich gleichzeitig durch die unbestreitbaren funktionalen Vorteile in der öffentlichen Meinung ein höherer Endverkaufspreis und vor allem höhere Mieten durchsetzen ließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ist dieses Szenario erst einmal geschaffen, kann in einem nächsten Schritt dann das Problem der Partnerschaft angegangen werden. Selbstverständlich sind dabei die hier bereits genannten, ohne Zweifel vorrangigen Umstände zu berücksichtigen. Daß bei einem derartigen optimierten Zuschneiden der Lebensumgebung die Aufrechterhaltung einer etwa schon vor einem berufsbedingten Umzug bestehenden Partnerschaft nicht ins Konzept paßt, dürfte auf der Hand liegen. Wie weiter oben bereits erwähnt, besorgt sich der moderne, globalisierte Mensch am besten an jedem neuen Arbeitsort einen neuen Partner bzw. eine neue Partnerin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich muß die neue Partnerin immer zur Wohnungseinrichtung passen. Vor allem, wenn man (wie ausgeführt) stets vollmöblierte und wertschöpfungsgemäß optimierte, moderne Wohnungen mietet. Es wäre ja auch katastrophal, wenn sich beispielsweise die Haarfarbe der Partnerin mit der Farbe der Tapete oder der Ledersessel beißen würde. Das könnte den gesamten Eindruck der vorgegebenen Wohnung ruinieren und somit zu einer ernsthaften Störung des inneren Gleichgewichtes des Arbeitnehmers führen, durch die seine Arbeitsleistung nachhaltig beeinträchtigt werden könnte. Also muß die Einhaltung gewisser Vorgaben selbstverständlich beachtet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An dieser Stelle der Überlegungen tut sich die scheinbar berechtigte Frage auf, ob man - falls man beim Auszug die Wohnung renovieren muß - die dazu passende Partnerin auch gleich mit renovieren müßte? Die Antwort darauf ist jedoch relativ einfach: Bei einer Wohnung, die man weniger als 2 Jahre bezieht, ist man grundsätzlich noch nicht renovierungspflichtig. Da in Zukunft die meisten Arbeitsverhältnisse ohnehin kürzer als 2 Jahre bestehen bleiben werden, entfällt bei einem sofortigen erneuten Umzug nach dem Wechsel in ein anderes Projekt die Renovierungspflicht für die Wohnung und damit natürlich auch für die dazu passend ausgewählte Partnerin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man als perfekt globalisierter Mensch also jedes Jahr Job, Wohnung und Partner wechselt, braucht man sich also um nichts mehr zu kümmern. Prima, oder? Natürlich könnte man jetzt die Frage stellen, ob in diesem Zusammenhang die eingangs erwähnte Wertschöpfung, die sich aus dem Faktor Partnerschaft ergibt, noch in gleichem Maße zum Tragen käme, oder ob sich dieser Teil des menschlichen Lebens eventuell unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr lohnen würde. Es ist nicht von der Hand zu weisen, daß diverse Arten von früher üblichen, zwischenmenschlichen Zuwendungen in solchen Partnerschaften nicht mehr länger relevant sein dürften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn man seine allfälligen Jobwechsel zeitlich halbwegs geschickt plant, kann man sich in derartigen, globalisierten Beziehungen eventuell sogar sämtliche Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke sparen. Dies wäre natürlich ein herber Schlag für die Wirtschaft, der auch durch einen (ggf. künstlich verstärkten) Trend zur Aufwertung der künftig immer häufigeren betrieblichen Ein- und Ausstandsfeiern nicht vollständig kompensiert werden könnte. Diesem Problem könnte man nötigenfalls durch gesetzliche Regelungen entgegenwirken, die beispielsweise die Auflösung einer bestehenden Partnerschaft erst nach mindestens einem gemeinsam absolvierten Weihnachtsfest erlauben, um somit der Wirtschaft einen angemessenen kommerziellen Ausgleich für die eventuellen Ausfälle zu gewährleisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der volkswirtschaftlichen Seite her betrachtet, läßt sich diesem Szenario noch eine vielversprechende andere Komponente hinzufügen, die zur Generierung zusätzlicher Wertschöpfung erheblichen Ausmaßes führen würde. Wenn künftig sowieso nur die eine Hälfte der Bevölkerung noch arbeitet (woraufhin wir heutzutage ja bereits zusteuern), kann sich der Rest gegen Geld als Partner auf Zeit verdingen. Dies würde neben den zusätzlichen Steuereinnahmen auch erhebliche Erleichterungen bei der Partnersuche mit sich bringen, da diese nunmehr nicht mehr von gänzlich unberechenbaren Faktoren wie Sympathie, Liebe oder einfach nur dem zufälligen Begegnen auf der Straße, sondern von handfesten wirtschaftlichen Faktoren abhängen würde. Und der Wirtschaftszweig der Partnervermittlungen würde ebenfalls einen ungeahnten Auftrieb erleben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In letzter Konsequenz könnte man dann vielleicht auch eine Art neues Bonus-System zur Mitarbeiter-Motivation einführen: Die Firma bezahlt dem Mitarbeiter den Partner bzw. die Partnerin - selbstverständlich leistungsbezogen. Wer kontinuierlich Bestleistungen erbringt, bekommt als Belohnung einen Luxus-Partner. Selbstverständlich nur, solange auch weiterhin entsprechende Leistungen erbracht werden oder der Mitarbeiter nicht anderweitig unangenehm auffällig wird. Sollte er den Anforderungen des Unternehmens jedoch nicht mehr gerecht werden, kann der zur Verfügung gestellte Partner oder die Partnerin selbstverständlich jederzeit durch ein einfacheres Modell ersetzt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sollte an dieser Stelle der Einwand vorgebracht werden, daß in einer Gesellschaft, die in einer solchen Weise aufgebaut wäre, die menschlichen Emotionen zu kurz kommen und der Mensch an sich innerlich verkümmern und letzten Endes trotz gekaufter Partner völlig vereinsamen würde, so ist diesem Folgendes entgegenzusetzen: Zum einen sind persönliche Emotionen (im Gegensatz zu kommerziell verwertbaren Massenphänomenen wie der Begeisterung für bestimmte Sportmannschaften, Fernsehstars oder Musik-Idole) kein nennenswerter wirtschaftlicher Faktor und somit für die moderne Gesellschaft weitgehend irrelevant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und was die Vereinsamung angeht, so muß der mobile, globalisierte Mensch eben damit klarkommen und sie als Preis für das Privileg begreifen, mit Arbeit Geld verdienen zu dürfen. Derartige emotionale Auswirkungen sind von dem verwendeten Humankapital natürlich billigend in Kauf nehmen und nötigenfalls mit professioneller Hilfe entweder psychologisch oder medikamentös zu behandeln. Selbstverständlich kann dies aber nur gegen eine entsprechende finanzielle Gegenleistung geschehen, die natürlich nur von denjenigen aufgebracht werden kann, deren wirtschaftliches Leistungspotential groß genug ist, um den auf Dauer den Ansprüchen der Wirtschaft zu genügen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anderenfalls muß sich der Mensch eben in die große Masse derjenigen einreihen, die sich bei Bedarf von anderen kaufen lassen, also zum Beispiel in den Berufsstand der bezahlten Partner auf Zeit. Wenn er oder sie hierzu nicht in der Lage ist, ist er oder sie für die moderne Gesellschaft nicht brauchbar und hat sich daher umgehend möglichst sozialverträglich selbst aus dem Leben befördern. Allerdings natürlich auf zertifiziert umweltschonende Art und Weise und vor allen Dingen so diskret wie möglich, um die Gesellschaft nicht zu verstören. Außerdem sind möglichst keine auffälligen Spuren zu hinterlassen, und der öffentlichen Ordnung halber ist vorher selbstverständlich eine entsprechende Gebühr an die dafür zuständigen, staatlichen Stellen zu entrichten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style:italic;"&gt;Falls irgendjemand Maßgebliches die vorstehende Zukunftsvision als geeigneten Stoff für einen sehr düsteren Science-Fiction-Film ansehen sollte, bin ich jederzeit gerne bereit, Verhandlungen über die Filmrechte zu führen. Ich kann dieses Szenario bei Bedarf jederzeit auf Spielfilmformat ausbauen. Allen anderen empfehle ich hiermit den Film &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rollerball_%281975%29"&gt;Rollerball&lt;/a&gt; mit James Caan aus dem Jahre 1975, der - ganz im Gegensatz zu seinem actiongeladenen, aber in puncto Sozialkritik vollkommen weichgespülten Remake aus dem Jahre 2002 - einige Auswirkungen der Globalisierung wie die totale Abhängigkeit von einigen großen Konzernen oder die planmäßige Volksverdummung in erschreckender Weise vorausgenommen hat.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-3150220134046989706?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/3150220134046989706/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=3150220134046989706&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/3150220134046989706'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/3150220134046989706'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2010/01/mobilitat-macht-einsam.html' title='Mobilität macht einsam'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6317294767048183759</id><published>2010-01-11T01:11:00.052+01:00</published><updated>2010-01-11T01:54:18.246+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emotionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Wochenendende, trübsalselig</title><content type='html'>Gerade geht ein für mich ziemlich trübseliges Wochenende zu Ende, das sicherlich eher nicht als sonderlich rühmlich oder bemerkenswert in meine ganz persönliche Chronik des laufenden Jahres eingehen wird. Ich blicke auf eine ziemlich ungenießbare Mixtur aus Langeweile, Einsamkeit und Schlafmangel zurück. Und die Chancen stehen gar nicht so schlecht dafür, daß das noch eine ganze Zeit so weitergeht. Wobei früher oder später noch der Faktor Streß dazukommen könnte. Aber immer schön der Reihe nach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Zeit hänge ich wieder einmal ganz schön in der Luft. Ich habe mich in den letzten drei Wochen seit dem Ende meines vergleichsweise kurzen Projektes in Dortmund um diverse Projekte bei verschiedenen Anbietern beworben, und obwohl es in allen diesen Fällen (wie in dieser Branche üblich) schnell-schnell gehen soll und man als externer Mitarbeiter immer möglichst spätestens vorgestern für Projekte bereitstehen soll, lassen die Projektgeber mich wie üblich allesamt erst einmal hängen. Und dies teilweise schon seit vor Weihnachten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zumindest hatte mir das die Gelegenheit gegeben, die Weihnachtsfeiertage und die Zeit "zwischen den Jahren" in Ruhe mit meiner Liebsten zu verbringen. Natürlich hätte ich mich während dieses Zeitraumes auch auf irgendein Projekt vorbereiten können, sofern ich denn gewußt hätte, auf was für eines, und welche Technologien dafür überhaupt benötigt werden. Aber der durchschnittliche Projektgeber zieht es ja leider vor, einem dies frühestens einen Tag vor Projektbeginn mitzuteilen, so daß man sich erst dann einarbeiten kann, wenn keine Zeit mehr dafür vorhanden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe der gerade vergangenen Woche habe ich noch eine ganze Reihe weiterer Projektbewerbungen geschrieben, auf welche ich ebenfalls noch keinerlei Antworten bekommen habe. Nach Aussage der Vermittler wird angeblich um diese Zeit des Jahres bei den Projektgebern noch nicht gearbeitet, wobei ich mich ehrlich gesagt so langsam zu fragen beginne, wieviel Urlaubstage eigentlich der durchschnittliche Entscheider in derartigen Personalfragen haben muß, wenn vor und nach Ablauf der Ferien offenbar immer wochenlang niemand im Hause ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es dann irgendwann losgeht, wird wieder alles schnell-schnell gehen müssen. Von einem Tag auf den anderen muß man sich auf ein vollkommen neues Projekt einstellen, und zwischendurch darf man sich an den Wochenenden darum kümmern, am Einsatzort des Projektes eine Wohnung zu finden - solange der Projektvertrag denn überhaupt lange genug läuft, daß sich dies lohnt, denn angesichts von Maklergebühren, meist erst nach vielen Monaten zurückgezahlten Mietkautionen und nicht zuletzt dem Weiterzahlen der Miete bis zum Ablauf der dreimonatigen Kündigungsfrist kann eine Anmietung für nur einen kurzen Zeitraum ziemlich teuer werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Wochenende wäre noch einmal eine Gelegenheit gewesen, in Ruhe und Frieden etwas Zweisamkeit zu verbringen, vielleicht das letzte Mal für längere Zeit. Aber von den ganzen maßlos übertriebenen Horrormeldungen in allen Medien über Schneestürme, Streckensperrungen nach Eisenbahnunfällen und was-weiß-ich-noch-alles getrieben hatte meine Liebste bereits am Donnerstagabend "aus dem Bauch heraus" entschieden, dieses Wochenende lieber zu Hause zu bleiben, anstatt mich (wie ursprünglich geplant) in Bielefeld zu besuchen. Daß ich wegen der winterlichen Straßenverhältnisse und der ständigen Gefährdung durch Sommerreifenfahrer nicht mit dem Auto zu ihr fahre, stand sowieso von vornherein fest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Entgegen meinem am Telefon geäußerten Ratschlag, doch erst die tatsächlichen Wetter- und Verkehrsverhältnisse am Freitag abzuwarten, hatte sie ihre Entscheidung bereits am Donnerstag unumstößlich gemacht, indem sie erst gar keine Reisetasche gepackt und (wie in solchen Fällen üblich) gleich mit zur Arbeit genommen hat. Als am Freitag dann sämtliche Züge wieder fuhren und auch kein sonderlich schlimmes Wetter in Sicht war, bildete die nicht gepackte Tasche dann das Argument dafür, nicht doch noch zu mir zu fahren. Man könnte fast glauben, daß das Bedürfnis, mich zu sehen, dann wohl nicht allzu groß gewesen sein kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dafür mußte ich aber am Freitagnachmittag noch ganz kurzfristig zur Post losziehen, um ihr auf die Schnelle noch all diejenigen Sachen, welche sie beim letzten Besuch bei mir vergessen hatte, in die Firma zu schicken, damit sie diese auch bloß am Montag zur Verfügung hat. Ich habe zwar nicht ganz verstanden, wieso ich diverses Schminkzeug auf diese Weise versenden mußte, während Madame sich bei ihrem Anruf nach eigener Aussage gerade in einem Schminkladen befand und dort offenbar (jedenfalls hörte es sich für mich so an) mehr oder weniger die gleichen Artikel gekauft hat. Aber ich habe vermutlich auch kein besonderes Talent zum Frauenversteher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Stunde lang habe ich allein dafür benötigt, mit Mikroschrott Word einen mehr oder weniger passenden Adreßaufkleber für das blöde Päckchen zu drucken, weil die dafür verwendete Kiste noch mit diversen amerikanischen Zoll-Aufklebern vollgeklebt war, welche ich natürlich irgendwie überkleben mußte. Hoffentlich ist die ganze Sendung wenigstens nicht noch am Samstag ausgeliefert und dann wegen zu geringer Größe des Briefkastens wieder mitgenommen oder gar vor der Tür liegengelassen worden. Was mitten in der Innenstadt von Bochum natürlich eine ganz tolle Idee wäre, aber bei der Post kann man ja nie wissen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diese Weise außerplanmäßig alleingelassen, konnte ich in der Nacht zu Samstag überhaupt nicht schlafen. Ein paar Stunden habe ich am Rechner gesessen, einige mit Lesen verbracht und zwischendurch immer wieder versucht, Müdigkeit zu entwickeln, aber letzten Endes war doch alles vergeblich. Um 8 Uhr morgens hatte ich es satt, noch einmal ins Bett zu gehen, so daß ich dann lieber aufgestanden bin und nach dem Frühstück eine "kleine" Winterwanderung unternommen habe. Natürlich war der in allen Medien groß angekündigte Scheesturm auch weiterhin ausgeblieben, es rieselten bloß Heerscharen kleiner Flöckchen leise und friedlich vom Himmel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also bin ich mit der Straßenbahn nach Gadderbaum gefahren und habe dort zunächst einen relativ sinnfreien Geocache gesucht und gefunden, für den dem Owner offenbar kein besserer Titel als ein simples "Bielefeld" eingefallen ist. Die Tarnung dieses Caches bestand fast nur aus Schnee, so daß ich mich ehrlich gesagt frage, wie er es angesichts des giftgrünen Deckels geschafft hat, bereits vor dem Winter mehrere Monate lang an dieser Stelle zu überleben, ohne von irgendjemandem gesehen und geklaut zu werden. Schließlich gibt es in diesem Stadtviertel auch heutzutage sogar noch Kinder! Aber vermutlich beschränkt sich deren Neugier inzwischen auch nur noch auf den Computer, den Fernseher und die Playstation.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufgefallen ist mir unterwegs übrigens, daß insbesondere in der Umgebung des neuen Baugebietes für neureiche Einfamilienhäuser an Ellerbrocks Hof höchstens die Hälfte der Anwohner überhaupt ihrer Schneeräumpflicht nachkommt. Teilweise scheint dort den ganzen Winter über noch niemand geschippt zu haben. An einer dieser Stellen hatte es allerdings jemand fertiggebracht, ein fast perfekt kreisrundes Loch in den tiefen Schnee zu kotzen. Lecker! Weiter oberhalb in Bethel waren ein paar städtische Arbeitskräfte damit beschäftigt, im Zeitlupentempo auf einigen Gehwegen Split zu streuen. Ich hoffe doch sehr, daß die Jungs nicht unterwegs festgefroren sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite Geocache, den ich mir für diesen Tag zu finden vorgenommen hatte, begann in einem Park. Dort angekommen, wurde ich zunächst gefühlt zwanzig Minuten lang von einem finster dreinblickenden Opa mit Hund begafft, bis diesem endlich zu langweilig wurde und er weiterging. Zur Ermittlung der Koordinaten für die zweite Station mußten Nieten an einer Parkbank gezählt werden. Nachdem ich die Bank vom Schnee befreit hatte, stellte ich fest, daß sie sich obendrein auch noch unter einer mehrere Zentimeter dicken Eisschicht befand. Glücklicherweise hatte ich meinen Wanderstab dabei, mit dessen eiserner Spitze ich auch das Eis abschlagen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der zweiten Station sollte sich der weiterführende Hinweis in Form eines Nanos in einem Wurzel-Loch befinden. Die Koordinaten wiesen dann auch mitten in ein Wäldchen. Seien wir doch einmal ehrlich: Wer versteckt einen Nano im Wald? Und warum? An der fraglichen Stelle gab es jedenfalls neben einigen kleineren Bäumen einen sehr dicken Baum und einen noch dickeren Baumstumpf, die beide über einem extrem matschigen Bach standen und die beide vor allem auf der Bachseite hunderte von Wurzellöchern ausgebildet hatten, in denen man hunderte von Nanos hätte verstecken können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich ungefähr eine Stunde lang beide Bäume einer gründlichen Untersuchung unterzogen hatte, bei der ich mehrfach bis zum Rand meiner Stiefel im Schlamm des Baches versunken war und durch ständige Rutschpartien den gesamten Abhang in eine einzige Schlammwüste verwandelt hatte, war ich immer noch so schlau wie zuvor. Der Lust-Faktor bezüglich der Suche nach diesem Cache hatte längst den Fahrstuhl ins siebzehnte Untergeschoß genommen. Also entschloß ich mich, einfach nur noch einen längeren Waldspaziergang zu machen, dabei aber hin und wieder auch nach möglichen weiteren Stationen des Caches Ausschau zu halten - man weiß ja nie...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen von einem sehr dekorativ in einer Ritze zwischen zwei Zaunpfählen aus Beton steckenden, abgebrochenen Küchenmesser konnte ich jedoch nichts Verdächtiges mehr finden. Dafür habe ich jedoch wenigstens eine sehr schöne Winterwanderung durch den tief verschneiten Teutoburger Wald gemacht. In der Umgebung der kleinen alten Steinbrüche oberhalb des Eggeweges, westlich gegenüber von Haus Salem, hatte der Nordwind für ganz ordentliche Schneeverwehungen gesorgt. An mehreren Stellen sackte ich bis zu den Knien, einmal sogar bis zur Hüfte in die weiße Pracht ein. Ich hätte angesichts der ständigen Meldungen über den Klimawandel nicht gedacht, daß ich so etwas in meinem Leben in unseren Breiten noch einmal erleben würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg mußte ich für meine Mutter beim Marktkauf noch Vogelfutter kaufen, weil ihr die Restbestände vom Vorjahr bei der aktuellen Witterung doch sehr schnell ausgegangen waren. Wir haben dieses Jahr nämlich erstaunlich viele Blaumeisen auf der Terrasse, die ich meines Wissens schon mehrere Jahrzehnte lang nicht mehr oder zumindest nicht mehr bewußt gesehen hatte. Auch ein paar Kohlmeisen, Rotkehlchen und vor allem die Amseln kommen gerne vorbei. Die Kassiererin im Marktkauf war von meiner weißen Kaninchenfellmütze so begeistert, daß sie fast vergessen hätte, daß der Kunde vor mir eigentlich noch bezahlen mußte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Hause eben aus der Straßenbahn ausgestiegen, fand ich am Fußgängerübergang ein Handy, welches nur wenige Zentimeter neben den Gleisen lag und um ein Haar von der Bahn überrollt worden wäre. Ich habe es sicherheitshalber mitgenommen und eine SMS an die letzte Nummer geschrieben, von der eine SMS eingegangen war. Prompt kam ein Rückruf des Besitzers, kurz darauf auch noch einer von seinem Neffen, und gerade einmal etwa 20 Minuten später konnte ich das Handy seinem zurückgekehrten Herrchen an der Haltestelle zurückgeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es muß sich dabei um einen engen Verwandten von Rumpelstilzchen gehandelt haben, so ein Hutzelmännchen habe ich jedenfalls schon lange nicht mehr gesehen. Wie der mit seinen viel zu kurzen und viel zu dicken Wurstfingern die selbst für mich viel zu winzigen Tasten dieses Handys bedienen können soll, ist mir immer noch schleierhaft. Ebenso übrigens die Tatsache, wieso eigentlich alle Raucher Analphabeten zu sein scheinen, denn trotz des ausdrücklichen und absolut unübersehbaren Rauchverbotes wird an den meisten Straßenbahnhaltestellen gequarzt, was das Zeug hält.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend habe ich mich zum Mittagessen an den aufgetauten Resten der Lammhaxe versucht, welche meine Mutter irgendwann zwischen Weihnachten und Neujahr gekocht hatte, obwohl eigentlich niemand diesen Braten hatte haben wollen. Irgendwann reicht es ja auch mal mit der Völlerei! So war denn ziemlich viel liegengeblieben. Hatte dieses Fleisch unmittelbar nach dem Braten schon ganz fürchterlich zum Himmel gestunken, so war nach dem Auftauen und Aufwärmen der Geruch jetzt kaum noch zu ertragen. Mehr als die Hälfte dieses "Essens" habe ich schließlich weggeschmissen, weil ich mich einfach nur noch davor ekelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Essen habe ich mich dann schnurstracks in die Badewanne begeben, um mich nach der ungefähr vierstündigen Winterwanderung wieder aufzuwärmen. Meine Mutter meinte mir wegen der Kälte und des Essens wiederholt einen Schnaps anempfehlen zu müssen, auf welchen ich aber so gar keine Lust hatte. Statt dessen habe ich mich damit begnügt, eine Stunde lang im warmen Wasser zu liegen. Anschließend gab es dann auch schon wieder Abendessen, erneut Reste, diesmal jedoch von der Weihnachtsgans. Dummerweise waren diese so ungeschickt aufgeteilt, daß das erste der beiden Pakete fast nur Knochen enthielt. Also mußten wir das zweite auch noch auftauen und warm machen, und das war dann für zwei Personen massiv zu viel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach war ich so platt, daß ich sofort ins Bett gefallen und eingeschlafen bin und nicht einmal mehr mitbekommen habe, daß meine Liebste mich noch per Telefon zu erreichen versucht hatte (obwohl ich ihr ja eigentlich schon längst per SMS geschrieben hatte, daß ich sofort schlafen wollte). Nach 14 Stunden Schlaf war ich immer noch müde und bekam außerdem Kopfschmerzen, die den ganzen Sonntag über anhielten. Demzufolge bin ich den ganzen Tag über nicht mehr zu allzu vielen sinnvollen Tätigkeiten gekommen. Somit plätscherte also auch der letzte Tag dieses trübseligen Wochenendes einigermaßen langweilig vor sich hin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vier Stunden habe ich damit verbracht, einen &lt;a href="http://aspelkamp.blogspot.com/2010/01/verlorene-munzen-eine-unendliche.html"&gt;Blog-Beitrag&lt;/a&gt; zu schreiben, aber als ich fast fertig damit war, kachelte Firefox ab, und der gesamte Text schien verloren. Obwohl die Blog-Software angeblich ständig zwischenspeichert, fand ich ihn auch nirgendwo mehr wieder. Glücklicherweise hatte ich erst kürzlich das äußerst nützliche Addon &lt;a href="https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/6984" target="_blank"&gt;Lazarus Form Recovery&lt;/a&gt; für Firefox installiert. Lazarus merkt sich sämtliche Formular-Eingaben in einer eigenen kleinen Datenbank und hatte auf diese Weise tatsächlich vollautomatisch die Arbeit mehrerer Stunden für mich gerettet. Ich glaube, ich sollte den Autoren dieses Addons mal freiwillig etwas für dieses tolle Stück Software bezahlen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den Rest des Tages oder besser Abends habe ich damit verbracht, nach vielen Monaten, die sie mittlerweile bereits bei mir herumliegt, endlich einmal die CD "Pagan Folk" von &lt;a href="http://www.worldofomnia.com/" target="_blank"&gt;Omnia&lt;/a&gt; anzuhören, die ebenso wie die beiden nachfolgenden CDs dieser Band bisher ein Opfer akuten Zeitmangels geworden waren. Schließlich hatte ich sie mir noch vor dem stressigen und extrem zeitraubenden Projekt bestellt, das mich den ganzen November und fast den ganzen Dezember über auf Trab gehalten hat. Das gleiche Schicksal teilt übrigens ein ganzer Stapel von Büchern, welcher seit Weihnachten noch einmal merklich angewachsen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich mich erst kürzlich mühevoll durch das leider wenig empfehlenswerte Buch "Die Vermessung der Welt" von Daniel Kehrmann gequält hatte, in dem der Autor nichts Besseres zu tun hat, als über 300 Seiten lang längst verstorbene Geistesgrößen wie Alexander von Humboldt und Johann Carl Friedrich Gauß, die sich zu seinem Glück leider nicht mehr wehren können, in den Schmutz zu ziehen, versuche ich mich jetzt gerade am mittelalterlichen "Reisebericht" des Ritters (?) &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jehan_de_Mandeville" target="_blank"&gt;John Mandeville&lt;/a&gt;, dessen Reisen ihn angeblich ins Heilige Land und darüber hinaus ins ferne Asien, nach Indien und China geführt haben sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Größtenteils fiktional und aus den Weltbeschreibungen anderer Autoren abgeschrieben, allerdings lebhaft und mit zahlreichen spannenden Anekdoten erzählt, war dieses Buch aus dem 14. Jahrhundert schon vor, aber erst recht nach der Erfindung des Buchdruckes einer der absoluten Bestseller des Mittelalters. Wenn ich mich erfolgreich durch die etwa 300 Seiten dieses Werkes hindurchgekämpft haben werde, warten noch mindestens 15 weitere ungelesene Bücher mit einem Gesamtumfang von - grob geschätzt - 4.000 bis 5.000 Seiten auf mich. Also noch mehr als genug Lesestoff für viele weitere einsame, trübselige, schlaflose Nächte...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6317294767048183759?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6317294767048183759/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6317294767048183759&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6317294767048183759'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6317294767048183759'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2010/01/wochenendende-trubsalselig.html' title='Wochenendende, trübsalselig'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6565011197853034920</id><published>2010-01-10T16:54:00.072+01:00</published><updated>2010-01-10T17:53:01.223+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><title type='text'>Verlorene Münzen - eine unendliche Geschichte?</title><content type='html'>Vor etwas mehr als vier Monaten hatte ich in einem Beitrag hier in meinem Blog einen &lt;a href="http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/verlorene-munzen.html"&gt;Abgesang&lt;/a&gt; auf insgesamt acht meiner Geocoins veröffentlicht, welche aus verschiedenen Geocaches verschwunden waren. Wie die meisten meiner Freunde und Bekannten wissen dürften, bin ich seit über drei Jahren dem &lt;a href="http://www.geocaching.com/"&gt;Geocaching&lt;/a&gt; verfallen. Und als Teil dieses Spiels habe ich im Laufe der Zeit auch insgesamt 46 &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geocoin"&gt;Geocoins&lt;/a&gt; auf die Reise geschickt. Von Zeit zu Zeit kommt es allerdings vor, daß so eine Geocoin entweder zusammen mit dem kompletten Geocache, in dem sie sich befindet, das Zeitliche segnet (z. B. wenn ein Lost Place, in dem sich der Cache befindet, abgerissen wird) oder aber (was leider weitaus häufiger ist) von jemandem aus einem Cache gestohlen wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den acht auf diese Weise verschwundenen Geocoins, denen ich am 2. September hier eine letzte Würdigung verpaßt hatte, gibt es erwartungsgemäß nach wie vor keine Spur. Die nur zwei Tage später als vermißt gemeldete &lt;a href="http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/die-neunte-munze.html"&gt;neunte Münze&lt;/a&gt;, die aus einem Geocache am Strand von Sylt entwendet worden war, ist jedoch kürzlich entgegen jeder Wahrscheinlichkeit in einem Cache im hessischen Guxhagen an der Fulda wieder aufgetaucht. Möglicherweise hat den Dieb seine Tat irgendwann doch noch gereut, und er hat versucht, die gestohlene Coin auf diese Weise zurückzugeben, ohne dabei seinen Namen preiszugeben. Die Plastikkapsel, in der sich die Coin befindet, scheint ziemlich zerkratzt zu sein, aber die Hauptsache ist, daß die Coin wieder da ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Inzwischen sind allerdings mindestens sechs weitere meiner Geocoins verschwunden. Vier davon befanden sich irgendwann einfach nicht mehr in den Caches, in denen sie jemand abgelegt hatte. Eine wurde in dem Cache, in dem sie laut Log eigentlich sein sollte, definitiv niemals abgelegt (es handelt sich nämlich um einen fingernagelgroßen Nano-Cache). Daher muß ich annehmen, daß der letzte Cacher, der die Münze hatte, sie behalten hat. Ein weiteres vielsagendes Indiz für diese Annahme ist, daß er seitdem auf diverse E-Mails von mir nicht reagiert hat. Ein ähnliches Schicksal ist einer anderen Coin widerfahren, deren aktueller Inhaber mir zwar letzten Sommer versprochen hatte, sie schnell wieder freizulassen, dies jedoch nie getan hat und seitdem ebenfalls keine E-Mails mehr beantwortet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesen sechs gestohlenen Geocoins ist dieser Artikel gewidmet. Allerdings befürchte ich, daß auch dies nicht der letzte Beitrag dieser Art sein wird. In dem Augenblick, in dem ich diese Zeilen schreibe, weiß ich bereits von zwei weiteren Geocoins, die sich angeblich nicht mehr in dem Cache befinden, in dem sie sein sollten. Bei diesen warte ich jedoch noch auf die Rückmeldung des Cache Owners oder des nächsten Finders, ob sie sich vielleicht doch noch im jeweiligen Cache befinden und nur übersehen wurden. Darüber hinaus befinden sich noch sechs weitere meiner Geocoins bereits verdächtig lange im Inventar des aktuellen Inhabers, und zumindest bei zweien davon fürchte ich das Schlimmste, wobei alle sechs Personen nicht auf meine E-Mails reagieren. Aber jetzt erst einmal zu den definitiv verschwundenen Coins:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/18c9dce9-7f8c-4690-8cdb-85a0e766e305.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0; cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 150px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/18c9dce9-7f8c-4690-8cdb-85a0e766e305.jpg" border="0" alt="Not All Who Wander Are Lost" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1875420"&gt;Not All Who Wander Are Lost&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Um diese schicke Geocoin tut es mir besonders leid. J. R. R. Tolkien sagte einst: "Not all who wander are lost." Dieses Zitat steht auch auf dieser wunderschön gestalteten Münze, auf der einen Seite in Englisch, auf der anderen in Tengwar, der Schrift, die Tolkien für seine elbischen Sprachen erdachte. Was könnte eine bessere Philosophie für einen Geocacher sein? Für uns liegt die Schönheit in der Jagd, der Suche, dem Wandern. Der wahre Preis ist das, was man entlang des Weges zum Cache findet. Manchmal ist einfach der Weg das Ziel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb sollte diese Geocoin Wander-Caches auf allen Kontinenten bereisen und nach dem Besuch aller Erdteile wieder nach Hause zurückkehren. Allzu weit ist sie auf ihrer raumgreifenden Mission allerdings leider nicht gekommen. Nach einem Abstecher durch Dänemark und einer kleinen Rundreise durch Österreich wurde sie Ende September im &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=21ae2377-be92-466b-9861-5979148cd983"&gt;Snezka Cache&lt;/a&gt; auf dem Gipfel der &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schneekoppe"&gt;Schneekoppe&lt;/a&gt; im Riesengebirge auf der Tschechisch-Polnischen Grenze abgelegt. In den darauffolgenden Tagen wurde sie noch zweimal von Geocachern gesichtet, danach verliert sich ihre Spur. Die Schneekoppe wird neben den Geocachern auch regelmäßig von anderen Leuten besucht, selbst jetzt, mitten im Winter - allerdings offenbar mehr von polnischer Seite aus. Vielleicht bewahrheitet sich hier ja das alte Zitat: &lt;i&gt;"Heute gestohlen, morgen in Polen"&lt;/i&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/f113bd54-0b8f-4005-ad59-da4d1a2bf08a.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:5px 0 0 10px; cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 151px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/f113bd54-0b8f-4005-ad59-da4d1a2bf08a.jpg" border="0" alt="Lord of the Caches (Fire)" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=2023488"&gt;Lord of the Caches (Fire)&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Auch diese Geocoin hat einen starken Bezug zu J. R. R. Tolkien. Ihr Design wurde deutlich vom "Herrn der Ringe" inspiriert. Anstatt jedoch einfach nur den "Einen Ring" zu imitieren, wurde für die Coin ein völlig eigenständiges Design geschaffen. Die Münzen dieser Serie sind ringförmig und enthalten fünf kleine farbige Steine, die durch ihre Farbe eines der vier Elemente darstellen. Die erste Version der Geocoin hatte fünf grüne Steine, die für das Element Erde standen. Die zweite Version, der diese Geocoin angehört, hat vier rote Steine, die das Element Feuer symbolisieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie schon von der ersten Serie "Lord of the Caches (Earth)" habe ich auch von der zweiten Serie "Lord of the Caches (Fire)" zwei Geocoins auf die Reise geschickt. Die jetzt verschwundene hatte ursprünglich die Aufgabe, nach Neuseeland zu reisen und dort Geocaches und die Drehorte der Film-Trilogie "Der Herr der Ringe" zu besuchen. Ihre Schwester-Coin sollte Geocaches besuchen, die irgendetwas mit J. R. R. Tolkien zu tun haben, und möglichst auch nach Oxford reisen. Die jetzt verschwundene Coin hatte ein Geocacher bereits netterweise im &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=305c960f-a812-431f-8ba4-5228e5d6f6ba"&gt;Travel-Bug-Hotel&lt;/a&gt; mitten auf dem Flughafen München abgelegt, von wo aus sie jemand leicht hätte auf eine Reise nach Neuseeland oder zumindest Australien hätte mitnehmen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt dessen hat sie jedoch irgendein &lt;a href="http://www.geocaching.com/profile/?guid=a836685a-4442-4e8b-ba18-ad20ad6f04dc"&gt;Vollidiot&lt;/a&gt; von dort aus mitgenommen und in einen &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=c40118fd-6b56-470b-88f4-d80ab813895d"&gt;Kleinbahn-Cache&lt;/a&gt; irgendwo in der Pampa südöstlich von Verden an der Aller verfrachtet, wo sie postwendend gestohlen wurde - falls er sie nicht sogar gleich selbst behalten hat. Da ungefähr zeitgleich ihre Schwester-Coin, die eigentlich nach England sollte, von jemandem, der anscheinend ebensowenig des Lesens und Denkens mächtig war, nach Australien verschleppt wurde, habe ich die Missionen der beiden Geocoins kurzerhand ausgetauscht. Jetzt reist ersatzweise die &lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=2023056"&gt;Schwester-Coin&lt;/a&gt; nach Neuseeland und die verschwundene, falls sie wider Erwarten jemals wieder auftauchen sollte, nach England.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/50b21830-d95c-4fa1-9d48-d5c529a28690.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0; cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 146px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/50b21830-d95c-4fa1-9d48-d5c529a28690.jpg" border="0" alt="24 hours" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1544850"&gt;24 hours&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Geocoin zeigt in acht kleinen Piktogrammen den Tagesablauf eines Geocachers von 0:00 Uhr bis 24:00 Uhr, wie ihn wohl jeder Teilnehmer dieses Hobbies kennt: Träumen vom Cachen, Auswahl des zu suchenden Caches, "Auf zum Cache!", "Cache gefunden!", Loggen, Virtueller Cache für zwischendurch, "Auf zum Nacht-Cachen!" und Stöbern im Forum. Die Coin sollte in der richtigen Reihenfolge Caches besuchen, die die Zahlen 0 bis 24 im Namen tragen (als Nummern oder als Zahlwörter in einer beliebigen Sprache). Diese Abfolge sollte die 24 Stunden eines Tages symbolisieren, welche man mit interessanten Hobbies wie dem Geocaching verbringen kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst war diese Geocoin mit ihrer Mission sehr erfolgreich. Ausnahmsweise wurde die auf der Homepage der Coin gestellte Aufgabe von den meisten Findern tatsächlich respektiert. Innerhalb von 14 Monaten schaffte sie es, relativ zügig die Stationen 0 bis 11 zu absolvieren. Dann wurde sie jedoch von einem Geocacher namens &lt;a href="http://www.geocaching.com/profile/?guid=c2cd7def-14a7-4067-b1fc-111b63bc9329"&gt;geooli69&lt;/a&gt; aus einem Cache zwischen Wismar und Rostock mitgenommen. Bereits die Aussage im Online-Log, daß seine Tochter die Coin am liebsten gar nicht mehr wieder abgeben wolle, gab mir zu denken. Mehr als einen Monat später loggte geooli69 die Coin dann in den Nano-Cache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=b0b98575-19a8-4e90-a1b2-d23e2b22e36a"&gt;Glanz ist an der kleinsten Hütte&lt;/a&gt; in der Nähe von Paderborn ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstverständlich paßt eine 1,75 Zoll große Geocoin nicht in einen Nano-Cache von der ungefähren Größe eines Fingernagels. Außerdem haben mir sowohl die nachfolgenden Finder dieses Caches als auch dessen Besitzer übereinstimmend bestätigt, daß darin keine Geocoin vorhanden war und daß sie auch garantiert nicht in den winzigen Cache hineingepaßt hätte. Ich habe danach geooli69 mehrfach angeschrieben und ihm die Gelegenheit dazu gegeben, sich zu der Sache zu äußern und einen eventuellen Fehler zu korrigieren. Da er darauf niemals geantwortet hat, muß ich leider davon ausgehen, daß er meine Geocoin gestohlen (und vielleicht seiner Tochter geschenkt?) hat. Möge den dreisten Dieb der Blitz beim Scheißen treffen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/30606e80-2347-4dc5-84f4-564c0ae5e1f4.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:5px 0 0 10px; cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 151px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/30606e80-2347-4dc5-84f4-564c0ae5e1f4.jpg" border="0" alt="EURECA Geocoin" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1576890"&gt;EURECA Geocoin&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Das Schicksal dieser Geocoin ähnelt ziemlich stark dem von "24 hours", aber hier erfolgte der offensichtliche Diebstahl noch eine ganze Nummer dreister. Die Geocoin, deren silberner Mittelteil drehbar gelagert ist und die außerdem im Dunkeln leuchtet, stellt den Satelliten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EURECA"&gt;EURECA&lt;/a&gt; dar, eines der wenigen Raumfahrzeuge, die als Original in einem Museum erhalten geblieben sind. In Erinnerung an seine Mission sollte meine Geocoin um die Welt reisen und dabei Ausstellungen, Orte und Geocaches besuchen, die mit Raumfahrt oder allgemein mit moderner Technologie zu tun haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Aussetzen im Geocache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=72df0afe-9f48-4b68-9a90-5381b1bdc9a5"&gt;Auf den Spuren Alfred Nobels&lt;/a&gt; absolvierte die Geocoin innerhalb eines Jahres 8 weitere Stationen im Raum Hamburg sowie 7 im Rhein-Main-Gebiet, ohne daß ihrer Mission dabei sonderlich viel Beachtung geschenkt worden wäre. Im April 2009 verbrachte sie &lt;a href="http://www.geocaching.com/profile/?guid=b060337d-a0c0-43cd-9c45-d5f5163f44f0"&gt;Toronar&lt;/a&gt; dankenswerterweise nach Amerika, wo sie noch drei Geocaches in der Nähe von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pensacola_%28Florida%29"&gt;Pensacola&lt;/a&gt; in Florida besuchte. Schließlich wurde sie am 26. Juni von jemandem mit dem seltsamen Nickname &lt;a href="http://www.geocaching.com/profile/?guid=051735c3-30bf-4464-ad2b-46a90eb2ef1f"&gt;kittylitterleader&lt;/a&gt; aus dem Geocache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=0c8b6e46-8035-42d0-8422-21b3b5f8965a"&gt;PKBM&lt;/a&gt; (dieses Kürzel steht offenbar für "Perdido Key Beach Mouse", was auch immer das sein mag) entnommen. Dieser Cache scheint sich zwar auf Privatgelände zu befinden, aber angeblich hat dessen Besitzer seiner Verlegung zugestimmt, ohne daß diese Behauptung natürlich in irgendeiner Weise nachprüfbar wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da sich die EURECA-Coin mehr als sechs Wochen später immer noch im Inventar von "kittylitterleader" befand, habe ich diesen Geocacher über die Geocaching-Homepage angemailt und freundlich darum gebeten, meine Geocoin bei nächster Gelegenheit ihre Reise fortsetzen zu lassen. Fünf Tage später erhielt ich als Antwort eine E-Mail der betreffenden Person namens Christy Edminster mit dem Versprechen, nein, sogar dem &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;Schwur&lt;/span&gt;, die Coin so bald wie möglich wieder freizulassen (Zitat: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"I'll release it back into the wild soon - I swear!"&lt;/span&gt;). Dies ist jedoch bis zum heutigen Tage nicht passiert, obwohl ich in Abständen von etwa sechs Wochen immer wieder in E-Mails darum gebeten habe - auf die allerdings nie mehr eine Antwort kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da "kittylitterleader" sich immer noch regelmäßig bei &lt;a href="http://www.geocaching.com/"&gt;Geocaching.com&lt;/a&gt; einloggt, zum derzeit letzten Mal noch am 3. Januar, gibt es keine Ausrede für dieses Verhalten und keine andere Erklärung, als daß die betreffende Person meine Geocoin behalten will. In meiner letzten E-Mail habe ich ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ich dies als Diebstahl betrachte. Da hierauf (wie mittlerweile üblich) keinerlei Reaktion erfolgte, betrachte ich dies als Bestätigung meiner Vermutung. Leider hat man keine Handhabe, dieses Vergehen zu verfolgen. Auch den Reviewern und sämtlichen sonstigen Leuten bei &lt;a href="http://www.geocaching.com/"&gt;Geocaching.com&lt;/a&gt; scheinen solche Vorfälle völlig egal zu sein. Und so bleibt mir nur eines übrig, nämlich &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thor"&gt;Thor&lt;/a&gt; darum zu bitten, sämtliche Geocoin-Diebe mit seinem Hammer zu zerschmettern!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/39ae7879-12aa-4089-970c-8a8da1e595d4.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0; cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 150px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/39ae7879-12aa-4089-970c-8a8da1e595d4.jpg" border="0" alt="Alles in einem" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1678990"&gt;Alles in einem&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Standard-Geocoin aus einer offenbar jedes Jahr mit wechselnden Motiven neu aufgelegten Serie hatte ich im Listing mit einer dreisprachigen Beschreibung auf Englisch, Deutsch und Spanisch versehen und sie zu Beginn meiner Spanien-Reise im Mai 2008 in einem netten &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=9c69cea4-c253-4c53-9d14-895c634f94c1"&gt;Geocache&lt;/a&gt; am wirklich sehenswerten römischen &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aq%C3%BCeducte_de_les_Ferreres"&gt;Aquädukt von Tarragona&lt;/a&gt; ausgesetzt. In der Folgezeit kam sie leider irgendwie nie so richtig voran. Innerhalb von etwas mehr als neun Monaten legte sie lediglich 209 Kilometer zurück und besuchte dabei noch sechs weitere Stationen im Hinterland von Barcelona.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuletzt wurde sie am 1. März 2009 im Geocache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=d8bd9670-7db7-4d33-8d70-0d9906416297"&gt;Cabrils # 42 El Rocar&lt;/a&gt; etwa auf halber Strecke zwischen Barcelona und Lloret de Mar gesichtet. Angesichts der Tatsache, daß seitdem nicht einmal mehr ein einziges "Discover"-Log erfolgt ist, dürfte sie danach relativ bald daraus verschwunden sein, auch wenn mir dieser Cache nicht gerade zu den meistbesuchten Spaniens zu gehören scheint. Leider war jedoch lange Zeit nichts Näheres über den Verbleib der Coin herauszufinden oder auch nur eine Auskunft darüber zu bekommen, ob sie sich noch im Cache befindet. Erst vor etwa einem Monat, am 6. Dezember, antwortete mir einer der letzten Finder des Caches, daß sich lediglich eine einzige Geocoin darin befand, allerdings leider eine andere. Schade! Wo auch immer sie jetzt ist: Möge sie in Frieden ruhen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/424e7171-2073-42ed-a538-e2efc265f5e7.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:5px 0 0 10px; cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 151px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/424e7171-2073-42ed-a538-e2efc265f5e7.jpg" border="0" alt="The Sacred (Places) Geocoin" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?ID=1702566"&gt;The Sacred (Places) Geocoin&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Auch diese kultige Geocoin hatte von mir eine dreisprachige Beschreibung bekommen, bevor ich sie unter etwas unangenehmen &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/log.aspx?LUID=ca34480a-5ac5-47c6-a120-921fa1e2063e"&gt;Begleitumständen&lt;/a&gt; in dem Geocache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=b448c777-d1aa-4d46-8c2c-2f52e849cb34"&gt;6 Reyes y 1 Santo&lt;/a&gt; an einem abgelegenen Aussichtspunkt mit einem wundervollen Ausblick über den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Escorial"&gt;Escorial&lt;/a&gt; westlich von Madrid abgelegt habe. Die Aufgabe dieser Geocoin bestand darin, heilige Plätze aller Religionen besuchen, deren heilige Symbole auf der Coin abgebildet sind. Auf der einen Seite zeigt sie Kreuz, Ankh, Davidsstern, Yin/Yang und ein mir leider unbekanntes, vermutlich hinduistisches Symbol, die allesamt rund um ein großes Pentagramm angeordnet sind. (Es handelt sich dabei um die bei Hindus und Buddhisten heilige Silbe "Om", vielen Dank an &lt;a href="http://www.felissaeva.blogspot.com/"&gt;Felis Saeva&lt;/a&gt; für die Auskunft!) Nachdem sie dieses Ziel für die abgebildeten Religionen erfüllt hätte, wobei natürlich auch der Besuch von Kultstätten anderer Religionen nicht ausgeschlossen gewesen wäre, hätte sie nach Hause zurückkehren sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im überwiegend erzkatholischen Spanien wurde diese religiöse Anweisung natürlich ausschließlich im christlichen Sinne interpretiert. Außerdem ging die Geocoin bei zwei Events in Burgos und Malaga offenbar durch die Hände des Who's-Who der spanischen Cacherszene. In weniger als 5 Monaten legte sie in nur 6 Etappen immerhin 2.227,4 Kilometer zurück. Am 11. November 2008 wurde sie in dem zumindest während der Sommermonate relativ gut besuchten Geocache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=128be10b-2b23-43ed-ae45-ad4cc51ead13"&gt;Sta. Bárbara&lt;/a&gt; in den Bergen westlich von Tarragona und Reus (dem Flughafen von Barcelona) abgelegt. Von dort ist sie dann irgendwann jedoch sang- und klanglos verschwunden. Ende September bestätigte mir auf Nachfrage einer der letzten Finder dieses Caches, daß sich lediglich eine einzige Geocoin darin befand, allerdings leider eine andere. (Warum kommt mir dieser Satz nur so verdammt bekannt vor...?)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0n2eugqkII/AAAAAAAAADo/vVPjOCDs14k/s1600-h/Coin+Note.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; display:block; margin:0 10px 0 0; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 320px; height: 310px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0n2eugqkII/AAAAAAAAADo/vVPjOCDs14k/s320/Coin+Note.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5425138233886019714" /&gt;&lt;/a&gt;Wegen der inzwischen mindestens 14 Diebstähle meiner Coins bin ich mittlerweile dazu übergegangen, neuere Geocoins nur noch unter der Beifügung eines zusätzlichen Beschreibungszettels auf die Reise zu schicken. Ob diese informative Maßnahme allerdings irgendetwas bringen wird, das wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln, angesichts der Tatsache, daß die meisten der Coin-Diebstähle ganz offensichtlich leider von gewissenlosen anderen Geocachern begangen werden - welche eigentlich ja auch so in der Lage sein sollten, eine Geocoin als solche zu identifizieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6565011197853034920?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6565011197853034920/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6565011197853034920&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6565011197853034920'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6565011197853034920'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2010/01/verlorene-munzen-eine-unendliche.html' title='Verlorene Münzen - eine unendliche Geschichte?'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0n2eugqkII/AAAAAAAAADo/vVPjOCDs14k/s72-c/Coin+Note.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2681022712082322016</id><published>2010-01-05T13:32:00.093+01:00</published><updated>2010-01-09T03:39:36.807+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><title type='text'>Winter Caching</title><content type='html'>Seit ich vor mehr als drei Jahren mit dem Geocaching angefangen habe, ist es mir zu einer liebgewonnenen Gewohnheit geworden, mir am Heiligabend vor der Bescherung noch etwas frische Luft zu verschaffen und nach den Feiertagen auch das Jahr noch mit dem einen oder anderen Geocache ausklingen zu lassen. In den vergangenen Jahren kamen dabei in der Regel ganz ordentliche Schlammschlachten heraus. 2006 fand ich beispielsweise den (mittlerweile archivierten) &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=f07b152b-d54e-45d8-8349-30b1bb9a01fa"&gt;Rumpumpelwald&lt;/a&gt; (GCZ6CA), allerdings nicht unbedingt in der vorgesehenen Reihenfolge: Nach etwa zwei Stunden vergeblicher Suche stapfte ich schließlich nur noch blindlings durch den Wald und fand schließlich erst den Cache, dann die letzte Zwischenstation, dann die vorletzte... An Silvester war dann noch &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=940f1abc-27d1-423f-8052-03e880f46105"&gt;Rshew/Wolga&lt;/a&gt; (GCNMVHR) an der Reihe, an welchen ich aufgrund der Begegnung mit dem nicht gerade sympathisch rüberkommenden und vor allem alles andere als hilfsbereiten Owner immer noch mit gemischten Gefühlen zurückdenke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 2007 war ich zwar nicht direkt an Heiligabend, sondern nur einen Tag davor geocachen, durfte dafür allerdings einen der bisher eindrucksvollsten Caches meiner bisherigen "Karriere" erleben: &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=4817c4a7-b842-46ff-b575-36786e436b1b"&gt;Essen Katernberg: Kokerei Zollverein&lt;/a&gt; (GCVK5T). Noch heute, zwei Jahre später, komme ich immer wieder gerne hierher zurück - nicht zuletzt, seit ich in der Mietz eine Partnerin habe, die nicht nur das Hobby Geocaching an sich, sondern auch meine Lost-Place-Begeisterung mit mir teilt. Der Schlammschlacht-Faktor kam im Jahre 2007 allerdings etwas zu kurz, auch an Silvester, wo ich unter einigen Schwierigkeiten den Cache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=a8a24d45-dbba-4d57-aa2d-99c8ff44ff74"&gt;Beyond the bridge&lt;/a&gt; (GC15FBQ) am Schildescher Viadukt aufspüren konnte. Obwohl es meiner Mutter, die damals mit mir unterwegs war, immer noch zu schlammig war. Aber Geocaching ist nun mal ein Outdoor-Sport.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An Heiligabend 2008 hatte ich irgendwie keinen passenden Multi gefunden, weshalb vor der Bescherung "nur" vier Tradis abgeräumt wurden, gefolgt vom dhahms unsagbarem Mystery &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=6ebd36a8-ddb5-4649-bf16-40c8fbad6445"&gt;Hohe Berge&lt;/a&gt; (GC18GE4). Wieviele Male hatte ich daran bereits stundenlang herumgerätselt! Nach dem hundertsten Versuch (oder so ähnlich) habe ich spaßeshalber (oder doch eher frustriert?) einmal mit dem Mauszeiger auf das von mir vermutete Zielgebiet gezeigt und an dieser Stelle die Koordinaten aufgenommen, mit dem Vorsatz, irgendwann einmal genau dort zu beginnen und von hier aus den Cache nach der Brute-Force-Methode im Gelände zu suchen. Nachdem ich gefühlte weitere 100 Versuche später das Rätsel doch noch gelöst hatte, fand ich den Cache an ziemlich exakt den selben Koordinaten, die ich zuvor geraten hatte. Sachen gibt's...!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Weihnachten war ich im Jahre 2008 nicht mehr geocachen, wohl auch deswegen, da ich die meiste Zeit "zwischen den Jahren" mit der Vorbereitung meiner Steuerklärung zu tun hatte und noch am Silvesterabend bis etwa zehn Minuten vor Mitternacht meine Umsatzsteuervoranmeldung vorbereitet habe (die die dumme &lt;a href="https://www.elster.de/"&gt;Elster&lt;/a&gt; erst gar nicht annehmen wollte, weil es noch zehn Minuten zu früh dafür sei). Ach ja, und außerdem hatte ich zu der Zeit eine Scheißlaune, weil sich ein kurz zuvor angetretenes, neues Projekt als ziemliche Hölle herausgestellt hatte: Der Projektleiter brauchte nämlich eigentlich gar keine Unterstützung, sondern lediglich jemanden, den er von morgens bis abends anschreien und für seine eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten verantwortlich machen konnte. Vielleicht hätte mir in der damaligen Situation etwas Schlamm-Cachen zur Abwechslung ganz gut getan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Jahr und ziemlich viele seltsame Ereignisse später, von denen die meisten nicht wirklich relevant für das Geocaching waren, näherte sich wieder einmal die Zeit des Jahres, welche man im Allgemeinen mit Ruhe und Besinnlichkeit in Verbindung bringt. Mittlerweile hatte ich ein knapp zweimonatiges Projekt mit täglichen 10-Stunden-Tagen absolviert und brauchte dringend etwas Auslauf. Zum Ausklang des Jahres hatte ich mir (bzw. hatten mittlerweile &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;wir&lt;/span&gt; uns - oder vielleicht doch eher &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;ich&lt;/span&gt; uns...?) deswegen vorgenommen, rund um das Weihnachtsfest noch den einen oder anderen Multi zu absolvieren. Auf die nach den Erfahrungen der Vorjahre erwarteten Schlammschlachten "mußten" wir dabei jedoch "leider" verzichten, weil bekanntlich in diesem Jahr kurz vor Weihnachten der Winter ausgebrochen war (und bis heute immer noch nicht wieder eingefangen wurde).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So kamen wir dieses Jahr ausnahmsweise (dafür jedoch reichlich) in den Genuß eines Erlebnisses, welches in unseren Breiten angesichts des Klimawandels immer seltener werden dürfte: Winter Caching. Mal abgesehen vom (leider kurz danach archivierten) &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=4eec67ed-a72b-47fc-9e50-15430ad9b8d6"&gt;Ostoroschno&lt;/a&gt; und einigen Tunnel-Caches im Harz hatte ich bislang nur sehr selten die Erfahrung gemacht, Geocaches bei Schnee und Eis zu suchen. Sicherlich ist nicht jeder Cache dafür geeignet, insbesondere solche, bei denen Hinweise leicht unter Schnee und Eis begraben werden, festfrieren oder sonstwie durch winterliche Witterungseinflüsse unauffindbar gemacht werden können. Aber auch die meisten anderen dürften unter diesen Bedingungen schwieriger zu finden sein als im Sommer. Und selbst wenn nicht, kommt es einem um diese Jahreszeit wegen der Kälte trotzdem meist so vor.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okay, meine ganz persönliche, kleine Schlammschlacht hatte ich natürlich bereits eine Woche zuvor bei den beiden Caches &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=e8e4f99a-d1b3-43c6-ab82-b95d614c9d84"&gt;Ein Lied von Liebe und Tod&lt;/a&gt; (GC11AV9) und &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=35d0872a-3474-411c-bb1c-e9f9953add8e"&gt;Berghof 39&lt;/a&gt; (GC1ZD98) bei Halle (Westfalen) gehabt. Während meine Liebste mit einer schweren Erkältung lieber bei mir zu Hause im Bett blieb, schlug ich mich insbesondere bei letzterem Cache bei bereits recht eisigen Temperaturen bis weit in die Dunkelheit durch den finsteren Wald, schichtete ganze Heuhaufen um, kletterte auf Bäumen herum und scheiterte letzten Endes fast daran, daß die letzte Zwischenstation offenbar nur kurze Zeit zuvor von Waldarbeitern gefällt worden war. Aber winterlich war es an jenem dritten Adventswochenende natürlich noch nicht. Und zu diesem Zeitpunkt war ja auch mein Projekt noch in vollem Gange.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unser beider erster richtiger Winter-Cache sollte mithin &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=326b5dcf-8cba-411e-8eda-79d1d29acb6c"&gt; Isenburg Hattingen - Reloaded&lt;/a&gt; (GC1M9P0) werden. Was ich aber nicht vorausgesehen hatte, war, daß die Temperatur an diesem vierten Adventssamstag plötzlich trotz strahlenden Sonnenscheins bis auf sibirische -12 Grad Celsius fallen würde. Schon beim Freischaufeln des eingeschneiten Autos war ich froh, daß ich mir gerade erst am Vorabend auf dem Stand von &lt;a href="http://www.fell-dieck.de/"&gt;Fell-Dieck&lt;/a&gt; auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt eine warme, weiße Kaninchenfellmütze gekauft hatte. Auch wenn die Mietz vermutlich immer noch der Meinung ist, daß diese farblich überhaupt nicht nicht zu mir paßt. (Na ja, wenigstens kann man sie prima von meinen eigenen Haaren unterscheiden.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu meiner uralten Biberfell-Mütze, bei der man lediglich rechts und links zwei nur mäßig warmhaltende Stofflappen über die Ohren klappen kann, bietet das neue gute Stück fast einen Rundumschutz gegen die Kälte, lediglich am Hals muß man sich noch anderweitig behelfen. Außerdem schätze ich, daß diese Mütze gerade bei Schnee im Notfall eine wunderbare Tarnung bietet, unterscheidet sich doch das weiße Fell farblich nur in Nuancen von der weißen Pracht, die derzeit vom Himmel fällt. Und spätestens, wenn auch der schwarze Mantel so richtig eingeschneit ist, dürfte auch der auffällige Kontrast zwischen beiden Kleidungsstücken entfallen. Zum Glück hatte ich dieses Mal auch rechtzeitig daran gedacht, die Winterhandschuhe aus dem Schrank zu nehmen (und auch nicht zu Hause zu vergessen), so daß ich mich für eine ordentliche Winterwanderung richtig gut ausgerüstet fühlte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hatte Mietz ihre Erkältung immer noch nicht so ganz überwunden und war daher nur begrenzt fit. Viel Bewegung an der frischen Luft soll ja angeblich gegen Grippe helfen. Nur leider steht nirgendwo geschrieben, ob diese Maßnahme vor, während oder nach der Grippe zu erfolgen hat. Wie auch immer, jedenfalls haben wir den Cache an der Isenburg bei schönstem Winterwetter absolviert. Alle Stationen der Runde konnten gut und ziemlich schnell gefunden werden, wenngleich die Hinweistafel, die an der letzten Zwischenstation abzulesen war, erst einmal von einer dicken Schneeschicht befreit werden mußte. Außerdem stellten sich die unterwegs zu bewältigenden, steinernen Treppenstufen gerade bei diesem Wetter als ein fast unüberwindliches Hindernis für die Mietz heraus, da es für ihre Höhenangst wohl nicht gerade förderlich ist, dabei auch noch keinen festen Halt unter den Füßen zu verspüren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch bedeutend weniger lustig fand ich die beiden Gören, die uns unterwegs nervten und mit geworfenen Schneebällen dafür sorgten, daß mir der Schnee, der sich auf den Vordächern des mitten in der Burganlage zwischen Ober- und Unterburg befindlichen Landhauses Custodis gesammelt hatte, auf den Kopf rauschte. Ich dachte eigentlich, ich hätte bereits beim ersten Mal klar zum Ausdruck gebracht, daß mir das auf den Senkel ging, aber offensichtlich war dies nicht der Fall. Warum muß man eigentlich im Ruhrpott immer erst grob werden und mit Anwendung von Gewalt drohen, damit man in Ruhe gelassen wird? Verstehen die Menschen dort mittlerweile keine andere Sprache mehr? Bringt man ihnen dort bereits im Kindesalter bei, auf nichts anderes mehr zu hören? Ein weiteres Argument dafür, in dieser Gegend nicht länger als nötig verweilen zu wollen! Von "Leben" möchte ich in diesem Zusammenhang gar nicht erst sprechen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gesagt konnten wir in dieser wunderschönen, verschneiten Winterlandschaft alle Stationen des Multi-Caches relativ problemlos meistern. Lediglich die Suche nach dem Finale gestaltete sich im verschneiten Wald etwas schwieriger, zumal die ermittelten Koordinaten doch mindestens 12 Meter abwichen, das Gelände am Finale relativ steil und unübersichtlich ist und zu allem Überfluß auch noch gerade die Sonne unterging. Aber letzten Endes wurde die Mietz mit dem letzten Sonnenstrahl doch noch fündig. Für den Rückweg wählten wir dann sicherheitshalber die etwas weiter unten gelegene Straße, zu der wir uns allerdings erst noch durch einen wahren Stechpalmen-Urwald durchschlagen mußten. Frisch aus dem mittlerweile doch etwas dunkler werdenden Wald entkommen, erinnerten wir uns an den in einer Thermoskanne mitgebrachten, heißen Tee, staunten jedoch nicht schlecht, wie schnell nach dem Eingießen dieser bei den frostigen Temperaturen bereits kalt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis zu unserer nächsten, jedoch nur relativ kurzen Winterwanderung dauerte es danach bis Heiligabend. Allerdings suchten wir diesmal nicht im eigentlichen Sinne einen Cache, sondern nahmen nur eine Cache-Wartung an meinem eigenen Geocache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=7064e26e-6c84-4091-aa7a-26a99d1413f9"&gt;Franziskaner&lt;/a&gt; (GCXWBT) vor. Dieser liegt bei der Ruine einer alten Klosterkirche, welche sich mitten im Teutoburger Wald an der alten Paßstraße von Bielefeld nach Westen in Richtung Halle (Westfalen), Münster und Osnabrück befindet. Im Sommer hatte mein Cache aufgrund archäologischer Ausgrabungsarbeiten an der Ruine etwas verlegt werden müssen, was freundlicherweise ein lokaler Geocacher übernommen hatte, der bei Beginn der Arbeiten zufällig gerade hier vorbeikam. Das neue Versteck hatte ich noch nicht einmal gesehen. Mittlerweile waren die Arbeiten beendet, und danach war obendrein noch der bereits seit Jahren vermißte Vorgänger-Behälter meines Caches wieder aufgetaucht, so daß es höchste Zeit für eine Cache-Wartung wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir gerade vom Einkaufen kamen (der Weihnachtsbaum lag währenddessen friedlich im Wagen), hatten wir meine Mutter dabei, der es sicherlich auch nicht geschadet hat, mal etwas an die frische Luft zu kommen. Bei diesem Wetter traut sie sich alleine ja kaum noch aus dem Haus, aus (wohl nicht ganz unberechtigter) Angst, auszurutschen, zu fallen und sich dabei (wie einst meine Großtante) diverse Knochen zu brechen. Mit zwei Begleitern schaffte sie den Aufstieg zur Klosterruine allerdings problemlos. Vor Ort mußten wir beide Versionen des Caches tatsächlich noch kurz suchen (dürfen wir uns dafür jetzt eigentlich einen Fund gutschreiben?), bevor wir den Cache durch eine neue Plastikdose ersetzen konnten. Dieselbige war erst kürzlich nach dem Archivieren von Mietzens Cache-Serie "Lost Places in Wanne-Eickel" übrig geblieben und fand auf diese Weise unerwartet schnell wieder eine neue Verwendung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da über Weihnachten aufgrund der Eigensinnigkeiten meiner Mutter zu Hause leider immer mal wieder dicke Luft herrschte, verbrachten Mietz und ich an den meisten der nachfolgenden Tage bis zum Jahresende jeweils den größeren Teil der hellen Stunden draußen in der freien Natur, auch wenn dieses Unterfangen sich teilweise doch ziemlich anstrengend gestaltete. Den Cache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=43ec1a41-b690-439d-81da-f4fb4b27cecd"&gt;Ein Edelweiss im Teuto&lt;/a&gt; (GC1FX3M) konnten wir am ersten Weihnachtsfeiertag noch relativ schnell finden - trotz eisigen Windes und fiesen, kalten Regens, der sich uns insbesondere auf den letzten paar hundert Metern des Aufstieges wie eisige Nadeln ins Gesicht brannte. Der Teutoburger Wald kann im Winter sehr schön sein, aber nicht unbedingt bei diesen Wetterbedingungen! Da wäre es doch besser 10 Grad kälter und dafür trocken gewesen, wie eine Woche zuvor in Hattingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=8a7346e5-2f74-4f69-8ca3-4fe6086fb318"&gt;Künsebecker Tagebau&lt;/a&gt; mußten wir anschließend im ersten Versuch aufgeben. Bei diesem miesen Sauwetter haben wir erstmal ein Stunde lang nach einem gangbaren Zuweg ins Zielgebiet gesucht, da der Owner es leider nicht einmal für nötig gehalten hat, einen geeigneten Parkplatz für seinen Cache anzugeben. Einige Wege und vor allem Anwohnerstraßen in der Gegend waren dermaßen vereist und glatt, daß man sich besser auf Schlittschuhen hätte vorwärtsbewegen können. Schließlich nahmen wir den direkten Weg über einen Acker und kamen so doch noch zu unserer Schlammpartie. Anschließend standen wir dann ziemlich ratlos am angegebenen Startpunkt, da der angekündigte alte Stollen beim besten Willen nirgends zu sehen war. Nachdem wir etwa eine weitere Stunde lang den halben Wald umgegraben hatten, ohne auch nur die Spur eines Hinweises zu finden, gaben wir schließlich völlig durchnäßt und entnervt auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu diesem Zeitpunkt hatte ich der Mietz bereits hoch und heilig versprechen müssen, sie den Rest des Jahres keinen Schritt mehr vor die Tür zu jagen. Aber als sich der Winter am nächsten Morgen entgegen unseren Erwartungen wieder von seiner sonnigsten Seite zeigte, war die Episode vom Vortag schnell wieder vergessen. Also versuchten wir uns erneut am Künsebecker Tagebau und fanden schließlich mit einer vollkommen inakzeptablen Abweichung von 62 Metern irgendwo im Wald tatsächlich noch die beiden alten Stollen. Von der dort zu suchenden Filmdose mit einem Hinweis gab es jedoch keinerlei Spur. Also versuchten wir, die Position der nächsten Station im Gelände zu erraten. Bei den beiden Stollen hatte das schließlich auch geklappt, denn deren Lage hatte mit den im Listing angegebenen Koordinaten ja auch nicht allzu viel zu tun gehabt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als uns nach wenigen hundert Metern Wegstrecke eine telefonierende junge Dame mit Outdoor-Hose entgegenkam, meinte Mietz ganz spontan: "Fragen wir doch einfach mal die Frau mit dem GPS-Gerät um den Hals!" Diese stellte sich tatsächlich als Nelli_OWL heraus, die gerade vom Finale des Caches zurückkam und uns unsere Vermutung über die ungefähre Lage der Zwischenstation bestätigen konnte. Von dort aus war es noch ein leidlich beschwerlicher Aufstieg bis zum Finale, an dem man tatsächlich durch einen netten Ausblick für die Strapazen entlohnt wurde. Obwohl der Schnee hier bereits weggetaut war, dauerte es aufgrund der ungenauen Koordinaten und des nicht mehr zutreffenden Hints eine ganze Weile, bis wir die Dose gefunden hatten. Alles in allem war dieser Cache sicherlich zu Beginn einmal sehr schön angelegt und stellte eine interessante und nette Gegend vor. Im gegenwärtigen, miserabel gewarteten Zustand ist er jedoch weder im Sommer noch im Winter zu empfehlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Rückweg versuchten wir uns noch am Multi-Cache nahe der evangelischen Kaderschmiede in &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=0a1751d6-2620-4463-99fb-3b15679ee8a9"&gt;Ascheloh&lt;/a&gt; (GC1A5FG), wo ich schon während meiner Konfirmanden-Zeit einmal an einer etwas aus dem Ruder gelaufenen Nachtwanderung hatte teilnehmen müssen. Leider war uns aber irgendwie entgangen, daß der Startpunkt dieses Caches zwischenzeitlich verlegt worden war, so daß wir fast eine Stunde lang an der falschen Stelle suchten und deshalb später den Multi im Dunkeln zu Ende bringen mußten. Dieser stellte sich im Prinzip als absolut wintertauglich heraus - nur bei Nacht sollte man ihn dann wohl doch lieber nicht machen, da gegen Ende doch einige fiese Fallen im Gelände auf einen lauern. Trotzdem insgesamt eine nette Sache, und da das Wetter sich in den darauffolgenden Tagen noch einigermaßen hielt, bekamen wir Lust auf mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also versuchten wir uns anderentags noch am Cache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=a45f5822-53ae-42ae-bf69-19dfc61ebdac"&gt;Bauern und Barbaren&lt;/a&gt; (GC1ZVRP) oberhalb von Werther. Im unteren Teil des Nordhanges des Teutoburger Waldes drohte diese Runde aufgrund des leichten Tauwetters doch noch zu einer Schlammschlacht zu werden, weiter oben war jedoch alles immer noch verschneit und vereist. Leider waren nicht alle Wege so richtig wintertauglich, außerdem fing nach etwa zwei Stunden wieder einmal der schon vom ersten Feiertag bekannte, eisige Nieselregen an. Eine Station war (anstelle einer vernünftigen Tarnung) einfach nur unter Schnee begraben, allerdings wohl auch nicht im eigentlich vorgesehen Versteck, so daß wir selbst mit Telefonjoker zunächst ziemlich lange vergeblich suchten. Dann enthielt sie auch noch ein ziemlich blödes Rätsel, das wir nur mit Hilfe des mobilen Internets lösen könnten - so etwas muß nicht sein, egal zu welcher Jahreszeit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir diese Station noch hatten meistern können, folgte jedoch an der nächsten Zwischenstation der finale Knockout, weil sich für keine der von uns ausprobierten Lösungsmöglichkeiten für das dort versteckte, nächste Rätsel brauchbare Koordinaten ergeben wollten. Außerdem begann just zu diesem Zeitpunkt der eiskalte Nieselregen, der uns ebenso nach Hause trieb wie die Tatsache, daß sich just für diesen Nachmittag noch meine Kaffeetante zum Patentrinken angesagt hatte (ach nee, wohl doch eher umgekehrt...) und wir ohnehin schon viel zu spät dran waren. Nachdem mit netterweise einer der Vorfinder einen Tip für das Rätsel gegeben hatte, machten wir uns am nächsten Tag erneut auf, um die Runde zu vollenden. Letzten Endes brauchten wir den Tip allerdings gar nicht mehr, weil ich auf dem erneuten Weg zu der bösen Station die nächste Station im Gelände auszumachen vermochte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach waren die letzte Station (die ich Tags zuvor auf dem Rückweg schon einmal auf bloßen Verdacht hin befingert, dabei aber lediglich um Millimeter verfehlt hatte) und das Finale (an dem wir ebenfalls schon vorbeigelaufen waren) nur noch ein Kinderspiel. So richtig begeistert waren wir von diesem Cache allerdings aufgrund der seltsamen Rätsel nicht. Inzwischen ist er für den Winter gesperrt worden, weil wohl angeblich die eine oder andere Station eingefroren (???) ist. Aber obwohl das Terrain sicher im Sommer insgesamt mehr Spaß machen dürfte, halte ich das bei zwei problematischen Stationen eher für ausgeschlossen. Sehr schön hingegen war die Abkürzung durch Feld und Wald, die wir beim zweiten Anlauf auf dem direkten Weg vom Auto zur Zwischenstation nahmen. Außerdem haben wir dabei eine Menge Rehe gesehen. Auch sehr schön. Auf dem Rückweg erledigten wir dann noch ein paar Tradis in Werther, die es allesamt nicht wert waren, darüber noch mehr Worte zu verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag widmeten wir uns bei langsam schlechter werdendem Wetter dem Multi-Cache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=2c6aaf63-56c1-4c00-a7f0-3e56c01f8481"&gt;Berghagen&lt;/a&gt; (GC1NDCM) westlich von Werther, praktisch "gegenüber" von Ascheloh. Als vorletzten Cache des Jahres 2009 konnten wir diesen nach ungefähr drei Stunden erfolgreich bergen und loggen. Insgesamt gab es auf dieser Runde eine Menge Licht, aber leider auch etwas tiefen Schatten. Die erste Station war schnell gefunden, wenngleich ich hier zunächst übersehen hatte, daß man außer den Koordinaten noch eine weitere entscheidende Information ablesen mußte. In dieser Hinsicht ging mir leider erst an Station 3 ein Licht auf, aber zum Glück war es kein größeres Problem, später auf dem Weg zu einer anderen Station an dieser Stelle noch einmal vorbeizuschauen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An der nett umgesetzten Station 2 hatte die Mietz sehr schnell den richtigen Blick, während ich mich danach an Station 3 anschließend körperlich etwas austoben konnte. An Station 4 mußten wir längere Zeit warten, bis wir richtig suchen konnten, weil nur wenige Meter entfernt zwei ältere Männer damit beschäftigt waren, im Zeitlupentempo mit einer Maschine Holzscheite zu spalten. Irgendwann verschwanden die beiden für einen kurzen Spaziergang im Wald, so daß wir doch noch zum Suchen kamen, allerdings zunächst längere Zeit vergeblich, bis ich eher durch Zufall auf den richtigen Trichter kam. Warum dieser Hinweis nun ausgerechnet hier versteckt wurde und nicht an dem Objekt, an dem ihn wohl jeder vermuten würde, bleibt das Geheimnis der Owner. Jedenfalls war es gut, daß hier zu diesem Zeitpunkt keine Schneedecke lag!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nachfolgende Station 5 fand ich persönlich dagegen wirklich super gemacht. Hier wurde eine (übrigens sehr zeigenswerte) Location optimal genutzt und ein zwar recht schwierig zu findendes, jedoch absolut faires Versteck für den Hinweis gewählt. Eine Station der Extraklasse, die Appetit auf mehr gemacht hätte - tja, wenn es denn so weitergegangen wäre. Statt dessen folgte an Station 6 einer der Tiefpunkte meiner letztjährigen Geocaching-Erfahrungen. Egal bei welcher Schwierigkeitsstufe: Ein Hinweis sollte prinzipiell schon irgendwie als solcher erkennbar sein! Selbst die Gruppe des von uns schließlich bemühten Telefonjokers hatte damals zu acht Personen über eine Stunde an dieser Station ratlos herumgesucht, bis irgendjemand zufällig auf den sogenannten "Hinweis" stieß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Station 7 war dann wieder sehr nett gelöst, auch Station 8 wußte durch eine schöne handwerkliche Umsetzung zu gefallen. Allerdings hätte ich mir eventuell eine etwas klarere Wegführung zwischen diesen beiden Stationen gewünscht, denn der direkte Weg durch's Unterholz war gerade um diese Jahreszeit nicht so prickelnd. Das schränkt leider die Wintertauglichkeit dieses Caches etwas ein. Irgendwo muß der Weg, auf den man später noch stößt, ja herauskommen - nur leider steht er nicht einmal auf der topographischen karte. Vielleicht hätte man zwischen diesen beiden Stationen noch eine Station mehr einbauen können, irgendwo an einer geeigneten Wegkreuzung. Der gut und angemessen versteckte Cache konnte sich schließlich trotz der hereinbrechenden Dämmerung unseren Blicken nicht entziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Richtig ätzend fand ich allerdings, daß wir auf dem Weg zwischen der vorletzten und der letzten Station eine größere Gruppe von Hundebesitzern beobachten "durften", die ihre freilaufenden Köter unter lautem Gejohle Rehe durch den winterlichen Wald jagen ließen. Dieses asoziale Verhalten kann durchaus dazu führen, daß die Tiere durch den unvermeidlichen Energieverlust irgenwann im Laufe des Winters jämmerlich verrecken. Auf entsprechende Zurufe, ob und warum sie denn die Rehe töten wollten, reagierten diese sogenannten Menschen überhaupt nicht. Man sollte solche Leute zur Strafe nackt in der Taiga aussetzen! Und was die Hunde angeht, so wundere ich mich nicht wirklich darüber, daß hier ein paar Tage später wieder einmal ein Jäger auf herumstreunende Köter geschossen hat. Aber genug davon, diese Vollidioten haben ja glücklicherweise mit dem Geocaching nichts zu tun...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag, dem vorletzten des Jahres, überzeugte uns die zunehmende Kälte in Verbindung mit recht ordentlichen Mengen an Neuschnee davon, doch besser mal einen Tag zu Hause im Warmen zu verbringen. Auch am Silvestermorgen hatte es noch etwas geschneit, später hörte der Schneefall jedoch auf. Weil uns am Vortag die frische Luft doch etwas gefehlt hatte, beschlossen wir, zum Jahresabschluß noch den Multi &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=c6030250-9be0-40bc-a82e-130687df93f4"&gt;Die Büchse der Pandora&lt;/a&gt; (GC1EDAQ) zu suchen, den allerdings (übrigens ebenso wie den benachbarten "Berghagen") bereits seit Monaten niemand mehr gefunden hatte. Wir fanden ihn - allerdings auf eine doch eher seltsame und unerwartete Art und Weise!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es fing schon damit an, daß wir uns bereits bei der Ankunft bei den im Cache-Listing angegebenen Park-Koordinaten im tiefen Schnee festfuhren und erstmal eine halbe Stunde brauchten, um das Auto wieder daraus zu befreien. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Dame mit dem Postauto für's freundliche Nicht-Helfen! Unter Einsatz meiner Auto-Fußmatten, deren eine dabei leider ihre Plastikschraube zum Festmachen im Fußraum des Beifahrers verloren hat, ständigem Wegkratzen von glattgefahrenem Schnee mit unseren Wanderstöcken, heldenhaftem Anschieben des eigentlich viel zu schweren Autos durch die Mietz sowie einer sehr großen Portion Sturheit gelang es uns schließlich, die Karre aus dem Dreck zu ziehen (zugeschneiter Erdboden scheint übrigens deutlich griffiger zu sein als zugeschneiter Asphalt!) und an einer Stelle zu parken, an der es abschüssig genug war, um nicht noch einmal steckenzubleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach diesem Schreck in der Mittagsstunde konnten die ersten beiden Stationen des Caches recht schnell gefunden werden. Allerdings enthielten diese jeweils Rätselfragen, welche wir nur dank mobilen Internets zu lösen vermochten. Ich finde, daß es kein guter Stil ist, die Suchenden mitten im Wald derartige Fragen beantworten zu lassen. Selbst beim vorherigen Durchlesen aller potentiell relevanten Wikipedia-Artikel, das im Listing empfohlen wird, hätte sich die hier erforderlichen Antworten wohl niemand merken können. Wäre es im Hochsommer schon ärgerlich genug gewesen, mitten im Wald alle paar 100 Meter an jeder Station eine halbe Stunde lang mit dem Internet-Handy herumfuhrwerken zu müssen, so macht dies mitten im kalten Winter erst recht keinen Spaß, wenn einem mangels Bewegung nicht nur die Finger einzufrieren drohen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Zielpunkt fanden wir eine handwerklich sicherlich mit viel Mühe und mit sehr viel Liebe zum Detail angefertigte Zwischenstation vor, die jedoch bei den aktuellen Witterungsbedingungen ihr Geheimnis beim besten Willen nicht preisgeben wollte. Der erste Handgriff war ja noch halbwegs zu meistern, der entscheidende Schritt ist jedoch offensichtlich nicht wintertauglich. Ohne allzu viel verraten zu wollen, möchte ich darauf hinweisen, daß sich Holz in Verbindung mit Wasser und Kälte leider etwas ungnädig verhält und selbst die schönste Drillbohr- oder Laubsägearbeit sich nach Niederschlägen prima mit Wasser vollsaugen kann, woraufhin sie auch und gerade bei Minusgraden nur noch unter Einsatz von schwerem Gerät auseinandergenommen werden kann. So etwas ist definitiv nicht wintertauglich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir keine Gewalt anwenden und die Station nicht in ihre Einzelteile zerlegen wollten, riefen wir Nelli_OWL und Sefan an, die uns bestätigten, daß der Hinweis sich genau dort befand, wo wir ihn ohne größere Zerstörungen nicht hätten ermitteln können. Leider hatten beide die Position der nächsten Station vergessen (kein Wunder, nach über einem halben Jahr), aber Sefan konnte uns noch eine ungefähre Lagebeschreibung der übernächsten Station geben. Diese leider etwas zu vage Beschreibung vermochten wir jedoch im winterlichen Gelände irgendwie nicht umzusetzen, jedenfalls blieb uns der zu suchende Hinweis verborgen, aber aller Wahrscheinlichkeit nach waren wir auch in einer vollkommen falschen Ecke des Waldes gelandet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile vollkommen durchgefroren und desillusioniert, beschlossen wir, uns auf dem schnellsten Wege zum Auto durchzuschlagen. Das erwies sich im Nachhinein als eine sehr gute Idee, weil wir unterwegs nämlich ganz unvermittelt über das Cache-Versteck stolperten. Auf diese Weise konnten wir das Jahr 2009 doch noch mit einem Erfolg abschließen, wenngleich ich mir angesichts der recht positiven Schilderungen vor allem der späteren Stationen in den Logs aus dem Sommer doch sehr gewünscht hätte, diesen Multi-Cache auf die eigentlich vorgesehene Weise zu finden. Wintertauglich ist er jedenfalls definitiv nicht, und auch wenn wir ein schönes Fleckchen gesehen und eine nette Winterwanderung gemacht haben, war er wegen der blöden Rätsel für meinen Geschmack mit viel zu viel Herumstehen verbunden. Die Mietz schien am Ende jedenfalls nur noch aus einer einzigen großen Frostbeule zu bestehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Glücklicherweise waren wir bis zum Abend beide wieder hinreichend fit, um (wie schon im letzten Beitrag zum Thema &lt;a href="http://aspelkamp.blogspot.com/2010/01/neues-jahr-altes-gluck.html"&gt;Silvester&lt;/a&gt; beschrieben) gemeinsam einen schönen Rutsch ins neue Jahr zu erleben. Und dies, obwohl wir uns auf dem Rückweg vom Cache noch ein weiteres Mal festfuhren, weil ich ausprobieren wollte, ob man bei diesen winterlichen Bedingungen den Parkplatz an der Kleingartenanlage "Sieben Hügel" mit dem Auto erreichen konnte. Konnte man nicht, und falls doch, kam man dort anschließend nicht wieder weg, wie einige Taxifahrer später um Mitternacht zu ihrem Leidwesen feststellen mußten. Wir waren jedenfalls ganz froh, es lieber vorher ausprobiert zu haben und nicht mitten in der Silvesternacht selbst dort oben festzusitzen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Neujahrstag trauten wir uns irgendwie nicht so recht aus dem Hause, da sich das Wetter nicht von seiner allerbesten Seite zeigte und wir außerdem gerne ausschlafen wollten, was sich zu dieser Jahreszeit mit längeren Spaziergängen in Ermangelung heller Tageslichtstunden nicht so richtig gut verträgt. Am 2. Januar wollte die Mietz aber unbedingt noch einmal an die frische Luft. Ein wenig zähneknirschend stimmte ich zu, wohlwissend, daß ich mir zwecks "zeitnaher" Eintragungen für das liebe Finanzamt unbedingt noch ein neues Fahrtenbuch zulegen mußte. Diese waren leider beim real,- ausverkauft, Schömitz (oder wie auch immer der Laden inzwischen heißen mag) hatte schon zu, also wurden wir erst beim dritten Versuch im Marktkauf fündig. Darüber ging ziemlich viel Zeit ins Land, so daß mir irgendwie schon frühzeitig klar wurde, daß wir den nachfolgenden Spaziergang nicht im Hellen würden beenden können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sicherheitshalber mit einer dicken Taschenlampe im Rucksack, begaben wir uns zu den Start-Koordinaten des Mystery-Multis &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=29a18af4-80e3-48d1-9344-d2c7a1ff1e35"&gt;Phänomania&lt;/a&gt; (GC1A6ZY). Eigentlich sollte unser erster Cache des neuen Jahres ja kein Mystery sein. Aber zu meiner Verteidigung habe ich zu sagen, daß die Lösung des Rätsels schon seit Sommer oder Herbst auf meinem Schreibtisch unter einem großen Haufen Zeugs herumlag und mir jetzt beim Neujahrs-Aufräumen praktisch vor die Füße fiel. Da somit alle Fragen bereits beantwortet und alle Rätsel bereits gelöst waren, wurde "nur noch" ein schöner kleiner Spaziergangs-Multi daraus. Die Suche nach dem Cache dauerte im Übrigen nicht ganz so lange wie die nach dem Fahrtenbuch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stationen 1 bis 4 konnten schneller gefunden werden, als ich dies angesichts der sicher nicht primär für eine Suche im Winter ausgelegten Verstecke erwartet hätte. Lediglich Station 5 bereitete einige Probleme, zumal es langsam dunkel wurde (und hier leider die Koordinaten etwa 10 Meter weiter mitten auf dem Acker lagen, was im Winter natürlich zu noch größeren Schwierigkeiten führen kann als im Sommer). Als geübter Geocacher erkennt man eine ganze Reihe von Typen möglicher Verstecke sicher auch im Winter auf den ersten Blick, aber natürlich erleichtert eine geschlossene Schneedecke die Suche nicht unbedingt, vor allem bei Verstecken auf dem Erdboden. Leider weiß man dies jedoch niemals vorher. Außerdem neigen manche Behältnisse zum Festfrieren, was wir auch hier an einer Station leider erfahren durften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem wir einige (übrigens mitten im Wald Warnwesten tragende) Hundebesitzer durch intensives Betreibern der Pärchentarnung zum Weitergehen animiert hatten, wurden wir an Station 5 schließlich nach etwas längerer Suche doch noch fündig, wobei ich mich allerdings frage, ob die kleineren und mittleren Schäden an dieser Örtlichkeit nun auf ihr Alter, den Winter oder doch eher auf rabiate Geocacher zurückzuführen sind. Übrigens fühlten wir uns besonders auf der ersten Hälfte der Strecke auf Schritt und Tritt an den alten, guten Ratschlag "Don't eat yellow snow!" erinnert - hier scheint wohl zu jedem Einfamilienhaus mindestens ein Köter zu gehören. Wenn ich mir so recht überlege, wieviel Hundepisse man hier wohl im Sommer bei der Suche nach Geocaches übersieht, mag ich in solchen Gebieten irgendwie gar nicht mehr so richtig cachen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Cache selbst war schließlich schnell gefunden, zumal er von den Vorfindern nicht sonderlich gut getarnt worden war. Da half an dieser Stelle auch der Schnee nichts. Der Inhalt des Caches war allerdings leider etwas enttäuschend, und ich frage mich vor allem, was um alles in der Welt gewisse Geocacher wohl dazu bringen mag, ihren Verpackungs-Müll in der Dose zu entsorgen. Wenn man unterwegs Süßigkeiten nascht, darf man deren Verpackung trotzdem gerne zu Hause in den gelben Sack stecken, wo sie hingehört, anstatt sie einfach im gefundenen Geocache abzuladen! Dieses Mal haben wir den Müll mitgenommen, aber ich hoffe doch dringend, daß das in Zukunft nicht zur Gewohnheit werden muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Höchst interessant fanden wir übrigens auch die überall zu erkennenden Spuren eines Nachtcaches, der hier vorbeiführt. Neugierig, wie wir nun einmal sind, haben wir die Reflektoren schon mal ein wenig verfolgt, jedoch ohne ernsthaft daran zu glauben, daß wir diesen Cache tatsächlich finden könnten. Die Wegstrecke folgte einem zwar sehr schönen, aber auch sehr schmalen und im Winter nicht besonders gut zu laufenden Pfad durch ein Waldstück, der leider plötzlich abrupt an einem kleinen Steilhang einige Meter über einem breiteren Weg endete. Insofern ist dieser Cache leider nur eingeschränkt wintertauglich. Die Mietz mußte ich jedenfalls den Abhang mehr hinuntertragen, als sie ihn selbst hinunterzugehen vermochte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider verlor sich die Spur der Reflektoren an der nächsten Straßenecke dann sehr gründlich, wobei ich nicht zu sagen vermag, ob der nächste Reflektor eingeschneit, verschwunden oder einfach nur mehr als die maximale effektive Leuchtweite meiner Taschenlampe (das dürften so ein paar 100 Meter sein) entfernt war. Da wir ohnehin den Reflektoren nur aus Neugier gefolgt waren und nicht mit dem ernsthaften Vorsatz, den Cache jetzt finden zu müssen, haben wir an dieser Stelle abgebrochen und werden noch einmal wiederkommen, wenn der Schnee weggetaut ist (und die Temperaturen auch wieder etwas angenehmer sind). Meiner Meinung nach dürften generell ziemlich viele Nachtcaches bei Schnee und Eis nicht besonders leicht zu finden sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Fazit aus zwei Wochen "Winter Caching" möchte ich hier abschließend sagen, daß es durchaus großen Spaß machen kann, einen gut angelegten Geocache auch im Winter bei Schnee zu suchen. Allerdings kommen bei derartigen schwierigen Wetterbedingungen leider auch jegliche Fehler, Ungenauigkeiten und unzureichend durchdachte Stationen weitaus schlimmer zur Geltung als im Sommer. So kann aus einer erhofften, netten Winterwanderung ganz leicht ein ziemlich frustrierendes Erlebnis werden. Leider ist es im Vorfeld natürlich vollkommen unmöglich, gut angelegte Caches wie "Isenburg" oder "Ascheloh" von schlechter oder zumindest weniger wintertauglich angelegten Caches zu unterscheiden. Wenn man sich nicht fit fühlt oder witterungsbedingte Schwierigkeiten und Enttäuschungen vermeiden möchte, sollte man unter diesen Umständen vielleicht lieber zu Hause bleiben - oder in südliche Gefilde ausweichen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2681022712082322016?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2681022712082322016/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2681022712082322016&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2681022712082322016'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2681022712082322016'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2010/01/winter-caching.html' title='Winter Caching'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2150739721967420781</id><published>2010-01-01T18:20:00.056+01:00</published><updated>2010-01-07T23:31:12.273+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emotionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Neues Jahr, altes Glück</title><content type='html'>Silvester (eigentlich neige ich ja immer noch dazu, diesen Tag mit "y" zu schreiben) bzw. Neujahr stellt für mich persönlich schon seit frühester Kindkeht eines der wichtigsten Feste im Jahreskreis dar. Das hat natürlich zum einen etwas mit meiner pyromanischen Neigung zu tun, zum anderen stellt aber auch der Jahreswechsel die beste Gelegenheit dar, in Ruhe auf Vergangenes zurückzublicken, Dinge hinter sich zu lassen und Pläne für die Zukunft zu machen. Glücklicherweise wird Silvester durch die nahegelegenen Weihnachtsfeiertage weitestgehend von störendem Kommerz und Festtags-Trubel abgeschottet, so daß man hier tatsächlich einmal die Gelegenheit hat, abzuschalten, in Ruhe nachzudenken - und dann um Mitternacht mit großem Getöse weniger das neue Jahr zu begrüßen als vielmehr das alte Jahr ein für allemal zu verjagen. Jedenfalls war das bei mir bisher in den meisten Fällen so.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich gibt dieses Fest einem auch noch einmal eine gute Gelegenheit, mit netten Menschen zusammenzukommen (welche man sich an Silvester allerdings weit mehr als an Weihnachten selbst aussuchen darf) und eine entspannte Feier zu verleben, deren Rituale einem nicht durch irgendwelche gesellschaftlichen oder gar religiösen Normen vorgeschrieben sind. Seit der Jahrtausendwende, wenn nicht schon seit dem Abitur im Jahre 1993, waren mir allerdings die dafür in Frage kommenden, netten Menschen Zug um Zug ausgegangen. Alte Freunde sind verzogen, haben sich im Studentenwohnheim mit illegal verlegtem, bewußtseinsveränderndem Teppichkleber unfreiwillig den Verstand weggeballert, sind unter die Nazis gefallen (wofür man sich natürlich auch irgendwie den Verstand weggeballert haben muß) oder weiß der Kuckuck was.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die letzten beiden Silvesterfeiern in größerer Runde mündeten jeweils in Ereignisse, an die ich äußerst ungern zurückdenke. Beiden folgte aus sehr unterschiedlichen Gründen innerhalb weniger Wochen das Ende meiner jeweiligen Beziehung. In beiden Fällen war es im Nachhinein betrachtet sicherlich besser so, wodurch sich die ganze Sache für mich aber in beiden Fällen natürlich nicht weniger schmerzhaft gestaltete. Sicher haben auch diese Ereignisse der beiden Jahreswenden 1996/97 und 2002/03 nicht gerade dazu beigetragen, mich zu einem kontaktfreudigeren und aufgeschlosseneren Menschen werden zu lassen. Und in das Remmidemmi sogenannter Silvester-Parties (auf denen man als Single ja doch nur in der Ecke stehen gelassen wird und sich frustriert ins neue Jahr hineinsäuft) habe ich mich danach natürlich erst recht nicht mehr gestürzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie der ganze Rest der Jahre wurde mit der Zeit auch Silvester für mich zu einem immer traurigeren und einsameren Fest, welches ich schließlich nur noch mit meiner Mutter verbrachte, allenfalls zuzüglich irgendwelcher nervtötender Nachbarn, denen man um Mitternacht am Teich im Park hinter dem Haus über den Weg lief und denen man lieber nicht über den Weg gelaufen wäre. Der Jahreswechsel 2007/2008 hatte in dieser Hinsicht bereits einen absoluten Tiefpunkt dargestellt, mußte ich doch das neue Jahr unfreiwillig mit Leuten begrüßen, die strunzendämlich sind, die ich überhaupt nicht leiden kann und die sich seit irgendeinem völlig bescheuerten Nachbarschafts-Sommerfest vor gefühlten 30 Millionen Jahren obendrein auch noch einbilden, mich duzen zu dürfen. Und diese unerwünschten Leute schauten mir dann auch noch bei meinem Feuerwerk zu und taten so, als ob sie dazugehören würden. Perlen vor die Säue!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Jahreswechsel 2008/2009 hatte es jedoch irgendwie geschafft, diesen Tiefpunkt in einigen Punkten noch zu unterbieten. Sicherheitshalber hatte ich mein Feuerwerkszeug dieses Mal gut unsichtbar in einem Rucksack verstaut, um bloß keine unerwünschten Zuschauer im Vorfeld darauf aufmerksam zu machen. Zwar liefen uns auch dieses Mal um Mitternacht wieder die selben hirnlosen Vollpfosten über den Weg (hey, eine unserer Nachbarinnen sammelt allen Ernstes Sand aus aller Welt in kleinen Fläschchen!), aber irgendwie gelang es mir, durch gezieltes Langweilen dafür zu sorgen, daß sich binnen einer halben Stunde alle unerwünschten Leute wieder verdrückt hatten, so daß ich das alte Jahr wenigstens in Ruhe mit einem ganz privaten Feuerwerk verjagen konnte, ohne dabei von irgendwelchen unerträglichen Dumpfbacken begafft zu werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alles in allem war dieser Jahreswechsel in das Jahr 2009 jedoch eine ziemlich trostlose Veranstaltung gewesen. Meine Mutter meckerte die ganze Zeit nur, daß ihr kalt wäre, daß sie ja sowieso der Meinung wäre, daß ich lieber kein Geld für Feuerwerk ausgeben solle, und insgesamt ließ sie (wie üblich) jegliches Verständnis dafür vermissen, welche Bedeutung für mich die Feier des Jahreswechsels eigentlich hat. Statt dessen hackte sie seit Jahren höchstens den ganzen Silvesterabend lang auf mir herum, bis ich eines schönen Jahres irgendwann, anstatt zu feiern, bis 10 Minuten vor Mitternacht meine Einkommensteuervoranmeldung für Dezember vorbereitet und ausgefüllt habe. Solche Momente schreien manchmal einfach nur danach, sich mit Alkohol zuzuschütten, damit man möglichst nichts mehr von seiner Umgebung mitbekommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Neujahrstag des Jahres 2009 wachte ich nicht nur mit einem leichten Brummschädel, sondern auch mit dem festen Vorsatz auf, daß ich so einen trostlosen Silvesterabend nie wieder erleben wollte. Und so schleppte ich mich (eigentlich wider besseres Wissen und gegen jede Lebenserfahrung) irgendwann im Laufe des Neujahrstages wieder einmal auf eine Single-Seite im Internet, auf der ich seit über einem Jahrzehnt angemeldet war, die mir jedoch bis dato abgesehen von einer dramatisch gescheiterten Beziehung mit zwischenzeitlicher sechswöchiger Verlobung nur jede Menge Kontakte mit vollkommen gestörten, gescheiterten Existenzen eingebracht hatte, die ihre eigene, im Laufe der Zeit liebevoll gepflegte Beziehungsunfähigkeit als Vorwand dazu zu nutzen versuchten, andere Menschen nach Herzenslust verletzen zu dürfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie gewohnt strotzte diese Seite auch zu jenem Zeitpunkt wieder einmal von Profilen ohne jegliche Aussagekraft. Frei nach dem Motto: "Ich weiß nicht, was ich über mich schreiben soll - frag' mich einfach!" Und wenn man dann tatsächlich fragt, erhält man entweder überhaupt keine Antwort oder wird statt dessen nur wüst beschimpft, weil die betreffende Person eigentlich gar keinen Partner sucht, sondern lediglich jemanden, an dem sie ihren Weltschmerz auslassen kann. Kummer, Menschenhaß und Depressionen sind ansteckend - wenn man immer nur auf solche Leute trifft, droht man irgendwann selbst zu so etwas zu werden. Genau aus diesem Grund hatte ich mich eigentlich schon seit Monaten nicht mehr auf dieser Seite blicken lassen, und fast wäre ich gleich wieder gegangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im letzten Moment blieb ich doch noch bei einem Profil hängen, das irgendwie anders war. Nicht nur, daß es mal eben ungefähr fünfhundert Mal so viel Text enthielt wie der traurige Durchschnitt (etwa: "Hallo!") aller anderen Personen, die sich an diesem Tage dort neu angemeldet hatten. Sondern es begann auch noch mit den folgenden Worten: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Damit das gleich mal klar gestellt wird: Es ist mir sehr, sehr wichtig, dass die Besucher dieses meines Accounts mein Profil nicht nur lesen, sondern auch inhaltlich verstehen. Ich schreibe die Dinge hier nicht umsonst hinein und erwarte, dass dann auch auf meine Angaben Rücksicht genommen wird."&lt;/span&gt; Nanu? Sollte es etwa außer mir noch jemanden auf diesem Planeten geben, der den heutzutage offenbar allgemein verpflichtenden Hang zur Oberflächlichkeit nicht verstanden hat?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter unten im Text fand ich einen Satz, der vielleicht eine Erkärung dafür bieten konnte, wenn er denn tatsächlich ernst gemeint sein sollte - denn Ähnliches gelesen hat man auf solchen Seiten sicherlich schon das eine oder andere Mal, nur, daß in den allermeisten Fällen die betreffende Person dann anschließend ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden vermochte: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"Ich hasse es, wenn sich Menschen total verstellen und dann sich wundern, dass sie falsch verstanden werden. Und es ist wichtig, dass ein Mensch so selbstbewusst ist, dass er sich verbal verteidigen kann."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hoppla? Wohl kaum jemand würde auf ein Profil - sofern er dieses denn tatsächlich sorgfältig gelesen haben sollte - eingehen, wenn darin die Fähigkeit, sich gegen verbale Angriffe zu verteidigen, als Grundvoraussetzung für eine Kontaktaufnahme oder gar für eine zwischenmenschliche Beziehung mit der betreffenden Person aufgeführt wäre. Hier war ganz offensichtlich jemand genauso frustriert wie ich über diese ganze notorische Oberflächlichkeit, das hirnlose Gesabbel und Gebaggere und auch über den ständigen aufgesetzten (oder eingebildten?) Zwang, anderen Menschen unbedingt um jeden Preis gefallen zu müssen. Notfalls bis zur totalen Selbstverleugnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seltsamerweise hat mich gerade die Aggressivität und auch gewisse Kratzbürstigkeit, die in diesem Profil zum Ausdruck kam, angeprochen, wohl, weil ich mich zu diesem Zeitpunkt selbst gerade in einer ähnlichen Gemütslage befand wie die Verfasserin beim Schreiben dieser Zeilen und das Geschriebene insofern sehr gut nachvollziehen konnte. Und so habe ich ausgerechnet diese Person angeschrieben. Nicht irgendwelche Mädels mit tollen Fotos, aber ohne jede Aussagekraft. Nicht irgendwelche Damen mit netten, möglicherweise im Netz zusammengeklauten, jedenfalls ziemlich profillosen Texten, die einfach nur dazu dienen sollten, möglichst jedem zu gefallen. Sondern das einzige Profil mit echter Persönlichkeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damals hätte ich nie geahnt, zu was dies alles führen würde. Und wenn jemand es mir gesagt hätte, wer weiß, vielleicht hätte ich mich darüber dermaßen erschrocken, daß ich mich gar nicht mehr getraut hätte, überhaupt einen Satz zu schreiben, aus Angst, das Falsche zu sagen und damit alles zunichte zu machen. So aber konnte ich völlig unverkrampft an die Sache herangehen, da ich ja gar nichts zu verlieren hatte - und genau deshalb habe ich am Ende alles gewonnen. Heute an Neujahr vor einem Jahr haben wir uns kennengelernt (wenngleich der persönliche Kontakt danach noch einige Zeit auf sich warten ließ), und ich möchte meiner Partnerin hiermit ganz offen und für alle hörbar entgegenrufen: &lt;span style="font-style:italic;"&gt;Ich liebe Dich!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter diesen veränderten Bedingungen sollte Silvester 2009 so anders werden als die ganzen letzten Jahre zuvor! Zwar gab sich meine Mutter alle Mühe, herumzumuffeln und schlechte Laune zu verbreiten. Nichts, was man ihr vorgeschlagen hat, wollte sie für sich annehmen. Statt dessen stellte sie sich lieber demonstrativ als armes, verkanntes und alleingelassenes Mütterchen dar, das allein zu Hause bleiben müsse - obwohl wir ihr mehrfach angeboten hatten, mitzukommen und mit uns zu feiern, damit sie genau dies eben nicht gemußt hätte. Aber sie hat mittlerweile eine gewisse Meisterschaft darin entwickelt, sich selbst mit aller Gewalt jeden Spaß und jede Freude zu versauen und dann andere für ihr Elend verantwortlich zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt (wie meine Mutter es wohl lieber gesehen hätte) wieder einmal nur an den Teich im Park hinter dem Haus zu gehen und dort mit dummen und langweiligen Leuten einen dummen und langweiligen Jahreswechsel zu verbringen, bin ich mit meiner Liebsten dorthin gegangen, von wo aus ich das allererste Mal mit ihr telefoniert hatte: An den Nordhang des Teutoburger Waldes, hoch über dem Oetkerpark, wo man von einem Fußweg oberhalb der diversen Kleingartenanlagen einen tollen Ausblick über die ganze Innenstadt und den gesamten alten Bielefelder Westen hat. Einige Zeit danach waren wir bei einem ihrer ersten Besuche in Bielefeld hier entlanggewandert, und ganz in der Nähe hatten wir uns erstmals gegenseitig unsere Liebe eingestanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Mutter hat uns zwar eine halbe Stunde vor Mitternacht dort hochgefahren, aber offensichtlich nur, um hinterher noch besser darüber meckern zu können, daß sie doch immer alles für uns tun müsse und wir sie im Gegenzug ach so schlecht behandeln und sie alleine zu Hause sitzen lassen würden. Dabei hatten wir vorher stundenlang auf sie eingeredet, um sie doch noch zum Mitkommen zu bewegen, aber sie wollte ja nicht. Außerdem hatten wir ihr mehrfach angeboten, anschließend zu Fuß zurückzukommen, damit sie zum Jahreswechsel auch ein Gläschen Sekt oder Wein trinken könnte. Was sie jedoch nicht daran gehindert hat, uns hinterher, als wir tatsächlich zu Fuß nach Hause kamen, massive Vorhaltungen darüber zu machen, daß sie angeblich wegen uns nichts habe trinken können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses Mal hatten wir uns aber vorgenommen, uns (im Gegensatz beispielsweise zu den nicht unbedingt erquicklichen Vorkommnissen an &lt;a href="http://aspelkamp.blogspot.com/2009/12/stille-nacht-heilige-nacht.html"&gt;Heiligabend&lt;/a&gt;) von ihrem deprimierenden Altersstarrsinn nicht die gute Laune verderben zu lassen. Kurz vor Mitternacht, während unten in der Stadt ungeduldige Mitbürger bereits tausende von Raketen und Fontänen in den etwas nebeligen Nachthimmel steigen ließen, trafen wir in unserem Zielgebiet ein und suchten uns ein schönes Plätzchen mit guter Aussicht über die Stadt. Einige andere Leute hatten die gleiche Idee gehabt, außerdem nervten ein paar blöde Taxifahrer, die ausgerechnet um Mitternacht hierher fahren und sich in der Einfahrt zur Kneipe der Kleingartenkolonie festfahren mußten. Aber alles in allem stellte es sich als eine richtig gute Entscheidung heraus, hier oben den Jahreswechsel zu verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So stießen wir dann um Mitternacht mit &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikingerblut"&gt;Wikingerblut&lt;/a&gt; aus uralten Zinnbechern (vor deren Verwendung meine Mutter uns natürlich vorher eindringlich gewarnt hatte) auf den Jahreswechsel an und genossen die herrliche Aussicht auf ein grandioses Feuerwerk, wie ich es in dieser Form noch nicht gesehen hatte - vermutlich, weil wir Silvester jahrzehntelang immer nur im eigenen Garten bzw. nach dem Umzug von 1993 am Teich im Park hinter dem Haus gehockt hatten, wo man gelinde gesagt nicht allzu viel von der Welt mitbekommt. Wildfremde Menschen wünschten uns ein frohes neues Jahr, ohne daraus gleich ableiten zu wollen, uns (wie sonst unsere Nachbarn) nach Herzenslust auf den Sack gehen zu dürfen. Und auch unser eigenes, privates Feuerwerk kam hier oben später noch sehr schön zur Geltung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so endete mit dieser schönen kleinen Feier (man könnte es fast eher "Zeremonie" nennen) ein außergewöhnliches Jahr - außergewöhnlich vor allem deshalb, weil man es diesmal nicht verjagen mußte. Schließlich hatte es uns beiden doch ein noch beim letzten Jahreswechsel völlig unvermutetes Glück gebracht. Aber auch in Bezug auf das neue Jahr war dieser Jahreswechsel anders, konnte ich es doch zum ersten Mal seit langer Zeit weniger mit Angst (vor noch mehr Trostlosigkeit) als vielmehr mit großer Vorfreude auf die Erlebnisse begrüßen, die es uns beiden gemeinsam noch bringen mag. Dieses Mal bedarf der Jahreswechsel auch keiner hochfliegenden Vorsätze bezüglich dessen, was im neuen Jahr alles besser werden soll. Ich wünsche mir vom neuen Jahr eigentlich nur eines: Das gleiche Glück wie im alten Jahr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2150739721967420781?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2150739721967420781/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2150739721967420781&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2150739721967420781'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2150739721967420781'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2010/01/neues-jahr-altes-gluck.html' title='Neues Jahr, altes Glück'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6048630326302323103</id><published>2009-12-25T19:05:00.044+01:00</published><updated>2010-01-06T23:50:59.907+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emotionen'/><title type='text'>Stille Nacht, Heilige Nacht</title><content type='html'>Weihnachten ist ja angeblich das Fest der Besinnlichkeit, doch leider war in diesem Jahr erst sehr spät irgendetwas davon zu spüren. Bis zum 23. Dezember hatte ich in meinem auslaufenden Projekt noch reichlich zu tun. Nachdem ich dann gegen 17 Uhr endlich Feierabend hatte (außer der Putzfrau hatte sich der gesamte Rest der Firma längst in den Winterurlaub verabschiedet), habe ich meine Liebste am S-Bahnhof der Universität Dortmund abgeholt. Aufgrund zahlreicher Staus vor allem auf der Autobahn 2 mußten wir ungefähr die Hälfte der Strecke bis Bielefeld über Landstraßen fahren, was allerdings annähernd ebenso nervig war, wie im Stau zu stehen, weil die Heerscharen von Feierabendfahrern selbst auf freiester Strecke einfach nicht aus dem Quark kamen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So gegen halb Acht kamen wir schließlich einigermaßen entnervt in Bielefeld an. Nach dem Abendessen hatten wir wohl verständlicherweise nicht mehr allzu viel Nerven dazu, noch unsere Koffer auszupacken, so daß alles stehen und liegen blieb und wir ziemlich kaputt ins Bett fielen. Allzu lange ausschlafen konnten wir an Heiligabend allerdings nicht, weil wir noch einige Einkäufe erledigen und vor allem noch einen Weihnachtsbaum besorgen mußten. Um wenigstens ein Bißchen an die frische Luft zu kommen, haben wir anschließend noch einen kleinen Abstecher zu meinem Geocache GCXWBT &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=7064e26e-6c84-4091-aa7a-26a99d1413f9"&gt;Franziskaner&lt;/a&gt; unternommen, der nach dem Ende der Ausgrabungen an der Klosterruine wieder an seinen ursprünglichen Platz verlegt werden konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 480px; height: 360px;" src="http://img.geocaching.com/track/log/f71700c8-d87d-458b-89f7-07628f2afd8e.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;br /&gt;Vor dem Schmücken des Weihnachtsbaumes haben wir anschließend erst einmal meine Einliegerwohnung aufgeräumt. Zum einen hatte ich mein ganzes Gepäck wieder dabei, mit dem ich während des anderthalbmonatigen Projekteinsatzes die Wohnung meiner Liebsten komplett vollgestellt hatte und das jetzt wieder aus den Koffern in die dafür vorgesehenen Schränke oder zumindest in die Waschmaschine wollte. Außerdem mußte sich meine Liebste mit den für den kurzen Weihnachtsurlaub mitgebrachten Klamotten irgendwie bei mir einrichten, und obendrein standen mein Tisch, mein Schreibtisch und die ganze Küche mit allem möglichem Kram voll, der in den letzten Monaten auch wegen des Projekteinsatzes liegengeblieben war. Schließlich wollte ich Weihnachten nicht in einer zugestellten Wohnung mit dem Flair einer Müllhalde verbringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider hatte meine liebe Mutter dafür nicht gerade allzu viel Verständnis. Den halben Nachmittag fing sie an, in ihrer unnachahmlichen Art zu hetzen und herumzunerven. Ständig fragte sie, ob ich den Weihnachtsbaum denn dieses Jahr gar nicht schmücken wolle, ob ich den Weihnachtsbaum erst am ersten Feiertag schmücken wolle, ob ich gar kein Weihnachten feiern wolle, ob ich den Weihnachtsbaum denn dieses Jahr gar nicht schmücken wolle, ob ich den Weihnachtsbaum erst am ersten Feiertag schmücken wolle, ob ich gar kein Weihnachten feiern wolle, ob ich den Weihnachtsbaum denn dieses Jahr gar nicht schmücken wolle, ob ich den Weihnachtsbaum erst am ersten Feiertag schmücken wolle, ob ich gar kein Weihnachten feiern wolle, ungefähr so häufig und in dieser Reihenfolge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem sie mich schließlich mehrere Male für bescheuert erklärt, mir vorgehalten hatte, daß ich angeblich zu überhaupt keiner Zeitplanung in der Lage sei (wie immer, wenn meine eigene Zeitplanung nicht exakt der ihren entspricht) und mich mit allen diesen kleinen Nettigkeiten ständig aus dem Konzept gebracht und obendrein auch noch ziemlich lange aufgehalten hatte, kam ich dann endlich dazu, den Weihnachtsbaum zu schmücken. Es wäre sehr schön gewesen, wenn ich vorher erst noch in Ruhe einen Tee trinken, ein paar Kekse essen und statt des blöde herumquäkenden Fernsehers etwas schöne Musik von einer CD hätte anstellen können, aber selbst dieses kleine Maß an Ruhe und Besinnlichkeit war mir leider nicht vergönnt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Statt dessen mußte ich im Turbo-Tempo den Weihnachtsbaum schmücken, wobei mir meine Mutter ständig überhastet irgendwelche Kerzen, Kugeln oder Strohsterne in die Hand zu drücken versuchte, obwohl ich längst noch beide Hände voll mit anderen Dingen hatte. Dadurch schaffte sie es, die ganze Aktion eher noch hinauszuzögern als zu beschleunigen, und erzeugte jede Menge völlig unnötigen Streß. Gleichzeitig hackte sie weiterhin auf mir herum und provozierte mich ständig, so daß ich am Ende fast explodiert wäre und meine Liebste es vorzog, sich nach nebenan zurückzuziehen. Der Höhepunkt war, daß ich mir dann auch noch anhören mußte, wieso ich denn meinen Tee gar nicht trinken würde, der würde doch kalt. Kein Wunder, wenn sie mich gar nicht zum Trinken kommen läßt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 320px; height: 480px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0UR8v2RvPI/AAAAAAAAADY/jPXPsEDcDvA/s640/Weihnachtsbaum+2009+Foto+01.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423761061571575026" /&gt;&lt;br /&gt;Die Weihnachtsstimmung war mir zu diesem Zeitpunkt jedenfalls schon mal gründlich verhagelt. Zum Glück hat meine Mutter es irgendwann doch noch geschafft, sich für den Rest des Abends zusammenzunehmen, ansonsten wäre es wohl irgendwann noch zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen. Es ist traurig, mit ansehen zu müssen, wie sich bei ihr der zunehmende Altersstarrsinn in Form von ständiger Besserwisserei und mittlerweile auch immer häufiger von beleidigenden Äußerungen mir gegenüber auszuwirken beginnt. Offenbar kommt sie immer schwerer mit der Vorstellung klar, daß ich mein eigenes Leben zu meistern vermag, und muß mir daher ständig angebliche Unfähigkeit dazu unterstellen, um ihr schwindendes Weltbild aufrecht zu erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein wenig absurd wirkte in diesem Zusammenhang, daß sich ausgerechnet in diesem Jahr bei uns die Weihnachtsgeschenke in einem Maße häuften, das wir schon seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr gekannt hatten. So als ob die Menge der Geschenke sich direkt antiproportional zur ansonsten gezeigten Zuneigung verhalten würde. Natürlich war in diesem Jahr meine Liebste zum ersten Mal bei uns mit dabei, und natürlich hatte sie auch noch diverse Geschenke mitgebracht, die sie von ihren Eltern und Großeltern mit der Post zugeschickt bekommen hatte bzw. die wir schon bei unserem Besuch in der Lausitz von ihrer besten Freundin mitbekommen hatten, der wir im Gegenzug als Weihnachtsgeschenk (jetzt darf man es ja verraten) eine in hübsches japanisierendes Blümchenpapier verpackte Schlagbohrmaschine dagelassen hatten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So dauerte denn die Bescherung dieses Jahr also ungewöhnlich lange. Zuvor und währenddessen stießen wir anstelle des in früheren Jahren üblichen Sektes, den bei uns sowieso niemand so richtig verträgt, mit Johannisbeerwein aus einer Anderthalb-Liter-Rundkolbenflasche an, die wir im Frühjahr von den Ritterspielen in Freienfels mitgebracht hatten. Der Abend wurde ziemlich lang, und die Flasche war am Ende halbleer, bevor sie zum Essen (es gab den bei uns schon traditionell üblichen Räucher-Aal) durch einen trockenen Weißwein ersetzt wurde. Ehrlich gesagt verstehe ich die Leute nicht, die sich ausgerechnet an einem solchen Hochfest des Jahres ein derart banales Allerwelts-Essen wie Würstchen und Kartoffelsalat hinter die Kiemen stopfen. Aber jedem das Seine...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was es als Geschenke gab, möchtet Ihr wissen? Also gut, der Vollständigkeit halber zähle ich hier ein paar Dinge auf, wobei ich aber unter anderem den ganzen Süßkram weglasse, mit dem sich alle Beteiligten gegenseitig zu Tode zu mästen versuchten. Meine Mutter bekam von mir vier Bücher und ein Heft mit 100 Sudokus, weil das Lesen und das Rätseln seit längerem ihre einzige verbliebene Freizeitbeschäftigung zu sein scheinen. Von meiner Liebsten erhielt sie u. a. eine schicke Weihnachts-Dekodecke für den Wohnzimmertisch sowie eine Schale zum Verdunsten von Duftölen mit mehreren austauschbaren, bunten Teelichtgläsern, die es dieses Jahr praktisch überall auf den Weihnachtsmärkten zu kaufen gab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da meine Mutter wie üblich das ganze Jahr über sämtliche Winke mit Zaunpfählen zum Thema "mögliche Weihnachtsgeschänke" konsequent ignoriert hatte, beschränkte sich die Bandbreite ihrer eigenen Kreativität im Wesentlichen auf zwei neue Schlafanzüge, bei denen ich mir noch nicht einmal so ganz sicher bin, ob sie mir nicht zwei Nummern zu groß sind. Immerhin habe ich seit dem letzten Weihnachtsfest ja etwas abgenommen. Außerdem erhielt ich noch diverse Dinge, die ich kürzlich in einem Humanitas-Katalog angekreuzt hatte. Neben einigen Büchern sind dabei vor allem ein Mini-Taschenmesser aus dem Hause &lt;a href="http://www.laguiole.com/"&gt;Laguiole&lt;/a&gt; (das ich eigentlich eher als ein mögliches Geschenk für meine Liebste angekreuzt hatte) und ein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ornithopter"&gt;Ornithopter&lt;/a&gt;, ein künstlicher Vogel als Spielzeug nach einem ursprünglichen Entwurf von Leonardo da Vinci (allerdings heute "zeitgemäß" aus Plastik), erwähnenswert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von meiner Liebsten erhielt ich unter anderem einen Doppel-CD-und-Doppel-DVD-Pack von Schandmaul ("Sinnfonie"), die wir im August live beim Fährmannsfest in Hannover erlebt hatten. Außerdem darf ich jetzt eine wunderschöne Räucherschale (vermutlich aus Speckstein) mein Eigen nennen, sowie zwei Kerzenständer, die farblich perfekt zu einer kleinen, steinernen Vase passen, die sie mir bereits im Sommer geschenkt hat, aber aus einer vollkommen anderen Quelle stammen dürften. Von ihrer besten Freundin erhielt ich ein handgeschnitztes Holzkästchen mit einem gotischen Muster im durchbrochenen und danach mit Leder ausgeschlagenen Deckel (nach dem Vorbild einer Fenster-Rosette aus irgendeiner gotischen Kathedrale). Also thematisch genau zu der Zeit passend, die wir darstellen, wenn wir auf Veranstaltungen ins Mittelalter "abtauchen".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;width: 320px; height: 240px;" src="http://img43.imageshack.us/img43/4449/p1040541t.jpg" border="0" alt="" /&gt;&lt;br /&gt;Groß waren die Augen, als meine Liebste gewahr wurde, daß ich ihr antiquarisch alle sechs Bände der Buchreihe "Der Zauberer der Smaragdenstadt" von Alexander Wolkow in der alten Auflage (vor 2005) besorgt hatte. Im Herbst dieses Jahres war ich an der gleichen Aufgabe schon einmal gescheitert, da sowohl Amazon als auch Buch.de zwar die alten Ausgaben in ihren Online-Katalogen gelistet hatten, statt dessen jedoch die neuen, total verhunzten Übersetzungen lieferten und daraufhin alle sechs Bände von mir postwendend zurückbekamen. Es war ein ziemlicher Aufstand, die tatsächlichen Originalbände aus diversen Antiquariaten in ganz Deutschland zusammenzusuchen, aber letzten Endes hat es sich doch gelohnt, allein für diesen einen Augenblick und für die Gewißheit, einem geliebten Menschen eine große Freude zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich war dieses Geschenk nicht so groß und so modern wie der LCD-Flachmonitor, den sie von meiner Mutter (na ja, nicht ganz ohne meine Mithilfe...) bekommen hat. Und der wurde natürlich auch weitaus dringender benötigt, hatte doch der vorsintflutliche Röhrenmonitor (der mit den flackernden grünen Schrägstreifen auf dem Bildschirm) im Laufe des Jahres seinen Geist aufgegeben und seitdem ein noch älteres und kleineres Modell, das ein Bekannter übrig gehabt hatte, seinen Platz eingenommen. Nicht gerade augenschonend, wenn ihr mich fragt, und außerdem war dieses uralte Schätzchen auch schon halb hinüber. Jetzt darf ich irgendwann wohl mal wieder Monitore schleppen, denn beide alten Geräte sind sicherlich nur noch ein Fall für den Schrotthaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht einfach nur abgerundet, sondern noch einmal getoppt wurde die Bescherung von dem (gleichzeitig Weihnachts- und sehr verspäteten Geburtstags-) Geschenk, das meine Liebste von ihrer besten Freundin bekam. Wir hatten vor ein paar Monaten bei der &lt;a href="http://www.stoffmarkt.de/"&gt;Reste-Truhe&lt;/a&gt; in Bielefeld die passenden Stoffe für ein vollständiges Mittelalter-Outfit aus Unterkleid, Bliaut und Tasselmantel ausgesucht und zur Bearbeitung zu ihrer Freundin in die Lausitz geschickt. Schon seit diese uns bei unserem Besuch Ende November ein großes, verschlossenes Paket mitgegeben hatte, in welchem sich übrigens auch meine geschnitzte Holzkiste befand, waren wir äußerst gespannt darauf, was am Ende wohl dabei herausgekommen sein mochte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wir wurden alles andere als enttäuscht! Die Gewandung ist absolut toll geworden. Leider sind die bei der ersten Anprobe aufgenommenen Fotos nichts geworden, weil auf den im spärlichen Wohnzimmerlicht gemachten Aufnahmen der eigentlich grüne Bliaut genauso braun aussieht wie der wollene Mantel, während meine Liebste auf den mit Blitz aufgenommenen Fotos so bleich aussieht wie ein Schloßgespenst. Aber ich bin mir sicher, daß im Laufe des Jahres noch die eine oder andere Gelegenheit kommen wird, bei der sich das eine oder andere präsentable Foto machen läßt. Spätestens, wenn wir im Frühjahr und Sommmer wieder die Mittelalter-Märkte unsicher machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So endete dann ein hektischer und stressiger Tag doch noch einigermaßen beschaulich, wenngleich es die eigentliche Weihnachtsstimmung bis zuletzt doch ziemlich schwer hatte, sich gegen die übermächtige Realität durchzusetzen. Hoffen wir einmal, daß die weiteren Feiertage und Silvester ebenfalls friedlich und ohne weitere Streitereien und Provokationen ablaufen. Allzu optimistisch bin ich in dieser Hinsicht zwar nicht, weil sich meine Mutter dafür länger zusammenreißen müßte, als sie es von den bisher doch meist eher kürzeren Besuchen meiner Liebsten gewöhnt ist (denn wenn nur ich allein hier bin, tut sie den Teufel, sich mir gegenüber in irgendeiner Weise zusammenzureißen).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wenigstens haben wir beide dieser Tage wohl die eine oder andere ruhige, stille Nacht, die wir miteinander verbringen können, ohne von irgendwelchen Bauarbeitern um 7 Uhr morgens mit schwerem Gerät aus dem Schlaf gerissen und teils buchstäblich aus dem Bett geschüttelt zu werden. Und auch meine Mutter respektiert wenigstens dann, wenn ich Besuch habe, meine Privatsphäre und kommt nicht dauernd ungefragt bei mir hereingestürmt, wie sie es sonst oft tut, als ob ich noch ein kleines Kind wäre, das es zu gängeln und zu beaufsichtigen gilt. Freuen wir uns also auf ein paar stille Nächte - ob irgendeine davon allerdings heilig sein wird, wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 480px; height: 320px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0USior30XI/AAAAAAAAADg/BDdY_-n1f2c/s640/Weihnachtsbaum+2009+Foto+12.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423761712483914098" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6048630326302323103?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6048630326302323103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6048630326302323103&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6048630326302323103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6048630326302323103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/12/stille-nacht-heilige-nacht.html' title='Stille Nacht, Heilige Nacht'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0UR8v2RvPI/AAAAAAAAADY/jPXPsEDcDvA/s72-c/Weihnachtsbaum+2009+Foto+01.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-4210705820210819833</id><published>2009-12-18T22:15:00.000+01:00</published><updated>2010-01-06T19:26:52.251+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emotionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><title type='text'>Ein Hoch auf die "lieben" Kollegen!</title><content type='html'>Menschlichkeit ist heutzutage anscheinend nicht mehr allzu weit verbreitet. Auch und gerade unter Arbeitskollegen nicht. Diese Erkenntnis ist natürlich nichts bahnbrechend Neues, aber im Laufe der letzten Wochen durfte ich dieses leidige Phänomen wieder einmal sehr beispielhaft erleben. Ganz besonders die guten Manieren vergessen darf man offensichtlich gegenüber externen Mitarbeitern, denn die sind ja bekanntlich keine richtigen Menschen. Selbst wenn man sie sich für ziemlich teures Geld ins Haus holt und sie doppelt so viel zum Projekterfolg beitragen wie der durchschnittliche Festangestellte. Da können noch so viele hehre Firmenrichtlinien zum zwischenmenschlichen Umgang in der Teeküche an der Wand hängen. Gelebt werden sie alle nicht, erst recht nicht, wenn die Firmenleitung es nicht vormacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit Anfang November bin ich nun als externer Mitarbeiter bei einer Firma in Dortmund tätig. Zuerst war davon die Rede, daß man mich bis weit ins kommende Jahr 2010 weiter beschäftigen wolle. Inzwischen hat sich aber herausgestellt, daß die Auftragslage wohl dafür nicht reicht, so daß ich zu Weihnachten meinen Schreibtisch wieder räumen muß. Nun ja, so etwas kann natürlich immer einmal passieren, damit muß man als Freiberufler in dieser Branche rechnen, und dieses reine Faktum kann, will und werde ich hier auch niemandem negativ ankreiden. Auch wenn man sich das Ganze durchaus etwas früher hätte überlegen können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was mich aber einigermaßen wütend macht, ist der Umgang, der mit Externen in dieser Firma gepflegt wird. So bin ich beispielsweise von Anfang an zu keiner Veranstaltung dieser Firma mit eingeladen worden, weder zur allgemeinen Weihnachtsfeier noch zum Abteilungs-Frühstück vor Weihnachten, ja nicht einmal zum Weihnachtsmarkt-Besuch der Abteilung mit gemeinsamem Glühweintrinken, obwohl zumindest dabei sicherlich jeder selbst bezahlt hat und meine Teilnahme ganz bestimmt keine finanzielle Belastung für die Firma dargestellt hätte. Ein näheres Kennenlernen untereinander war also ganz offensichtlich unerwünscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jemand, der sich damit auskennt, sagte mir, daß dies im Fall von Zeitarbeitskräften bzw. Leiharbeitern bei einigen Firmen durchaus gang und gäbe sei. Das mag durchaus so sein, obwohl ich es auch in diesen Fällen für unangebracht halten würde. Aber zum Einen bin ich keine Zeitarbeitskraft und kein Leiharbeiter, und zum Anderen ist es gerade in Bereichen, in denen man hochqualifizierte externe Fachkräfte benötigt und sie sich für gutes Geld zur Unterstürzung ins Haus holt, normalerweise nicht üblich, diese dann als Mitarbeiter zweiter Klasse zu behandeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während meines letzten Projektes bei einem großen deutschen Automobilhersteller war es jedenfalls selbstverständlich, daß auch alle externen Arbeitskräfte zu jeder Feier und Veranstaltung mit eingeladen wurden. Aufgrund der vielfältigen Struktur der Abteilungen waren das so viele Termine, daß man sich am Ende sogar gezwungen sah, den einen oder anderen abzusagen. Und dabei sollte man doch eigentlich meinen, daß in einem solchen Großunternehmen insgesamt eine viel unpersönlichere Atmosphäre herrscht als in einem kleinen Software-Haus wie dem, in dem ich jetzt gerade tätig bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn es umgekehrt wenigstens eine Gleichbehandlung für alle nicht festangestellten Mitarbeiter gäbe, könnte ich das ja vielleicht noch verstehen. Aber bei dieser Firma werden beispielsweise Studenten, ganz gleich, wie häufig sie überhaupt erscheinen, durchaus mit eingeladen. Nicht eingeladen hingegen waren außer mir eigentlich nur die Putzfrauen. Aber denen wird in dieser Firma sowieso mit herzlich wenig Respekt begegnet. Man versucht sie bestenfalls zu ignorieren, und eine von ihnen war neulich sehr überrascht, daß man mit mir im Gegensatz zu den festangestellten Mitarbeitern tatsächlich reden konnte und nicht wie Luft behandelt wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Luft habe ich mich hier persönlich des Öfteren gefühlt. Es sind die scheinbar kleinen Dinge, die einem in der Summe das Gefühl geben, nicht dazuzugehören und - rein menschlich gesehen - mehr als überflüssig zu sein. Erst nach einigen Tagen kam mal jemand auf die Idee, mich zu fragen, ob ich zum Mittagessen mit in die Kantine des Technologieparks mitkommen wolle, bzw. mir überhaupt von dieser Möglichkeit zu erzählen. Mehrere Male "vergaßen" mich die Kollegen, obwohl ich vorher ausdrücklich gesagt hatte, daß ich mitkommen wollte. Auf jeden anderen wurde vor dem Essengehen gewartet, wie lange auch immer er auf sich warten ließ. Nur wenn ich eben noch mal fix auf die Toilette wollte, konnte ich damit rechnen, den lieben Kollegen zur Kantine hinterherrennen zu dürfen. (Denn wenn man dort als Letzter fertig wurde, drängelten sie wiederum und bewiesen nicht für fünf Cent Geduld.)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach immerhin 6 Wochen habe ich jetzt übrigens auch (natürlich nur durch puren Zufall) herausgefunden, daß man hier als Mitarbeiter Mineralwasser umsonst bekommt. Sagt einem ja keiner! Einen Schlüssel für die Eingangstür habe ich ohnehin nicht erhalten, so daß ich immer warten mußte, bis der nächste feste Mitarbeiter nach mir eintraf. Denn im Denken der Festangestellten gibt es hier offenbar keinen Platz dafür, daß jemand keinen Schlüssel haben könnte. Und so öffnet einem auch niemand die Tür, wenn man schellt. Gelegentlich hängen mich hier auch die Festangestellten auf dem Weg aus dem Parkhaus schnellen Schrittes ab und lassen die Tür hinter sich zufallen, obwohl sie mich bereits gesehen haben und genau wissen, daß ich keinen Schlüssel habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieses ganze Verhalten muß alles noch nicht einmal Absicht sein - dagegen könnte man vielleicht noch administrativ vorgehen, indem man sich an irgendwelche Vorgesetzten wendet. Ich glaube vielmehr, es handelt sich dabei um die selbe Gleichgültigkeit, die heute die meisten Menschen an den Tag legen, wenn es um andere Menschen geht. Es interessiert einfach keinen mehr, was anderen Leuten widerfährt, zumindest solange es sich nicht um Personen handelt, auf die man dauerhaft angewiesen ist oder vor denen man sich schon von Amts wegen in Acht nehmen muß, beispielsweise, weil es sich um den eigenen Chef oder Abteilungsleiter handelt. Die hat hier jedenfalls noch niemand ausgesperrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein ganz besonders dreistes Beispiel für Mißachtung und Gleichgültigkeit gegenüber den Bedürfnissen anderer durfte ich heute Vormittag erfahren. Nur durch einen dummen Zufall erhielt ich gestern eine Antwort auf eine Antwort auf eine Antwort auf eine Einladung zum Team-Frühstück, das heute stattfinden sollte. Da ich aber zum Einen mittlerweile auch keine große Lust mehr verspürte, drei Tage vor meinem Abgang hier plötzlich noch einen auf "soziale Kontakte" zu machen (das hätte man sich vielleicht mal überlegen sollen, als ich hier angefangen habe!), und außerdem bis Weihnachten noch reichlich zu tun habe (ich sitze hier ohnehin schon als einziger Mitarbeiter jeden Tag mindestens 10 Stunden lang am Rechner), habe ich diesen eigentlich sowieso nicht an mich gerichteten Termin sicherheitshalber lieber abgesagt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann kam dann der Abteilungsleiter herein und teilte meinem (davon ebenfalls ziemlich entgeisterten) Projektleiter und mir mit, daß man das Weihnachts-Frühstück in unserem Büro abzuhalten gedenke, weil dieses der größte Raum auf der Etage sei - ob wir nun wollten oder nicht. Da der Abteilungsleiter bereits gegenüber den Protesten des Projektleiters ziemlich unwirsch den Vorgesetzten heraushängen ließ, wagte ich es gar nicht erst, ebenfalls zu protestieren, und stellte mich zähneknirschend darauf ein, meine Arbeit bei nervigem Weihnachtsmusik-Gedudel und mit zwei Dutzend mampfenden und quasselnden Kollegen im Büro weiterführen zu müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schließlich brüllt hier immerhin auch sonst schon der Projektleiter ständig stundenlang jemanden lautstark am Telefon an, so daß man sich kaum einmal richtig auf die Arbeit konzentrieren kann. Und immerhin hatte sich nun ebendieser Projektleiter mit ziemlich angefressener Miene in ein anderes Büro zurückgezogen, um statt dessen eben von dort aus jemanden stundenlang am Telefon anzubrüllen (in dessen Haut ich angesichts der Laune des Projektleiters speziell heute nun wirklich nicht hätte stecken mögen). So war zumindest dieser eine Störfaktor ausnahmsweise einmal ausgeschlossen, obwohl das durch die ganzen Kollegen und den lautstarken Stille-Nacht-Heilige-Nacht-Terror natürlich mehr als aufgewogen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Zeit lang ging mein Vorhaben, trotzdem noch weiterzuarbeiten, wider Erwarten gut. Aber dann raunzte mich der Projektleiter an, ich wolle jetzt hier doch etwa nicht arbeiten, damit würde ich nur den anderen die Feierlaune verderben. Ich erwiderte, es täte mir ja leid, daß ich versuchen müßte, zu arbeiten, um die mir gestellten Aufgaben noch vor meinem Abgang aus dem Unternehmen fertig zu bekommen. Zunächst schien es damit getan zu sein, und ich konnte noch etwas weiterarbeiten. Aber dann meinte er ziemlich barsch: "Das war jetzt übrigens ernst gemeint."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also mußte ich meinen Platz räumen - der übrigens im Verlaufe der darauf folgenden zwei Stunden von den lieben Kollegen großflächig mit Kaffeeflecken überzogen wurde, aber natürlich dachte niemand auch nur im Traum daran, diese selbst wegzuwischen. In der Zwischenzeit lief ich relativ planlos durch das Haus und fragte mich, ob ich die auf diese Weise verlorene Zeit denn wenigstens bezahlt bekomme - denn schließlich werde ich nach den von mir geleisteten Stunden entlohnt. In Rechnung gestellt habe ich sie jedenfalls. Denn ich sehe ja gar nicht ein, warum ich es zu vertreten haben sollte, wenn man mich vorsätzlich bei meiner Arbeit behindert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin gelang es mir während dieser ansonsten ziemlich vertanen Zeit, eine Lösung für unsere massiven Datenbankprobleme der letzten Wochen zu finden: Es stellte sich nämlich heraus, daß zwar alle immer lautstark lamentiert hatten, aber niemand einen so simplen Schritt wie einen Neustart des Servers in Erwägung gezogen hatte. Nicht, daß ich nicht bereits längst darauf hingewiesen gehabt hätte (ich selber darf das ja nicht machen) - aber auch in dieser Hinsicht hat einfach niemand auf mich gehört. Übrigens auch heute nicht, jedenfalls ist bislang immer noch kein Neustart erfolgt, weshalb auch alle anderen Kollegen mit ihrer Arbeit nicht wirklich vorankommen. Ein weiterer typischer Fall dieser unseligen Gleichgültigkeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-4210705820210819833?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/4210705820210819833/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=4210705820210819833&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4210705820210819833'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4210705820210819833'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/12/ein-hoch-auf-die-lieben-kollegen.html' title='Ein Hoch auf die &quot;lieben&quot; Kollegen!'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2430900696952246511</id><published>2009-12-06T15:30:00.037+01:00</published><updated>2010-01-06T23:28:45.315+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Impressionen aus dem Kraftwerk Boxberg</title><content type='html'>Im Rahmen der &lt;a href="http://aspelkamp.blogspot.com/2009/11/die-volle-familien-drohnung.html"&gt;Feierlichkeiten&lt;/a&gt; zum 50. Geburtstag meiner künftigen Schwiegermutter durften wir an einer sehr individuellen Führung durch das Braunkohle-Kraftwerk Boxberg teilnehmen. Beide Eltern meiner Liebsten arbeiten dort, und ihr Vater (seines Zeichens Schichtleiter) führte unsere Gruppe durch fast alle modernen Bereiche des Kraftwerkes. Leider dürfen die nach der Wende wegen unzureichender Effizienz und mangelnder Filtertechnik stillgelegten alten Teile des Kraftwerks von Besuchern nicht mehr betreten werden, obwohl uns das sicherlich auch sehr interessiert hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich persönlich hat dieses Kraftwerk insofern eine besondere Bedeutung, als daß ich damals nach der Wende im sogenannten Politikunterricht (Zwangs-Ergänzungskurs, am späten Nachmittag, um diejenigen, die dieses Fach nicht freiwillig gewählt hatten, mit Freizeit-Entzug und Hausaufgaben bis tief in die Nacht zu bestrafen) einen umfassenden Vortrag über Umweltprobleme in der ehemaligen DDR halten mußte und dabei natürlich auch an der Erzeugung von Energie aus Braunkohle nicht vorbeigekommen bin. In den 80er Jahren war Boxberg mit einer installierten Gesamtleistung von 3.520 Megawatt das größte Kraftwerk der DDR und das größte Braunkohlekraftwerk Europas.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Stillegung der 12 älteren DDR-Blöcke aus den 60er und 70er Jahren liegt Boxberg mit 1.900 MW bundesweit nur noch auf Platz 9. Nach Fertigstellung des derzeit im Bau befindlichen, neuen Blockes R wird es jedoch mit 2.570 MW immerhin wieder auf Platz 4 liegen (hinter den beiden derzeitigen "Spitzenreitern" Niederaußem und Jänschwalde sowie dem gigantomanischen Neubau in Neurath bei Grevenbroich, dessen beide neuen Blöcke trotz diverser tödlicher Unfälle auf der "größten Baustelle Europas" angeblich noch 2010 in Betrieb gehen sollen, womit dieses Kraftwerk dann mit insgesamt 4.400 MW unangefochten die Nummer 1 wäre).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Führung durch das Kraftwerk Boxberg war sehr beeindruckend. Es ist allerdings schwer möglich, die gigantischen Ausmaße der Anlagen jemandem zu beschreiben, der diese nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Schon die Turbinenhalle ist riesig, aber noch gar nichts gegenüber dem Gebäude, das die gewaltige Brennkammer beherbergt und mit fast 160 Metern Höhe die Ausmaße eines ausgewachsenen Wolkenkratzers hat - auch wenn einem Betrachter das Einschätzen der tatsächlichen Höhe angesichts des völligen Fehlens äußerlich sichtbarer Stockwerke schwer fällt. Der Ausblick vom Dach des Hauptgebäudes ist jedenfalls atemberaubend.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten der einst knapp 300 Meter hohen Schornsteine wurden bereits gesprengt oder abtragen, da sie seit der Nachrüstung der Rauchgaswaschung nicht mehr benötigt wurden. Dafür bestimmen jetzt die Neubauten des riesigen Blockes aus den 90er Jahren bzw. des aktuellen Neubaus und ihre kaum minder gewaltigen Kühltürme das Bild. Zur Zeit werden sie immer noch flankiert von einer ganzen Batterie älterer Kühltürme aus der Zeit der DDR, von denen allerdings ebenfalls bereits einige abgerissen wurden. Der Blick reicht weit über die Tagebaue, die die vom Kraftwerk benötigte Braunkohle liefern. Von einer natürlichen Landschaft kann in dieser Gegend allerdings kaum noch die Rede sein, das können auch die wieder eingewanderten Wölfe nicht kaschieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerne würde ich an dieser Stelle Fotos aus dem Inneren des Kraftwerkes zeigen, aber ich schätze, daß der Betreiber Vattenfall wohl vermutlich etwas dagegen haben würde. Gegen einige Außenaufnahmen des Kraftwerkes sowie ein paar Ausblicke vom Dach dürfte hingegen wohl nichts einzuwenden sein. Außerdem gibt es ein paar Aufnahmen von einem alten Schaltpult aus der Anfangszeit des Kraftwerkes im kraftwerkseigenen Museum. Da sah die Technik noch richtig niedlich aus! Und man hatte als Bediener tatsächlich noch etwas Richtiges zum Anfassen. Die gleichen russischen Bauelemente sollen übrigens auch auf der Raumstation MIR verwendet worden sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum Abschluß des Artikels folgen noch ein paar spektatuläre Fotos aus dem untersten Teil der Brennkammer, in welchen man über eine ganze Batterie von mit Spezialglas versehenen Klappen hineinschauen kann. Angesichts dieser Bilder, die einem Blick in das tiefste Herz der Hölle gleichzukommen scheinen, fällte es einem ziemlich schwer, sich zu vergegenwärtigen, daß es sich hierbei in Wirklichkeit nur noch um die glühende und ausbrennende Asche handelt und daß der eigentliche Verbrennungsvorgang, der die zur Dampferzeugung und damit zur Stromgewinnung nutzbare Energie erzeugt, mehr als 100 Meter weiter oben stattfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außenansicht des größten Kraftwerks-Blockes (907 MW):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; width: 600px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NV786ptFI/AAAAAAAAACI/Lfgb7B_kztc/s640/Boxberg01.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423272864736982098" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aussicht vom Kraftwerks-Dach auf die älteren Kühltürme:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; width: 600px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NWmGUtQ7I/AAAAAAAAACQ/uJALg5Mcs8M/s640/Boxberg02.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423273588816692146" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aussicht vom Dach auf den derzeit modernsten Kühlturm:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display:block; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NW_pS8Q4I/AAAAAAAAACY/u1KBqw2zJqs/s640/Boxberg03.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423274027701257090" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;"Schüttgut-Absetz-und-Wiederaufnahmegerät" (Schaufelradbagger):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display:block; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NXZmA-e8I/AAAAAAAAACg/PWxY9VY9MDc/s640/Boxberg04.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423274473497197506" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Russisches Schaltpult mit bunt aufgemalten Schaltkreisen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NX_OD5aeI/AAAAAAAAACo/zE5nvREdkSo/s640/Boxberg05.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423275119902026210" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war damals noch richtige Technik "zum Anfassen":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NakeFJtJI/AAAAAAAAACw/j2pI1q_No4c/s640/Boxberg06.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423277958880670866" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Impressionen aus dem tiefsten Herzen der Hölle, Teil 1:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0Ng8RlI7WI/AAAAAAAAAC4/uI2gsU3bA0I/s640/Boxberg07.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423284964911803746" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Impressionen aus dem tiefsten Herzen der Hölle, Teil 2:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NhQxNCVRI/AAAAAAAAADA/tiJ3lKhHzMI/s640/Boxberg08.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423285316998026514" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Impressionen aus dem tiefsten Herzen der Hölle, Teil 3:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NhbB1nAeI/AAAAAAAAADI/IvLji02wSmA/s640/Boxberg09.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423285493261861346" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Impressionen aus dem tiefsten Herzen der Hölle, Teil 4:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center; width: 600px; height: 400px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NhojFMPbI/AAAAAAAAADQ/wEA32NGvpKE/s640/Boxberg10.jpg" border="0" alt=""id="BLOGGER_PHOTO_ID_5423285725523885490" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2430900696952246511?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2430900696952246511/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2430900696952246511&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2430900696952246511'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2430900696952246511'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/12/impressionen-aus-dem-kraftwerk-boxberg.html' title='Impressionen aus dem Kraftwerk Boxberg'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/S0NV786ptFI/AAAAAAAAACI/Lfgb7B_kztc/s72-c/Boxberg01.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-8336953018029895151</id><published>2009-11-30T21:00:00.026+01:00</published><updated>2010-01-05T22:04:52.203+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emotionen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Die volle Familien-Dröhnung</title><content type='html'>Die vergangenen vier Tage stellten für mich den Höhepunkt und krönenden Abschluß eines alles in allem sehr anstrengenden Monats da. Nachdem ich Anfang November ein neues Projekt bei einem Softwarehaus in Dortmund begonnen hatte, welches mich unter der Woche fast täglich 10 Stunden lang forderte, stand das Monatsende im Zeichen eines gänzlich anderen Ereignisses von deutlich privaterer Natur. Die Mutter meiner Liebsten, also (wenn nichts mehr schiefgeht) meine zukünftige Schwiegermutter, feierte am 26. November ihren 50. Geburtstag. Wobei diese Aussage so eigentlich bereits nicht ganz korrekt ist, denn gefeiert wurde praktisch durchgängig vom 26. bis zum 29. November. Und meine Liebste und ich waren für das ganze Programm in die Lausitz eingeladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit aber noch nicht genug: Da ich die Familie meiner Liebsten zuvor noch nicht kennengelernt hatte, stellte diese Einladung gleichzeitig auch meinen Antrittsbesuch bei ihren Eltern dar. Glücklicherweise sollte dies - der ursprünglichen Zeitplanung zufolge - wenigstens quasi in Raten erfolgen. Am Donnerstag (nach der etwa siebenstündigen Anreise mit diversen Staus) hätte uns eigentlich nur die Mutter selbst vor Ort erwarten sollen, während der Vater noch unterwegs gewesen wäre, um seine Eltern abzuholen, und mit ihnen am Freitag auf der Bildfläche erschienen wäre. Und erst am Samstag hätte ich dann den gesamten Rest der Familie kennenlernen sollen. Soweit, wie gesagt, der Plan.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich in der Lausitz angekommen, stellte sich die Situation jedoch vollkommen anders dar. In trauter Runde erwarteten uns im Wohnzimmer der Familie nicht nur die Eltern meiner Liebsten, sondern auch noch alle vier Großeltern, ein Onkel und obendrein auch noch die Familienkatze, übrigens der wohl größte Kater, den ich jemals gesehen habe. Zum Glück hat mich wenigstens dieser vollkommen ignoriert, aber auch sonst hatte ich alle Hände voll zu tun, jegliche Peinlichkeiten und Fettnäpfchen zu vermeiden und auch sonst einen möglichst guten Eindruck zu machen. Zum Glück gab es zwischendurch wenigstens noch eine kurze Verschnaufpause, da wir noch das für uns angemietete Zimmer in der örtlichen Freizeiteinrichtung beziehen mußten. Dennoch wurde es ein sehr langer und anstrengender Abend, aber zumindest hat mich niemand gefressen oder in der Luft zerrissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem auf diese Weise der schlimmste Teil überstanden war, haben wir uns am nachfolgenden Freitag für einige Stunden verdrückt und eine Freundin meiner Liebsten in Weißwasser besucht. Diese haben wir zunächst mit einem großen Obstkorb beschenkt und sie dann zu ihrer Überraschung zum Geocaching mitgeschleppt. Was sie letzten Endes davon gehalten hat, ist mir nicht ganz klar, aber jedenfalls sind wir auf diese Weise allesamt etwas an die frische Luft gekommen, was uns zwischen den ganzen Feierlichkeiten sicherlich einmal ganz gut tat. Außerdem haben wir uns gemeinsam noch ein Bißchen das mittlerweile endlich weitgehend renovierte Schloß und den Schloßpark des Fürsten Pückler in Bad Muskau angesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile war noch mehr Verwandtschaft eingetroffen, so daß ich so langsam begann, den Überblick zu verlieren. Nach einem ausgiebigen Abendessen wurde der Abend mit Bowling verbracht, wobei ich zwar die weniger sportlichen Teilnehmer deutlich abhängen konnte, jedoch den "Profis" wie gewohnt nicht das Wasser reichen konnte. Auch Bowling ist eben nicht so ganz meine Sportart, aber ich habe ja auch niemals behauptet, ein besonders sportlicher Typ zu sein. Am Samstagvormittag ging es dann zu einer ganz individuellen Führung ins Braunkohle-Kraftwerk Boxberg, in dem beide Eltern meiner Liebsten arbeiten. Für mich persönlich stellte dies einen der Höhepunkte des Wochendes dar, über den ich bei Gelegenheit noch separat berichten werde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Samstagabend sollte schließlich den krönenden Abschluß der Feierlichkeiten zum 50. Geburtstag der Gastgeberin darstellen. Mittlerweile waren anscheinend noch mehr Verwandte erschienen, dazu auch noch diverse Nachbarn und Arbeitskollegen, und damit wußte nunmehr auch meine Liebste mit der Mehrzahl der Gäste nicht mehr viel anzufangen. Ein opulentes Festmahl unter anderem mit Wildgerichten wurde aufgetischt, und daran anschließend verlustierte sich ein nicht unerheblicher Teil der Belegschaft erneut beim Bowling, während der Rest in kleinen und größeren Grüppchen über dies und jenes schwatzte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich begann der Abend zu diesem Zeitpunkt, etwas langweilig zu werden, was sich auch durch das spätere Auftauchen von schätzungsweise 20 weiteren Arbeitskollegen des Geburtstagskindes nicht gravierend änderte. Schließlich hatte ich mit den meisten der Anwesenden absolut kein gemeinsames Gesprächsthema, und die wenigen anderen waren die meiste Zeit über von anderen Leuten belagert. Besonders einer der Kollegen nervte im wahrsten Sinne des Wortes "tierisch" durch irgendwelche Stories über seine offenbar als Hobby betriebene Tierzucht, so daß mir irgendwann nichts anderes mehr übrig blieb, als das Weite zu suchen, bevor es mir dermaßen auf den Kranz gegangen wäre, daß ich unhöflich hätte werden müssen. Statt dessen habe ich mich dann lieber durch die interessanteren Teile der Getränkekarte gearbeitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch das als große Überraschung und nach ganz viel vorheriger Geheimniskrämerei dargebrachte Geburtstagsständchen der Arbeitskollegen für die Gastgeberin mit selbst verfaßtem Text vermochte den Abend irgendwie nicht mehr so ganz herauszureißen. Wobei ich mich immer noch frage, wieso die Kollegen der Meinung waren, in ihrem Ständchen ausdrücklich vor der Tochter des Geburtstagskindes warnen zu müssen. Tja, Leute, das hättet Ihr mir wohl besser vorher sagen müssen, immerhin bin ich inzwischen schon seit Anfang Februar mit ebendieser Tochter zusammen. Jedenfalls vermochten die selbsterkannten Musikanten den berühmten Satz "Singe, wem Gesang gegeben" leider nur zur Hälfte zu erfüllen, so daß ich ganz froh war, als sie damit fertig waren. Einige Zeit später war es dann überstanden, und wir fielen todmüde und erschöpft ins Bett.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der darauffolgende Morgen war bereits komplett von Abreisestimmung beherrscht. So ziemlich alle Anwesenden (mittlerweile "nur" noch die doch ziemlich weitläufige Familie) wirkten von den Feierlichkeiten erschöpft. So wurden beim Frühstück relativ still und leise die reichlich vorhandenen Reste vom Abendessen vertilgt. Obwohl meine Liebste und ich mit Abstand die weiteste Heimreise hatten, blieben wir am längsten und reisten erst kurz vor dem Mittag ab. Unsere Gastgeber schienen von der ganzen Anstrengung dermaßen fix und alle zu sein, daß es zu keiner ausführlichen Verabschiedung mehr reichte. So machten wir uns denn auf den langen und zeitraubenden Rückweg, allerdings nicht ohne zuvor noch mit gefühlt einem halben Kofferraum voll selbstgebackenem Christstollen ausgestattet worden zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf diese Weise fand ein langes Wochenende sein relativ ruhiges Ende. Na ja, was heißt hier eigentlich "Ende" - schließlich mußte ich, nachdem ich von Donnerstag bis Sonntag die volle Familien-Dröhnung abbekommen hatte, uns noch bis ins Ruhrgebiet zurück fahren und zwischendurch obendrein noch einen mehrstündigen Zwischenhalt zu Hause in Bielefeld einlegen, weil ich noch meine Umsatzsteuervoranmeldung für November abgeben mußte (denn vor dem 10. Dezember komme ich nicht mehr nach Hause, wo ich alle dafür benötigten Unterlagen beisammen habe). Aber auch das hat irgendwie noch funktioniert. Vollkommen erledigt fielen wir kurz vor Mitternacht ins Bett - was aber natürlich nicht heißt, daß ich heute nicht gleich schon wieder in aller Herrgottsfrühe hätte aufstehen müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenigstens scheine ich die gleichzeitige Vorstellung bei praktisch der gesamten Familie meiner Liebsten einigermaßen unbeschadet überstanden zu haben. Ich habe mich nicht blamiert, niemand hat mir offene Ablehnung entgegengebracht, vielleicht mag mich sogar der eine oder andere, aber um das wirklich herauszufinden, war die Zeit zu knapp und die Menge der geladenen Gäste nun auch wieder eindeutig viel zu groß. Was allerdings derartige monströse Feierlichkeiten im größtmöglichen Kreise angeht, so mußte ich wieder einmal feststellen, daß mir diese doch einigermaßen zuwider sind. Wenn wir irgendwann auf die Idee kommen, zu heiraten, sollten wir uns dafür dringend irgendeinen Modus überlegen, bei dem allein schon die gewählte Örtlichkeit die Zahl der teilnehmenden Personen drastisch einschränkt. Vielleicht in einem Heißluftballon. Oder in einem Mini-U-Boot. Oder in einer Mondrakete...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-8336953018029895151?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/8336953018029895151/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=8336953018029895151&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/8336953018029895151'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/8336953018029895151'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/11/die-volle-familien-drohnung.html' title='Die volle Familien-Dröhnung'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-1193668172766602311</id><published>2009-11-25T23:00:00.002+01:00</published><updated>2009-11-25T23:18:14.981+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Impressionen aus dem Leinbachtal (Pfalz)</title><content type='html'>Aus beruflichen Gründen komme ich zur Zeit unglücklicherweise nicht dazu, wie gewohnt ausführliche Kommentare zum großen und kleinen Weltgeschehen zu bloggen. Zum Ausgleich möchte ich hier aber wenigstens mal ein paar Impressionen aus dem schönen Leinbachtal in der Pfalz zeigen. Gerade im Herbst, wenn die Blätter an den Bäumen bunt werden und nach und nach zu Boden fallen, zeigt sich diese schöne Gegend von einer besonders charmanten Seite. Lehnt Euch beim Betrachten der Bilder zurück, genießt und träumt - vielleicht von einem eigenen wunderschönen Herbst-Ausflug in den Pfälzer Wald im nächsten Jahr...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leinbach und Biedenbacherwoog:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/06c5dc48-a1dd-40e8-8704-b66bffe5bf99.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Biedenbacherwoog und alter Trift-Teich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/b479797c-f7de-4554-8810-0f307374d718.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Woog weiter oben im Tal:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/c904fafc-6ad2-40ff-b363-71ac2828a41f.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herbststimmung am Flößerteich:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/dcd759be-cfbb-473e-bf37-48b2746431da.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die alte Brücke über den Leinbach:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/d54abd40-a405-4deb-b021-10f5f94d3d3d.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Oktobersonne flutet über den Wanderweg:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/e6e4f5cc-28ff-4ea8-a143-de68e657fd60.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Licht- und Schattenspiel in den Blättern:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/f36dbd84-268f-424c-a35d-15693701ebea.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wanderung durch den herbstlichen Wald:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/d50a7caf-6248-451c-b283-f231b7fb0b88.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seltsames Holz-Kunstwerk am Wegesrand:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/124f5309-b259-46d5-aba3-4ff927c31dbe.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kleine Treppe, von Herbstlaub bedeckt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/344ad4e7-b58b-46eb-8ccc-0b4d59c8457e.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stilleben mit verschiedensten Brauntönen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/cf56d3a0-e129-47e3-8895-2d79a278d3ab.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blick hinauf ins schwindende Blätterdach:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="display:block; margin:0px auto 10px; text-align:center;cursor:pointer; cursor:hand;width: 600px; height: 400px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/d341ebaf-e4e8-4f6c-9b39-c371e55e3fea.jpg" border="0" alt=""/&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-1193668172766602311?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/1193668172766602311/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=1193668172766602311&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/1193668172766602311'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/1193668172766602311'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/11/impressionen-aus-dem-leinbachtal-pfalz.html' title='Impressionen aus dem Leinbachtal (Pfalz)'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-4768385399350661613</id><published>2009-10-15T19:24:00.005+02:00</published><updated>2009-10-15T19:27:14.900+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Wie, wo, was, weiß OBI - aber verrät es keinem!</title><content type='html'>Am vergangenen Wochenende habe ich während unserer Suche nach dem Geocache &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=6e27b7d2-5bd3-4a4e-96ae-c856da1b7939"&gt;GC1WWH1&lt;/a&gt; "Trau Dich 20 - Altes Zollamt" in Leipzig meinen schönen Schraubenzieher mit den praktischen Wechsel-Bits verloren. Das gute Stück hatte mich über viele Jahre und diverse Umzüge hinweg treu begleitet. Jetzt liegt es auf einem Fahrstuhl, der in seinem Schacht feststeckt und sich wohl nie wieder vom Fleck rühren dürfte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute Nachmittag war ich bei OBI, um einen Ersatz für diesen Verlust zu kaufen. Im Schraubenzieher-Regal in der Werkzeugabteilung gab es jedoch lediglich ein einziges Modell mit Wechsel-Bits. Dieses kostete satte 22,49 &amp;euro; und hatte einen dermaßen klein geratenen Griff, daß vermutlich nicht einmal meine Liebste damit vernünftig arbeiten könnte. Für mich war er jedenfalls deutlich zu klein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also habe ich mal einen OBI-Mitarbeiter, der in der Nähe im Schneckentempo mit dem Einräumen eines Regals beschäftigt war, angesprochen, ihm den Schraubenzieher unter die Nase gehalten und gefragt: "Gibt's das auch für Männer?" Der Typ glotzte erst nur ziemlich blöde, aber als ich ihm dann erklärt hatte, daß ich einen Schraubenzieher mit einem größeren Griff suchte, meinte er, nein, das sei leider das einzige Modell mit austauschbaren Bits.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas später fand ich zufälligerweise in einem völlig anderen Regal zwischen Klemmen und diversem anderem metallenen Gedöns einen ganzen Korb voller wunderschöner Schraubenzieher mit einem hinreichend dicken Griff und diversen auswechselbaren Schrauber-Bits. Diese kosteten lediglich 3,29 &amp;euro; und verfügten im Gegensatz zu dem fast sieben Mal so teuren anderen Modell auch noch über einen Teleskop-Magneten z. B. zum Aufheben von heruntergefallenen Schrauben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich etwas später dem selben OBI-Mitarbeiter anklagend diesen Schraubenzieher vor die Nase gehalten habe, war dieser keineswegs überrascht, sondern antwortete mir glatt: "Ja, aber das ist doch nur Billigware." Ach so, dachte ich bei mir, jetzt wird mir so einiges klar! OBI möchte offensichtlich nur teure Produkte verkaufen, selbst wenn diese den Kunden überhaupt nicht zufrieden stellen, und sogar auf das Risiko hin, daß der Kunde dann woanders kauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie, wo und was weiß OBI offenbar ganz genau, aber verrät es lieber keinem, sondern gibt sogar (offenbar wissentlich) falsche Auskünfte, um den Kunden abzuzocken. Ich schätze mal - um auf eine ältere OBI-Werbung zurückzukommen - bei Eisen-Karl wäre das nicht passiert! Nur zu schade, daß es in Bielefeld keinen so tollen Fachhändler für Metallwaren wie z. B. &lt;a href="http://www.ludwigohlendorf.de/"&gt;Ohlendorf&lt;/a&gt; in Braunschweig gibt, sonst hätten mich die orangenen Eichhörnchenwemser zum letzten Mal gesehen...!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-4768385399350661613?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/4768385399350661613/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=4768385399350661613&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4768385399350661613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4768385399350661613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/10/wie-wo-was-wei-obi-aber-verrat-es.html' title='Wie, wo, was, weiß OBI - aber verrät es keinem!'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6863886043059641233</id><published>2009-10-13T23:14:00.008+02:00</published><updated>2009-10-13T23:21:53.395+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><title type='text'>Lost Place: Trau Dich 17 - Alter Postbahnhof Leipzig</title><content type='html'>Am vergangenen Sonntag waren die Mietz und ich zusammen mit Stabru-Frank wieder einmal auf großer &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lost_Place"&gt;Lost-Place&lt;/a&gt;-Tour und haben dabei fünf Lost-Place-Geocaches in Leipzig gesucht und gefunden. Wenn man mit offenen Augen durch die Stadt fährt, scheint gerade Leipzig auf dem besten Wege zu sein, sich zu einem einzigen großen Lost Place zu entwickeln. So viele leerstehende Gebäude, vom lediglich renovierungsbedürftigen Zustand bis zur abbruchreifen Ruine, habe ich auf so engem Raum noch nirgends gesehen. Teilweise befinden sich diese sogar mitten in der Stadt, fast direkt neben den Neubauten im Zentrum oder neben dem nach der Wende erneuerten Hauptbahnhof.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den letzten Jahren wurden in vielen dieser Bauten Lost-Place-Geocaches verlegt. Besondere (auch überregionale) Aufmerksamkeit in der Geocacher-Szene hat sich dabei die "Trau Dich"-Reihe erworben, und dies mit Recht. Alte Industriebauten, Druckereien, ehemalige Getreidemühlen und unterirdische Fluchtbunker sind nur ein paar Beispiele für Örtlichkeiten, die im Rahmen dieser Serie vorgestellt werden. An diesem Wochenende haben wir unter anderem die Geocaches &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=6e27b7d2-5bd3-4a4e-96ae-c856da1b7939"&gt;GC1WWH1&lt;/a&gt; "Trau Dich 20 - Altes Zollamt" und &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=64e7f1c5-bc4b-41fa-ba85-2052a12f31e3"&gt;GC1NFFK&lt;/a&gt; "Trau Dich 17 - Alter Postbahnhof Leipzig" besucht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zeigte sich, dass die alten Leipziger Bahnpostanlagen dem stetig steigenden Postverkehr immer weniger gewachsen waren. Deshalb wurde die Errichtung eines neuen, zentralen Postbahnhofs und Bahnpostamts beschlossen. Als Standort wurde ein Gebiet nördlich der Leipzig-Dresdner Bahnstrecke auf der südlichen Schönefelder  Flur ausgewählt. Die gesamten Baukosten beliefen sich einschließlich des Grundstückserwerbs auf 5 Millionen Mark. Am 1. Februar 1912, fast drei Jahre vor der Eröffnung des Leipziger Hauptbahnhofs, konnte der Leipziger Postbahnhof in Betrieb genommen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Hauptgebäude des Leipziger Postbahnhofs ist 200 m lang und hat eine überdachte Fläche von 16000 m². Die achtbogige Halle des als Kopfbahnhof ausgestalteten Objekts überspannte 26 Gleise (13 für die Preußischen und 13 für die Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen) und 16 Bahnsteige. Der Platz für bis zu 90 Bahnpostwagen machte den Leipziger Postbahnhof zur größten Bahnpostanlage seiner Zeit. Im Jahre 1913 wurden im Postbahnhof Leipzig 10,4 Millionen Stück abgehende und 4,8 Millionen Stück ankommende Pakete umgeschlagen. Hinzu kamen überdies noch 36 Millionen Stück im Durchgangsverkehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe der Zeit wurde der Postbahnhof ständig baulich erweitert und technisch verbessert. So wurde 1936 an der Rohrteichstraße ein großer Erweiterungsbau fertig gestellt, der den betrieblichen Anforderungen bis zur Schließung 1994 genügen konnte. Mit der Umwandlung der Deutschen Bundespost in die Deutsche Post AG stellte diese die Bahnpost im gesamten Bundesgebiet ein und verlagerte die Posttransporte auf die Straße und in die Luft. Die unter Denkmalschutz stehenden Anlagen des Leipziger Postbahnhofs stehen seitdem leer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachfolgend möchte ich mit ein paar beispielhaften Fotos die Faszination und die morbide Schönheit dieses Lost Places vorstellen. Insgesamt habe ich in den Stunden, die wir auf dem Gelände verbracht haben, 190 Fotos geschossen, die ich an dieser Stelle natürlich nicht alle veröffentlichen kann. Rationale Betrachter mögen auf diesen Bildern vielleicht nur den Verfall sehen, phantasiebegabten Menschen wird sich jedoch erschließen, daß hier jeder Stein den Hauch der Geschichte atmet. An dieser Stelle sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Betreten eines derartigen Geländes natürlich immer nur auf eigene Gefahr erfolgt. Jeder Besucher sollte sich stets der Eigenverantwortlichkeit seines Handelns bewußt sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rückwärtige Ansicht der Bahnhofs-Hallen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/daa8a2c7-3687-4583-a630-2a5bfb74e1ae.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aussicht über Bahnhofshalle und Verwaltungs-Trakt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/840828ce-ee97-4cbd-b740-590d386f3e16.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Blick durch die gut erhaltene Bahnhofshalle:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/7512dfa1-8e0b-40dc-8c33-92a9a494899a.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bunte Graffiti an der Wand zum Bürotrakt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/74cce188-9920-4f48-8049-17b115bd04c0.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Büro im Erdgeschoß des Lieferungsbereiches:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/af25c049-88df-484a-96a3-05b22ecae3a8.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Definitiv keine korrekte Aufbewahrung alter Akten:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/7a48e999-bc7f-48b2-8333-e43fa75a5a7c.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gut erhaltener Waschraum, noch mit Papier im Spender:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/2e187322-6dd1-4095-8745-3f91927ff4df.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schummriger Lichteinfall durch halb blinde Fenster:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/a7134ee4-1b6b-4947-901d-0ce211d079f5.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stimmungsvolle "Licht-Installation" in einem Büro:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/d39ab2ab-407b-4e5a-bb4c-18ca2d25d88f.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Rohrgewirr in einem staubigen, verfallenden Keller:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/1d59cd1d-4872-4c45-b13d-8e630b700ae3.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6863886043059641233?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6863886043059641233/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6863886043059641233&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6863886043059641233'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6863886043059641233'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/10/lost-place-trau-dich-17-alter.html' title='Lost Place: Trau Dich 17 - Alter Postbahnhof Leipzig'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2682712331496432725</id><published>2009-10-07T20:10:00.000+02:00</published><updated>2009-10-07T20:10:45.090+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><title type='text'>Spaß mit CD-Brennprogrammen</title><content type='html'>Bis vor ein paar Jahren habe ich immer brav die Originale meiner Musik-CDs im Auto mit mir spazieren gefahren. Spätestens nach der zehnten teuren Original-CD, die entweder durch Einwirkung von Sommerhitze oder durch meinen leider etwas rabiaten CD-Player unwiderbringlich zerstört wurde, habe ich mich eines Besseren besonnen und führe seitdem nur noch Kopien meiner kostbaren CDs mit. Die Originale sind alle zu Hause sicher verwahrt, damit ich bei Bedarf darauf zurückgreifen kann. Abgesehen von ein paar CDs mit ebenso legal wie kostenlos aus dem Internet heruntergeladenen Songs einiger ziemlich exotischer Heavy-Metal-Bands zum Beispiel aus Rußland oder Brasilien habe ich selbstverständlich keine Kopien von Musikstücken im Auto, die ich nicht zuvor völlig legal erworben habe. Dies sei an dieser Stelle sicherheitshalber vorausgeschickt, um besserwisserische Kommentare zum Thema Urheberrecht zu vermeiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem sich im Laufe dieses Sommers wieder einmal einige meiner schon vor Jahren kopierten CDs witterungsbedingt verabschiedet hatten, hatte ich mir schon seit einiger Zeit vorgenommen, diese zu ersetzen. Zu meinem Erstaunen fand ich allerdings weder auf meinem in der Zwischenzeit neu gekauften Laptop noch auf meinem ebenfalls in der Zwischenzeit neu erworbenen Desktop-PC im Software-Menü irgendein Programm, das in der Lage gewesen wäre, Audio-CDs zu kopieren. Und dies, obwohl beide Rechner nicht nur über einen CD-Brenner verfügen, sondern auch als softwaremäßig ab Werk voll ausgestattet angepriesen wurden. Offenbar steht es mit derartigen Versprechungen ähnlich wie mit den Wahlversprechen in der Politik: Wenn es hinterher darauf ankommt, sind sie nicht einmal mehr das Papier wert, auf dem sie gedruckt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf meinem Laptop fand ich schließlich irgendwo in einer alten Sonic-Installation, die ich offenbar vor Jahren mal mit irgendeinem gekauften Software-Paket miterworben hatte, aber mangels Bedarfs nie benutzt hatte, ein Brennprogramm, das behauptete, CDs kopieren zu können. Dessen Ergebnisse hielten allerdings nicht einmal den geringsten Qualitätsansprüchen stand, denn die damit gebrannte CD strotzte bereits im ersten Track nur so vor ärgerlichen Macken, Pausen und Klickgeräuschen. Auch die anderen vorgefundenen Programme halfen mir nicht weiter: Burn4free kann keine Audio-CDs kopieren, und andere Programme wie zum Beispiel Apple iTunes oder der Windows Media Player können zwar sehr wohl CD-Inhalte als mp3-Dateien importieren und diese evtl. hinterher auch wieder auf CDs brennen, aber zum einen ist das allerspätestens bei mehreren CDs viel zu umständlich und zum anderen geht beim Konvertieren in das mp3-Format einfach zu viel von den Originaldaten verloren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbst ist der User! Also habe ich einige Zeit im Internet nach CD-Brennprogrammen gesucht, die in der Lage sein sollen, Audio-CDs zu kopieren. In einigen Foren fand ich dabei zunächst Hinweise auf ein Programm mit dem schönen Namen &lt;a href="http://www.feurio.de/"&gt;feurio!&lt;/a&gt;, welches als Shareware zum kostenlosen Testen aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Beim Versuch, es auszuprobieren, erkannte das Programm jedoch meinen CD-Brenner nicht und schien damit zunächst hoffnungslos überfordert zu sein. Es verlangte von mir, einen kompatiblen Brennmodus aus einer ellenlangen Liste mit mir völlig unbekannten Einstellmöglichkeiten für irgendwelche exotischen CD-Writer mit teils völlig kryptischen Namen auszuwählen - eine Aufgabe, die wohl allenfalls ein absoluter Fachmann lösen könnte, während der Durchschnitts-User damit selbstverständlich völlig überfordert wäre. Also habe ich stumpf den ersten, voreingestellten Modus ausgewählt und das Programm trotz diverser Warnmeldungen einfach mal machen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu dem vorher getesteten, ersten Brennprogramm schien feurio! die CD problemlos kopieren zu können. Die Klangqualität schien auf den ersten Blick exzellent, es gab keine Störungen oder Aussetzer. Beim kompletten Durchhören der CD begann ich mich dann aber nach einiger Zeit etws zu wundern, daß die Track-Anzeige beim zweiten Track stehenblieb, der laut der Anzeige meines CD-Players irgendwie länger und immer länger zu werden schien und tatsächlich den gesamten Rest der CD umfaßte, immerhin mehr als eine Stunde. Nachdem der letzte Ton der CD verklungen war, lief der Track seltsamerweise immer noch weiter. Als sich dann der letzte Ton etwa alle zehn Sekunden zu wiederholen begann und der CD-Player damit gar nicht mehr aufzuhören zu wollen schien, wurde mir schließlich klar, daß ich schon wieder einen CD-Rohling nutzlos verbraten hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tracks 3 bis 11, welche mir der CD-Player immerhin noch anzeigte, konnten gar nicht mehr angespielt werden, das Gerät suchte sich nach dem Inhalt der Tracks einen Wolf. Offenbar hatte feurio! zwar das Inhaltsverzeichnis der CD noch korrekt auf den Silberling geschrieben, sämtliche Inhalte des zweiten bis elften Tracks jedoch in den zweiten Track geschrieben und anschließend den Rest der CD noch etwas verhunzt. Irgendwie machte mir dieses Erlebnis leider wenig Mut, noch irgendwelche weiteren der vom Programm vorgeschlagenen Modi auszuprobieren, zumal ich für diese nirgends irgendeine Dokumentation finden konnte. Daß ich nach diesem Reinfall natürlich keine Lust verspürte, das Programm käuflich zu erwerben, sondern es statt dessen wieder deinstalliert habe, dürfte wohl irgendwie verständlich sein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem anderen Diskussionsforum fand ich anschließend mehrere Hinweise auf ein kostenloses Programm namens &lt;a href="http://www.exactaudiocopy.de/"&gt;Exact Audio Copy&lt;/a&gt;, das (wie der Name schon sagt) ebenfalls in der Lage sein sollte, Audio-CDs zu kopieren. Zu meiner Freude erkannte dieses Programm sofort nach der Installation meinen CD-Writer und behauptete, mit diesem Modell auch keinerlei Probleme zu haben. Ich legte also eine zu kopierende Original-CD ein und wählte im Menü die Kopier-Funktion aus. Daraufhin meckerte das Programm, es sei keine beschreibbare CD im Laufwerk. Gut, dachte ich mir, dann lege ich eben eine ein, die Software wird schon wissen, was sie tut. Weit gefehlt! Nach dem Einlegen versuchte Exact Audio Copy längere Zeit (natürlich vergeblich), die Tracks der Original-CD von demm gerade eingelegten Rohling zu lesen. Dann stürzte es mit einer unverständlichen Fehlermeldung ab. Dieses Verhalten war mehrfach reproduzierbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Offenbar ist Exact Audio Copy mit Rechnern, die nicht über zwei getrennte Laufwerke zum Lesen und Schreiben von CDs verfügen, hoffnungslos überfordert. Ist ja auch so selten! Schade, daß manche Entwickler nicht über ihre eigene Hardware-Konfiguration hinaus denken können. Einstellen kann man die zu verwendenden Laufwerke leider auch nirgends. Also blieb mir nur eines, nämlich, auch dieses Programm gleich wieder zu deinstallieren. Wobei der mitgelieferte Uninstaller die Software leider ebensowenig rückstandsfrei entfernte wie bei feurio!, denn bei beiden blieben sowohl die Einträge im Startmenü als auch der Programm-Ordner zurück und mußten danach manuell entfernt werden. Von dem mp3-Encocer, den ich mir noch woanders besorgen und händisch dazu installieren (und natürlich auch wieder deinstallieren) mußte, einmal ganz zu schweigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im dritten Versuch gelang es mir schließlich doch noch, ein brauchbares Programm zum Kopieren von CDs zu finden. Es nennt sich &lt;a href="http://cdburnerxp.se/"&gt;CDBurnerXP&lt;/a&gt;, kommt offenbar aus Schweden und ist absolut kostenlos. Es erkennt mein CD-Kombi-Laufwerk problemlos und brennt, jedenfalls nach allen meinen bisherigen Versuchen zu urteilen, offenbar vollkommen einwandfreie CDs. Etwas irritiert bin ich allerdings noch angesichts der Tatsache, daß das Programm behauptet, daß die von mir verwendeten Rohlinge von &lt;a href="http://www.imation.de"&gt;imation&lt;/a&gt; angeblich kein Test-Schreiben zulassen würden, womit ich früher mit den selben Rohlingen aus der selben Packung (ich brenne nicht so viele CDs, eine 50er-Spindel hält bei mir ewig und drei Tage) niemals irgendwelche Probleme hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem wirft es die Original-CD nach dem Einlesen nicht selbsttätig aus, weshalb ich mir nicht so ganz sicher bin, was passiert, wenn man vor dem Einlegen des neuen CD-Rohlings auf "brennen" klickt, und ich möchte dies sicherheitshalber auch lieber nicht ausprobieren. Aber letzten Endes zählt doch nur das Ergebnis, und es ist doch wohl besser, wenn die Software (auch ohne Testschreiben, dafür mit etwas Mitdenken von Benutzerseite) einwandfreie CDs produziert, als wenn trotz multipler nutzloser Gimmicks im Programm, stundenlanger vorgeblicher Tests und Warnungen des Benutzers vor seiner eigenen Dämlichkeit am Ende doch wieder nur unbrauchbare CDs beim Brennen herauskommen. Also werde ich dieses Programm jetzt einfach mal weiter verwenden, und wenn ich noch irgendetwas Neues darüber zu berichten haben sollte, werde ich dies bei passender Gelegenheit auch tun. Und bis dahin können mir alle als angeblich so toll angepriesenen, anderen Brennprogramme mal gestohlen bleiben!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2682712331496432725?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2682712331496432725/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2682712331496432725&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2682712331496432725'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2682712331496432725'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/10/spa-mit-cd-brennprogrammen.html' title='Spaß mit CD-Brennprogrammen'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-1248353402537565868</id><published>2009-10-01T19:28:00.009+02:00</published><updated>2009-10-01T19:51:14.153+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><title type='text'>Impressionen aus dem "Lost Place Camp"</title><content type='html'>Vielleicht sollte ich diesem Artikel eine kurze Erläuterung des Begriffes "Lost Place" voranstellen. Lassen wir daher erst einmal &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lost_Place"&gt;Wikipedia&lt;/a&gt; sprechen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Der Begriff Lost Place ist ein Kunstwort aus dem englischen Sprachraum und bedeutet sinngemäß "vergessener Ort". Meistens handelt es sich um Bauwerke aus der jüngeren Geschichte, die entweder noch nicht historisch aufgearbeitet (bzw. erfasst) worden sind, oder aufgrund ihrer geringen Bedeutung kein allgemeines Interesse finden und daher nicht als besonders erwähnenswert gelten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;[Der Begriff] &lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lost Place wird oft gleichbedeutend mit Industrieruinen oder nicht mehr genutzten militärischen Anlagen gebraucht. Eigentlich wird die Bezeichnung aber für jedweden Ort gebraucht, der im Kontext seiner ursprünglichen Nutzung in Vergessenheit geraten ist. Insbesondere zählen dazu Orte, die nicht als Industriedenkmäler bewusst für die Nachwelt erhalten werden und dadurch einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Faszination dieser Orte liegt aber genau in dieser Ursprünglichkeit und der fehlenden (touristischen) Erschließung, die dem Besucher die Möglichkeit bietet, selbst auf „Entdeckungsreise“ zu gehen und dabei Geschichte individuell und hautnah erleben zu können. Auf der anderen Seite birgt diese Eigenart der Plätze auch manchmal unterschätzte Gefahren. Des Weiteren ist das Betreten solcher Orte selten rechtlich eindeutig definiert, weswegen Besucher von Lost Places auch zuweilen lieber anonym agieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein höchst interessanter Lost Place sind die Albuhera + Victoria Barracks Werl. Diese ehemaligen Kasernen der britischen Streitkräfte in Deutschland wurden am 20. 07. 1994 geschlossen. Inzwischen hat sich die Location nicht nur in Kreisen von Lost-Place-Fans herumgesprochen. Auf dem Gelände gibt es einen Geocache namens &lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=03e899b2-aec9-4e78-8584-d700d5340445"&gt;"Lost Place Camp"&lt;/a&gt; (GC1C7FH), der jedoch leider einige der interessantesten Stellen des Kasernengeländes ausläßt. Aber auch die &lt;a href="http://feuerwehr-boenen.de/index.php?option=com_content&amp;amp;task=view&amp;amp;id=450&amp;amp;Itemid=51"&gt;Feuerwehr&lt;/a&gt; hat das Gelände als Schauplatz für Großübungen entdeckt. Na, hoffentlich fackeln die dabei nicht alles ab...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die nachfolgenden Fotos sind dazu gedacht, dem geneigten Leser dieses Blogs ein paar Eindrücke von der Faszination eines derartigen "verlorenen" Geländes zu geben, das weitgehend Wind und Wetter überlassen ist und seither schrittweise von der Natur zurückerobert wird. Rationale Betrachter mögen auf diesen Bildern vielleicht nur den Verfall sehen, phantasiebegabten Menschen wird sich jedoch erschließen, daß hier jeder Stein den Hauch der Geschichte atmet. An dieser Stelle sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Betreten eines derartigen Geländes natürlich immer auf eigene Gefahr erfolgt. Jeder Besucher sollte sich stets der Eigenverantwortlichkeit seines Handelns bewußt sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Herbstliche Stimmung im "Lost Place Camp":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/01246697-7a10-40b4-a010-de4d3a018506.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ehemalige Turnhalle der Kaserne:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/c7bb21db-e738-4e95-9a6d-aee113c9a48d.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine der beiden Kirchenruinen auf dem Gelände:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/2aeedfa8-51ce-4d77-beac-618a95781773.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Vorführsaal des ehemaligen Kinos "Globe":&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/056472f8-42cd-42ec-b107-edf5d25bfd21.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Theke der ehemaligen (Offiziers-?) Kantine:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/0816abb2-d61e-4828-a95d-b37669459a73.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wandbild in einer ehemaligen Telefon-Nische:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/f009cf71-6d07-431b-9851-6e772f2b08f1.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Kesselraum des früheren Heizkraftwerkes:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/85ec8fff-07af-4be0-bbbd-306950bdd717.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier hat wohl jemand zu viel PipeMania gespielt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/cec66a42-d383-4822-9eb7-494f18024b5e.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Natur erobert sich verlorenes Terrain zurück:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/343424d6-769d-47ef-95d2-95df0af6134c.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch für Pilzfreunde könnte das Gelände interessant sein:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 570px; height: 380px;" src="http://img.geocaching.com/cache/log/435a5517-b51c-4d50-ac20-db2a8af33b93.jpg" alt="" border="0" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-1248353402537565868?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/1248353402537565868/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=1248353402537565868&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/1248353402537565868'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/1248353402537565868'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/10/impressionen-aus-dem-lost-place-camp.html' title='Impressionen aus dem &quot;Lost Place Camp&quot;'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-363352184003231072</id><published>2009-09-30T16:25:00.000+02:00</published><updated>2009-09-30T16:25:35.201+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Mit Freiberuflern kann man's ja machen...</title><content type='html'>In letzter Zeit stelle ich zu meinem Verdruß wieder einmal fest, daß Projektgeber und Projektvermittlungen offenbar der Meinung sind, daß man mit Freiberuflern umspringen kann, wie man gerade lustig ist. Um kurz das Themenfeld zu umreißen: Ich bin seit Anfang 2005 als freiberuflicher Berater im IT-Bereich tätig. Projekte bei größeren Firmen werden normalerweise nur über Projektvermittlungen in Auftrag gegeben, welche bei derartigen Ausschreibungen oft gegeneinander konkurrieren. Für ihre Vermittlertätigkeit kassieren diese Firmen ganz ordentliche Prozentsätze von den Stundensätzen, die die Endkunden an die auf diese Weise vermittelten Berater bezahlen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das übliche Vorgehen dieser Agenturen besteht darin, Anfragen für Ausschreibungen, die bei ihnen eintrudeln, auf ihre eigenen Webseiten und/oder bei darauf spezialisierten Online-Anbietern wie &lt;a href="http://www.gulp.de"&gt;GULP.de&lt;/a&gt; einzustellen. Da sich kaum ein Vermittler jemals die Mühe macht, derartige Unternehmens-Ausschreibungen mit eigenen Worten umzuformulieren, findet man auf diese Weise oftmals bei mehreren Anbietern ein und den selben Text. Als interessierter Freiberufler schreibt man diese Firmen dann an, erklärt mit vielen Worten, warum man der perfekte Kandidat für dieses und genau dieses Projekt ist, und schickt der jeweiligen Projektvermittlung sein Beraterprofil zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meistens wird daraufhin von einem verlangt, die darin enthaltenen Daten noch einmal in eines oder teilweise auch mehrere, natürlich für jede einzelne Vermittlerfirma spezifische Formulare einzutragen (als wenn man nichts Besseres zu tun hätte - wofür bekommen diese Firmen eigentlich ihre Prozente?). Anschließend landet man mit seinen Daten beim jeweiligen Vermittler in einer großen Datenbank, hört in den allermeisten Fällen von dem ursprünglich angefragten Projekt nie wieder etwas, wird aber eventuell später wieder für weitere Projekte kontaktiert. Bei manchen Anbietern soll man die selben Formulare allerdings immer und immer wieder ausfüllen. Manchmal sogar noch per Fax!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über diesen ganz alltäglichen Wahnsinn hinaus leisten sich einige Vermittlerfirmen oder die von ihnen vertretenen Kunden allerdings immer mal wieder ein Verhalten, welches einen nur noch mit dem Kopf schütteln und an seinem gesunden Menschenverstand zweifeln läßt. Anfang 2006 hatte mich beispielsweise ein Vermittler für ein Projekt bei einer der weltweit führenden Airlines vorgestellt. Monatelang war angeblich alles klar, der Kunde wollte mich angeblich unbedingt anheuern und es waren angeblich nur noch Details zu klären, so daß es angeblich jeden Tag mit dem Projekt hätte losgehen können. Nach über drei Monaten wurde dann plötzlich von einem Tag auf den anderen das gesamte Projekt ohne jede Begründung gestrichen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Etwas ganz Ähnliches erlebe ich derzeit mit einem Projektvermittler, der einen ziemlich großen Kunden aus dem Bereich der - sagen wir mal - Nahversorger betreut. Seit etwa einem Monat heißt es von Seiten der Projektvermittlung immer wieder, daß der Kunde akuten Bedarf nach sofortiger Unterstützung für ein äußerst dringendes Projekt hat. Angeblich soll mich der dafür zuständige Projektleiter des Kunden bei allernächster Gelegenheit anrufen - heißt es jetzt mittlerweile schon seit mehr als vier Wochen. Angeblich kommt er immer nicht dazu, weil sein Projekt so dringend und so unterbesetzt ist, daß er nicht einmal die Zeit dazu findet, sich um die benötigte externe Unterstützung zu kümmern. Also, ich würde dem Mann ja gerne helfen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst heute Morgen hat mich die Sekretärin der betreffenden Projektvermittlung wieder einmal angerufen. Ihr Chef habe ihr gesagt, sie solle mich bitte noch einmal anrufen und mich davon in Kenntnis setzen, daß ihr Kunde mich jetzt aber auch wirklich mit Sicherheit ganz unbedingt heute im Laufe des Tages vielleicht anrufen wolle, wenn er es nicht wieder vergessen sollte... Überflüssig zu sagen, daß dieser vollmundig angekündigte Anruf auch heute wieder einmal ausgeblieben ist. Ich möchte echt einmal wissen, ob diese Leute allen Ernstes glauben, daß man als Freiberufler nichts Besseres zu tun hat, als monatelang nur darauf zu warten, ob sie sich nun entscheiden können oder nicht. Vermutlich glauben sie es tatsächlich. Aber so ist es selbstverständlich nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen anderen Schwank aus dem projektvermittlerischen Komödienstadel erlebe ich im Moment gerade mit einem anderen Dienstleister, der sich an einer Ausschreibung für den Öffentlichen Dienst beteiligt. Da man als selbständiger Freiberufler bekanntlich keine Arbeitszeugnisse für seine absolvierten Projekte bekommt, möchte der öffentliche Kunde diese naturgemäß fehlenden schriftlichen Referenzen offensichtlich durch ein eigenes, handgestricktes Formblatt ersetzen, auf dem man sich von seinem Projektleiter im letzten Projekt bescheinigen lassen soll, daß, was und wie gut man dort gearbeitet hat. Der traurige Höhepunkt dieser absolut branchenunüblichen Vorgehensweise ist die schöne Formulierung: "Die Bewertung des Projekteinsatzes muß ein Ansprechpartner vom Referenzprojekt vornehmen."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die hierbei getroffene Wortwahl läßt mich argwöhnen, daß entweder der Vermittler oder (was wahrscheinlicher ist) sein Kunde aus dem öffentlichen Dienst von völlig falschen Voraussetzungen über das reale Wirtschaftsleben ausgehen. Ein Ansprechpartner eines Referenzprojektes &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;*muß*&lt;/span&gt; nämlich grundsätzlich erst einmal gar nichts, sondern steht allerhöchstens netterweise und ohne das Vorliegen irgendeiner Auskunftsverpflichtung zur Verfügung, sofern es ihm denn seine Zeit und das eigene Arbeitspensum erlauben, was gerade heutzutage nicht mehr unbedingt als selbstverständlich angesehen werden kann. Schließlich wird er ja weder von der Vermittlung noch von ihrem Kunden für diese Arbeitsleistung bezahlt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ehemaliger Mitarbeiter im Projekt kann ich ihn höchstens höflichst darum &lt;span style="font-weight:bold;"&gt;*bitten*&lt;/span&gt;, jemandem derartige Auskünfte zu erteilen - es liegt jedoch keinesfalls in meiner Macht, diese ultimativ einzufordern oder gar zu erzwingen. Denn schließlich dürfte solchen Dingen, die nicht zum Job des Auskunftgebenden oder zum operativen Geschäft seines Arbeitgebers gehören, im Vergleich mit der eigenen aktuellen Projektarbeit auch und gerade für einen Projektleiter sicherlich die niedrigste mögliche Priorität zukommen. Es ist also ziemlich vermessen, wenn ein Vermittler oder sein Kunde wie selbstverständlich erwarten, daß andere Unternehmen für solche Auskünfte mit Priorität teuer bezahlte Arbeitszeit bereitstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichtsdestotrotz habe ich besagtes Formular mit einem netten verbalen Blumenstrauß an meinen früheren Projektleiter zum Ausfüllen weitergeleitet. Daraufhin erlebte ich die nächste unliebsame Überraschung. Beim Projektgeber, einem namhaften deutschen Großunternehmen, ist man offenbar der administrativen Meinung, man dürfe derartige Auskünfte nicht geben, weil ich ja gar keinen Vertrag mit der Firma selbst, sondern einen mit meiner Vermittlung und diese wiederum ihrerseits einen mit dem Unternehmen hatte. Demzufolge muß nach Ansicht des Unternehmens meine Vermittlung das Formular ausfüllen. Man kapriziert sich auf die (rechtlich bislang leider völlig unbegründete) Aussage, man dürfe selbst keine Auskünfte über die Arbeit externer Berater im eigenen Hause geben, sondern müsse dies dem Projektvermittler überlassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Daraus ergeben sich natürlich zwei grundlegende Probleme. Zum einen hat offen gesagt niemand bei dieser Projektvermittlung auch nur den geringsten Schimmer, was ich während meiner fast drei Jahre in diesem Projekt fachlich wie technisch geleistet habe. Es hat sich auch nie jemand dafür interessiert, weil die Vermittlungsfirma auch so immer hübsch ihre Prozente kassiert hat. Lediglich die monatlichen Abrechnungen meiner absolvierten Stunden liefen über die Vermittlung. Das Management oder die Verwaltung der Firma wäre daher sicherlich keinesfalls der richtige Ansprechpartner für qualifizierte Auskünfte an meinen potentiellen neuen Endkunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen wird meine frühere Projektvermittlung sicherlich auch den Teufel tun, durch das bereitwillige Erteilen von Auskünften über meine Arbeit in meinem früheren Projekt einer anderen Projektvermittlung als unmittelbarem Konkurrenten dabei zu helfen, eine Projektausschreibung zu gewinnen. Von dieser Seite ist also gewiß keine Unterstützung zu erwarten (selbst wenn diese, wie gesagt, vermutlich auch wenig hilfreich wäre). Mal ganz abgesehen davon, daß meine aktuellen Verhandlungen mit irgendwelchen anderen Vermittlern meine frühere Projektvermittlung auch wohl kaum etwas angehen. Und das alles nur, weil mein früherer Kunde sich aus unerfindlichen Gründen querstellt, obwohl er selbst damals vor Projektbeginn auch alle möglichen Auskünfte eingefordert hatte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgesamt hat mich allein diese eine Projektausschreibung mit der ganzen Ausfüllerei diverser fragwürdiger Formulare, dem Senden, Empfangen, Beantworten, Weiterleiten, Zurückschicken und Archivieren von E-Mails, dem Betteln um Referenzauskünfte und den umfangreichen Erklärungen für die neue Projektvermittlung und für ihren Endkunden im öffentlichen Dienst bereits so viel Arbeitszeit gekostet, daß deren Wert in Euro unter Anrechnung marktüblicher Stundensätze langsam aber sicher den dreistelligen Bereich nach oben hin verläßt. Und dies, obwohl weder sicher ist, daß die Vermittlung tatsächlich Chancen hat, die öffentliche Ausschreibung zu gewinnen, noch, daß ich im Erfolgsfall auch tatsächlich mit diesem Projekt beauftragt werden würde. Und für meine bisherigen Bemühungen bekomme ich natürlich selbst im Erfolgsfall keinen Cent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da lobe ich mir letzten Endes doch fast schon wieder diejenigen Firmen, die sich auf die Zuschriften von Bewerbern konsequent überhaupt nicht melden und einem nicht einmal eine Absage erteilen, wenn man nicht berücksichtigt wird oder aus dem ganzen Projekt nichts geworden ist. Dabei kommt zwar logischerweise auch nicht mehr heraus, aber in diesem Fall verplempert man seine kostbare Zeit wenigstens nicht mit im Endeffekt vollkommen unnützer Arbeit und verbringt nicht wochenlang immer wieder ganze Tage damit, völlig sinnlose Formulare auszufüllen oder trantütigen, unfähigen oder einfach nur auskunftsunwilligen Vermittlern hinterherzulaufen. Aber mit Freiberuflern kann man's ja offenbar machen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-363352184003231072?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/363352184003231072/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=363352184003231072&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/363352184003231072'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/363352184003231072'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/mit-freiberuflern-kann-mans-ja-machen.html' title='Mit Freiberuflern kann man&apos;s ja machen...'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-7491858532041911277</id><published>2009-09-28T19:38:00.000+02:00</published><updated>2009-09-28T20:03:49.943+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Deutschland hat gewählt - und nun?</title><content type='html'>Nun ist sie also vorbei, die mit großer Spannung erwartete Bundestagswahl 2009. Und nachdem sich der Rauch verzogen hat, ist letzten Endes doch irgendwie alles wieder einmal beim Alten geblieben. Die selbsternannten "großen Volksparteien", die schon längst nicht mehr so groß sind, wie sie es selbst noch gerne glauben möchten, setzen ihre langjährige Talfahrt unbeirrt fort. Die bereits etablierten unter den sogenannten "kleineren" Parteien haben dafür allesamt etwas zugelegt. Aber frischer Wind durch neue politische Kräfte ist immer noch nicht ins Parlament eingezogen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die mit Abstand stärkste Wählergruppe sind auch dieses Mal wieder die Nichtwähler, deren Anzahl mittlerweile die 18-Millionen-Marke deutlich überschritten hat und damit fast doppelt so hoch ist wie die der SPD-Wähler und vor allem größer als die summierte Anzahl der Wähler der beiden Parteien CDU und FDP zusammen, die trotzdem oder vielmehr gerade deswegen jetzt die Regierung stellen. Wohl nie zuvor hat sich ein(e) Kanzlerkandidat(in) als Wahlsieger(in) fühlen dürfen, deren Partei tatsächlich nur von 19 Prozent aller wahlberechtigten Deutschen gewählt wurde!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei standen die Vorzeichen für echte politische Umwälzungen so gut wie schon seit langem nicht mehr. Die Große Koalition hatte sich vier Jahre lang abwechselnd durch Nichtstun oder durch bürgerfeindliche Entscheidungen hervorgetan. So ziemlich jeder im Lande dürfte sich eine völlig andere Politik gewünscht haben. Leider ist es aber nicht gelungen, den Menschen im Lande klarzumachen, daß sie diesmal mit ihrer Stimme eine realistische Chance gehabt hätten, tatsächlich etwas daran zu ändern. Und so sind die Politikverdrossenen leider wieder einmal zu Hause geblieben, anstatt die existierenden Alternativen zu wählen, und haben damit dafür gesorgt, daß alles beim Alten bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei der einen oder anderen kleineren Partei ist es sicherlich eher von Vorteil, daß sie aus der Schwäche der großen Parteien keine Gewinne herauszuschlagen vermochte. So sind erfreulicherweise die rechten Parteien nicht stärker geworden, auch die christlichen Fundamentalisten sind zum Glück für unser Land nicht nennenswert erstarkt, und für spiritualistische Spinner, die alle Probleme der Welt durch kollektive Meditation oder durch yogische Flieger lösen möchten, ist in diesem Lande offenbar auch kein Platz. Dies zeigt, daß die Deutschen zumindest in der Lage sind, zu erkennen, daß es nichts bringt, bestehenden politischen Schwachsinn durch noch größeren Schwachsinn zu ersetzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade hingegen ist es um das enttäuschende Ergebnis der Piratenpartei. 845.904 oder 2,0 Prozent der abgegebenen Stimmen sind zwar ein netter Achtungserfolg, der die Partei aus dem Stand auf den sechsten Platz in der Wählergunst befördert (wenn man die CDU/CSU einmal als eine Partei rechnet). Das ist mehr, als die Grünen bei ihrer ersten Bundestagswahl im Jahre 1980 erreicht haben. Aber damit ist natürlich noch nichts gewonnen! Zwar deutet sich an, daß zumindest ein nennenswerter Teil der Bevölkerung es sich nicht mehr länger bieten lassen möchte, wenn auch weiterhin persönliche Freiheitsrechte beschnitten und totalitäre staatliche Instrumente wie Zensur und flächendeckende Video-Überwachung geschaffen werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch die Massen kann man damit offenbar immer noch nicht mobilisieren. Der einzige kompromißlose Verteidiger der Bürgerrechte zu sein reicht im heutigen Deutschland offenbar nicht einmal für die 5-Prozent-Hürde. Unser Land gibt in dieser Hinsicht leider ein trauriges Bild ab. Und ausgerechnet darauf zu vertrauen, daß die nicht gerade für die Durchsetzung von unumstößlichen Idealen bekannte FDP zum Beispiel in Hinblick auf die geplante Internet-Zensur zu ihren Wahlversprechen steht, kann ja wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluß sein, nachdem die selbe Partei gerade erst in Sachsen zwecks Regierungsbeteiligung alle freiheitlichen Bedenken gegen stärkere staatliche Überwachungsmaßnahmen über Bord geworfen hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohin also steuert Deutschland nach der Wahl? Änderungen in der Wirtschaftspolitik werden wohl unausweichlich sein, und bei aller Liebe zum Sozialstaat erscheint mir die Kompetenz auf diesem Bereich in der neuen Regierung stärker vertreten zu sein - vorbehaltlich der noch zu treffenden Personalentscheidungen. Außenpolitisch dürfte sich eher wenig ändern, außer daß (wie irgendein Scherzbold letztens sagte) ein möglicher Außenminister Guido Westerwelle sogar Liechtenstein dazu ermutigen könnte, bei uns einzufallen. Für internationale Durchsetzungsfähigkeit dürfte er jedenfalls ebenso wenig stehen wie ein Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg. Dieser Part dürfte also auch weiterhin Chefsache bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber wenn die Chefin anderweitig beschäftigt ist, dürften in der Innenpolitik leider keine gravierenden Änderungen zu erwarten sein. Wie heißt das Sprichwort doch noch gleich so schön? "Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch." Wenn Frau Bundeskanzlerin Merkel sich auch weiterhin auf die sogenannte Fachkompetenz ihres Kabinetts verläßt, werden unserem Land weitere peinliche und demokratiefeindliche Alleingänge aus dem Hause Schäuble und vor allem aus dem Hause von der Leyen wohl nicht erspart bleiben. Ich fürchte sehr, daß sich gerade in diesen Punkten durch die künftige Regierungsbeteiligung der FDP nichts ändern wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus dem Innenministerium, das ja wohl kaum umbesetzt werden dürfte, ist ja kürzlich bereits eine Wunschliste für die Zeit nach der Wahl durchgesickert, die zahlreiche weitere, flächendeckende Überwachungsmaßnahmen beinhaltet. In dieser Hinsicht hätte wohl nur ein durchschlagender Wahlerfolg der Piratenpartei etwas ändern können. Und zwar mit mindestens 5 Prozent, so daß letztlich niemand mehr an ihrem Hauptanliegen vorbeigekommen wäre. In diesem Fall hätte es nämlich nach der Wahl nicht nur nicht mehr für schwarz-gelb, sondern nicht einmal mehr für eine Große Koalition gereicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun ja, vielleicht beim nächsten Mal - sofern beim nächsten Mal überhaupt noch genug Freiheit übrig ist, um deren Erhalt es sich zu kämpfen lohnt. Und genug Freiheit, um diesen Kampf überhaupt noch kämpfen zu können, ohne dafür gleich von staatlichen Stellen wegen eines angeblichen Terrorismusverdachtes oder sonstiger potentieller Greueltaten einkassiert zu werden. In Hinblick auf den Erhalt von Bürgerrechten wie das Recht auf Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit geht unser Land jedenfalls schweren Zeiten entgegen. Aber wir Deutschen tragen daran selbst die Schuld. Denn wir hatten ja die Wahl - aber wir haben sie nicht genutzt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-7491858532041911277?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/7491858532041911277/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=7491858532041911277&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7491858532041911277'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7491858532041911277'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/deutschland-hat-gewahlt-und-nun.html' title='Deutschland hat gewählt - und nun?'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-5375161645083461331</id><published>2009-09-24T00:54:00.007+02:00</published><updated>2009-09-24T00:59:44.959+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><title type='text'>Identität in der elektronischen Welt</title><content type='html'>Als ich am Dienstagmorgen mein Blog aufrief, erlebte ich (wie offensichtlich auch viele andere Blogger) eine böse Überraschung: Statt meiner eigenen Tweets von Twitter wurden die Tweets einer mir völlig unbekannten Person in mein Blog eingebunden. Dabei handelte es sich um einen gewissen Adam Croot aus Essex, der bei Twitter Inhaber des Benutzernamens "undefined" ist. Offenbar hatte das Twitter-Gadged von Blogger eine Fehlfunktion in einem Javascript, das anstelle des korrekten Twitter-Namens des jeweiligen Benutzers den Wert "undefined" zurücklieferte und damit dafür sorgte, daß die Tweets ebendieses Users in tausenden von Blogs angezeigt wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Armer Adam Croot! In den letzten zwei Tagen mußte er eine Flut von Beschwerden über sich ergehen lassen. Anfangs hat er noch versucht, die Sache mit Humor zu nehmen, aber da einige Benutzer seine sarkastischen Kommentare ("It's because I hacked the world!") nicht verstanden haben, dürfte die Sache für ihn mit der Zeit extrem lästig geworden sein. Er konnte ja überhaupt nichts dafür, bekam jedoch zu seinem großen Leidwesen die geballte Frustration der Blogger ab. Vielleicht hätte er allerdings noch etwas mehr Verständnis geerntet, wenn er sich während dieses Zeitraumes in seinen Tweets der Verwendung von Ausdrücken der Fäkalsprache enthalten hätte...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mittlerweile ist der Schaden offenbar behoben, und die Wogen haben sich einigermaßen gelegt. Allerdings zeigt dieser nervige Vorfall eines ganz deutlich: In der heutigen Online-Welt ist es zunehmend schwierig, seine eigene Identität zu bewahren und sich von anderen abzugrenzen. Tools wie das Twitter-Gadget in Blogger ermöglichen es zwar im Regelfall, seine verschiedenen eigenen Auftritte zu verknüpfen und beisammen zu halten, aber wehe, dabei geht einmal irgendetwas schief! Allzu schnell leidet man dann unter elektronischem Identitätsverlust, und schwupp-die-wupp sieht es für fremde Menschen so aus, als ob man ein ganz Anderer wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade im Zusammenhang mit Online-Durchsuchungen (Schäubles Stasi 2.0), rechtlich völlig unkontrollierten Internet-Sperren (Zensursula), fadenscheinigen Gerichtsurteilen ahnungsloser Juristen über Verantwortlichkeiten für Inhalte im Internet (das berüchtigte "Link-Urteil") sowie dummen, völlig technikfeindlichen Politikern ("Internet-Ausdrucker") könnten die Konsequenzen derartiger Zwischenfälle für eigentlich unbescholtene Bürger fatal sein. Durch technische Probleme fehlerhaft eingebundener Content könnte zur Sperrung von Seiten, zu Strafverfolgungen oder zu einer öffentlichen Ächtung führen, deren Auswirkungen selbst bei erwiesener Unschuld nur schwer wieder rückgängig zu machen sein dürften.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine schöne neue Welt ist das, in der sich die elektronische Identität von Menschen teilweise durch eine zufällige, durch anfällige Technik bestimmte Zusammenwürfelung zusammenhangloser, fremder Inhalte zu bestimmen droht! Auf diese Weise droht trotz aller Personalisierung des Netzes, trotz aller (noch!) bestehenden Möglichkeiten zur freien Meinungäußerung ein schleichender Verlust der Identität des Individuums in der elektronischen Welt, den der einzelne Mensch mangels eigener (technischer wie organisatorischer) Eingriffsmöglichkeiten nicht mehr aufzuhalten vermag. Ich finde diese Vorstellung ehrlich gesagt ziemlich erschreckend...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-5375161645083461331?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/5375161645083461331/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=5375161645083461331&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/5375161645083461331'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/5375161645083461331'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/identitat-in-der-elektronischen-welt.html' title='Identität in der elektronischen Welt'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2390079064252155848</id><published>2009-09-23T18:45:00.000+02:00</published><updated>2009-09-23T18:45:23.643+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Warnung vor dem elektronischen Personalausweis</title><content type='html'>Am 18. Dezember 2008 hat der Deutsche Bundestag die Einführung des sogenannten elektronischen Personalausweises beschlossen, der ab dem 1. November 2010 den bisherigen Personalausweis ablösen soll. Neu sind das Scheckkartenformat, ein Chip mit PIN und die digitale Speicherung eines biometrischen Bildes und der Fingerabdrücke des rechten und linken Zeigefingers. Der Ausweis wird außerdem auch einen elektronischen Identitätsnachweis bieten, der es ermöglichen soll, sich mit dem Ausweis und einem besonderen Lesegerät über das Internet elektronisch auszuweisen. Dazu wird eine Software namens "Bürger-Client" benötigt, die zusammen mit dem Ausweis ausgegeben werden soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit kann im Internet die sogenannte eID-Funktion genutzt werden. Das Verfahren ist etwas kompliziert, aber letzten Endes läuft es darauf hinaus, daß Dienstanbieter im Internet bestimmte, auf dem im Ausweis enthaltenen Chip gespeicherte Informationen übermittelt bekommen. Mit dem neuen Ausweis soll man auch Behördengänge, Online-Einkäufe und Bankgeschäfte tätigen können. Angeblich soll all dies freiwillig sein. Aber wie man es bereits von der erzwungenen Online-Abgabe von Steuererklärungen über ELSTER kennt, dürfte es vermutlich nur eine Frage der Zeit sein, bis auch die Nutzung des neuen Personalausweises zur elektronischen Identifikation und zur Abwicklung des Online-Zahlungsverkehrs verpflichtend wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf den ersten Blick hört sich all dies vielleicht noch nicht ganz so schlimm an. Aber man vergegenwärtige sich einmal, daß es dann einen einzigen Chip geben wird, auf dem nicht nur unsere sämtlichen personenbezogenen Daten, sondern auch Daten über unsere Finanzen, unser Einkaufsverhalten, unsere Behördengänge etc. gespeichert sind und jederzeit automatisiert abgerufen werden können. Irgendwann werden vielleicht auch noch unsere Gesundheitsdaten hinzukommen, mit der Argumentation: "Wozu noch einen weiteren Chip? Es ist doch viel praktischer, wenn man alles auf nur einer einzigen Karte hat!" Der Ausweis wird also quasi sämtliche Informationen enthalten, die es über einen Menschen gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zeitalter von Vorratsdatenspeicherung, Online-Durchsuchungen und Internet-Zensur dürfte es für die herrschenden Law-and-Order-Politiker dann nur noch eine Formalität sein, ein Gesetz zu verabschieden, daß einen jederzeitigen Abruf aller dieser Daten durch staatliche Stellen ermöglicht. Wie üblich wahlweise begründet mit angeblicher Terrorismusabwehr, nebulösen Gründen der inneren Sicherheit, Präventivmaßnahmen zur Verhinderung von Gewalttaten oder mit der Verfolgung von Kinderpornograhpie. Und dies alles garniert mit dem üblichen Killer-Argument, wer sich gesetzestreu verhalte, der habe ja auch nichts zu verbergen und nichts zu befürchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der jüngeren Vergangenheit haben unsere herrschenden Politiker jede erdenkliche Möglichkeit genutzt, neue Mechanismen zur Speicherung und Überwachung der Daten der gesamten Bevölkerung zu schaffen. Und diese werden von diversen Behörden auch weidlich ausgenutzt. Ungefähr 80 Anlagen zur Telekommunikationsüberwachung, die von insgesamt 38 Behörden genutzt werden, zeigen, daß es sich bei dieser Nutzung keineswegs um Einzelfälle (wie z. B. in der vielbeschworenen Terrorismusbekämpfung) handelt. Vielmehr rückt eine flächendeckende Überwachung aller Bürger immer mehr in greifbare Nähe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Datenflut, die jetzt auf dem neuen elektronischen Personalausweis gespeichert werden soll, eröffnet in dieser Hinsicht eine neue Qualität. Alles auf einem Chip, alles jederzeit auslesbar - und dies technisch gesehen auch noch völlig problemlos, weil dafür ja die inhärent unsichere RFID-Technologie verwendet werden soll. Damit wird es möglich, die gesamten Daten eines Menschen im Vorbeigehen per Funk aus dem Chip in seinem Personalausweis auszulesen, ohne daß er überhaupt etwas davon merkt. Übrigens prinzipiell nicht nur für Behörden, sondern auch für werbetreibende Firmen und für jede Art von technisch versierten Kriminellen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen die bereits erfolgte Einführung des biometrischen Reisepasses gab es einigen öffentlichen Widerstand. Daraus haben unserer Law-and-Order-Politiker jetzt offenbar gelernt und versuchen jetzt, uns den neuen Personalausweis über die angeblich so praktischen Funktionen schmackhaft zu machen. Die Medien sind bereits auf diesen Zug aufgesprungen und berichten nur in lobenden Tönen über die Vorzüge des neuen Ausweises. Das Leben soll damit in Zukunft angeblich für alle leichter werden - leichter wird es allerdings vor allem für die Überwachungsfanatiker und für diejenigen Politiker und Behörden, die offenbar ebenso große Angst vor ihrem eigenen Volke haben wie einst die Führung der DDR.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der neue Personalausweis stellt die Grundlage eines der bisher größten Schritte in Richtung Überwachungsstaat dar. Daten über Konsumverhalten und Finanzgeschäfte waren bisher in keinem Ausweis enthalten. Die jetzt geplante Zusammenführung aller dieser Daten ermöglicht jedem, der sie auslesen kann, jederzeit die Erstellung eines kompletten Persönlichkeitsprofils, das zu beliebigen Zwecken mißbraucht werden kann. Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum "gläsernen Bürger"! Da ist es dann auch kein weiter Schritt mehr zu Szenarien, in denen beispielsweise Zeugen vor Gericht durch Offenlegung von Aussagen über ihr Privatleben moralisch diskreditiert werden oder der Antrag auf Arbeitslosengeld abgelehnt wird, weil man erfolgreich privat Funde von Omas Dachboden auf eBay verkauft.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens wäre es mit den demnächst neu zu schaffenen technischen Möglichkeiten auch ein Leichtes, mißliebigen Bürgern (z. B. Kritikern des Überwachungsstaates) gefälschte Daten unterzujubeln und sie damit in Mißkredit zu bringen - technisch gesehen eine Kleinigkeit. Für den einzelnen Bürger würde es in diesem Fall äußerst schwer werden, das Gegenteil zu beweisen, denn nach offizieller Lesart ist die neue Technik ja angeblich fälschungssicher. Wir bewegen uns ohnehin bereits in Richtung einer totalen staatlichen Kontrolle über alle Aspekte des täglichen Lebens. Persönliche Freiheiten werden immer mehr eingeschränkt. Der neue elektronische Personalausweis ist perfekt dazu geeignet, diese äußerst gefährliche Entwicklung erheblich zu beschleunigen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2390079064252155848?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2390079064252155848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2390079064252155848&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2390079064252155848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2390079064252155848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/warnung-vor-dem-elektronischen.html' title='Warnung vor dem elektronischen Personalausweis'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-4153084743669815154</id><published>2009-09-22T22:48:00.000+02:00</published><updated>2009-09-23T18:45:57.618+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Neue Begründung für Wehrdienstverweigerung</title><content type='html'>In der aktuell geltenden Gesetzeslage gibt es eigentlich nur einen einzigen Grund, die Einberufung zum Wehrdienst wirksam zu verweigern. Artikel 4, Absatz 3, Satz 1 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland legt fest: &lt;I&gt;"Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden."&lt;/I&gt; Für eine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer muß der Antragsteller glaubhaft darlegen, dass er irreparablen seelischen Schaden erleiden und die Persönlichkeit zerbrechen würde, sollte er als Soldat einen Menschen töten müssen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach mir vorliegenden Informationen soll es daneben allerdings in den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhunderts auch die Praxis gegeben haben, Personen nicht zum Kriegsdienst heranzuziehen, wenn diese zuvor glaubhaft ihre ausdrückliche Ablehnung unserer sogenannten "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" dargelegt hatten. Übrigens werden auch anerkannte Zivildienstleistende gemäß § 26 Zivildienstgesetz ausdrücklich zur Achtung der "freiheitlich-demokratischen Grundordnung" verpflichtet. Offenbar legte man keinen Wert darauf, diese Grundordnung von Leuten beschützen zu lassen, die sie gar nicht beschützen wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts der in den letzten Jahren immer wieder aufkommenden Forderungen nach verfassungsrechtlich zumindest höchst bedenklichen Einsätzen der Bundeswehr im Inneren sollte es meiner Ansicht nach künftig einen weiteren Verweigerungsgrund geben: Der Antragsteller sollte den Wehrdienst verweigern können, wenn er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann, als Soldat potentiell im eigenen Lande gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung eingesetzt werden zu können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man braucht sich nur einmal anzusehen, wie bereits heute und in der Vergangenheit die Polizei gegen friedliche Demonstranten oder sonstige harmlose Bürger vorging und immer noch vorgeht, die lediglich ihre Grundrechte auf freie Meinungsäußerung und freie Entfaltung der Persönlichkeit wahrzunehmen versuchen. Mir persönlich sind durchaus noch Kolonnen von gepanzerten Wasserwerfern in Erinnerung, die optisch schon sehr stark an die berühmten Bilder aus China vom Platz des Himmlischen Friedens erinnern. Und zwar nicht etwa von irgendwelchen Anti-Terror-Einsätzen, sondern von eigentlich friedlichen Demonstrationen oder sogar von Fußballspielen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So hatte beispielsweise die Lübecker Polizei vor Jahren einmal mitten im tiefsten Winter bei einem Fußballspiel ein halbes Dutzend Wasserwerfer aufgefahren, obwohl beim betreffenden Spiel nicht die geringste Bedrohungslage bestand. Wäre es jedoch zu einem Einsatz gekommen, so hätte für harmlose Zivilisten jederzeit Lebensgefahr bestanden, nicht nur durch die gepanzerten Fahrzeuge selbst, sondern auch durch Erfrieren infolge wahllosen Beschusses mit kaltem Wasser - bei minus 7 Grad Celsius. Zum Glück mußten die Wasserwerfer in der Halbzeitpause vom Stadion abgezogen werden, da offenbar die Wassertanks eingefroren waren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies mag auf den ersten Blick zwar vielleicht amüsant klingen. Aber denken wir dieses Szenario doch einmal weiter! Wenn ein Einsatz der Bundeswehr im Inneren erst einmal möglich ist, wie lange wird es dann noch dauern, bis unsere paranoiden Politiker, die schon in dem Auftauchen der falschen Fähnchen bei ihren Wahlkampfveranstaltungen eine Bedrohung für die innere Sicherheit sehen, lauthals fordern, zum Schutz vor angeblich möglichen Ausschreitungen die Bundeswehr zur Bewachung der Städte und zum Kontrollieren von Demonstrationen einzusetzen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von diesem Punkt aus ist es nicht mehr weit zu Panzern vor dem Parlament und zu schwerbewaffneten Truppen, die öffentliche Demonstrationen begleiten und die Bürger, die ihr Grundrecht auf freie Meinungsäußerung ausüben wollen, durch ihre Präsenz einschüchtern. Und wer weiß, wann in diesem Fall der erste überforderte Kommandant durchdreht und die ersten toten Demonstranten auf den Straßen liegen? In unserem "Rechtsstaat" unmöglich? Pustekuchen! Etwas ganz Ähnliches hatten wir schließlich im Jahre 1967 schon einmal...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während sich also unsere Politiker nicht nur in puncto Zensur, sondern auch in puncto Angst vor dem eigenen Volke unseren hochgeschätzten chinesischen Freunden und Geschäftspartnern mit großen Schritten annähern, wird es meines Erachtens Zeit, der veränderten Sachlage durch eine Änderung der Praxis der Wehrdienstverweigerung Rechnung zu tragen, solange es noch so etwas wie eine "freiheitlich-demokratische Grundordnung" gibt, die man schützen kann. Soldaten oder Wehrpflichtige müssen das Recht haben, den Dienst in der Bundeswehr zu verweigern, wenn zu befürchten steht, daß diese im Inland gegen die im Grundgesetz festgelegten Grundrechte eingesetzt werden könnte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-4153084743669815154?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/4153084743669815154/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=4153084743669815154&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4153084743669815154'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4153084743669815154'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/neue-begrundung-fur-wehrdienstverweiger.html' title='Neue Begründung für Wehrdienstverweigerung'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-4898081150832715573</id><published>2009-09-17T18:15:00.003+02:00</published><updated>2009-09-17T18:30:00.991+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Veranstaltungen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Opt Out Day in Bielefeld - eine totale Lachnummer!</title><content type='html'>Für den heutigen 17. September hatte die &lt;a href="http://web.piratenpartei.de/"&gt;Piratenpartei&lt;/a&gt; bundesweit zum sogenannten &lt;a href="http://www.optoutday.de/"&gt;Opt-Out-Day&lt;/a&gt; aufgerufen. Dabei geht es darum, bei den örtlichen Meldebehörden der Weitergabe der eigenen personenbezogenen Daten zu widersprechen. Meldebehörden haben das Recht, persönliche Daten, wie zum Beispiel Adresse, Geburtstag, Konfession und Familienstand, an Dritte weiterzureichen, solange man sich nicht selbstständig und ausdrücklich in Schriftform dagegen ausspricht. Und dies sollte heute gemeinschaftlich in Form von konzertierten Aktionen erfolgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Bielefeld war erst heute Morgen bekanntgegeben worden, daß das Treffen um 17:45 Uhr vor der Bürgerberatung stattfinden sollte. Dieser Zeitpunkt stellte an und für sich bereits einen ziemlich ungeeigneten Termin dar, weil die Bürgerberatung nur bis 18:00 geöffnet hat und in diesem kurzen Zeitraum vermutlich gar keine größere Anzahl von Anträgen mehr hätte entgegennehmen können. Mal ganz abgesehen davon, daß sich um diese Zeit noch ungefähr 40 ganz offensichtlich nicht am Opt-Out-Day beteiligte Personen in der Warteschlange befanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das offiziell angekündigte Treffen erwies sich dann jedoch als pure Lachnummer. Ich war frühzeitig gegen 17:30 Uhr vor der Bürgerberatung. Bis 17:50 Uhr erschien gerade einmal eine einzige weitere Person. Von der Piratenpartei selbst war weit und breit niemand zu sehen. So erzielt man gewiß keine Öffentlichkeitswirkung! Deshalb haben wir angesichts der langen Warteschlange für heute lieber aufgegeben. Ich werde mein Formular dann abgeben, wenn ich irgendwann mal wieder um eine frühere Uhrzeit in der Stadt bin.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von der örtlichen Piratenpartei bin ich ehrlich gesagt ziemlich enttäuscht, und ich hoffe sehr, daß das nicht symptomatisch für die Organisationsfähigkeit dieser Partei auf Bundesebene steht. Wie will man eigentlich ein Land mitregieren (denn darum geht es schließlich in der Politik!), wenn man es offenkundig nicht einmal hinbekommt, für eine solche Aktion rechtzeitig einen Termin bekanntzugeben und dort dann auch gemeinsam als Partei in Erscheinung zu treten? Auf diese Weise erzeugt man nur noch zusätzliche Politikverdrossenheit! Ich weiß jetzt jedenfalls gar nicht mehr, wen ich wählen soll. Herzlichen Dank...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-4898081150832715573?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/4898081150832715573/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=4898081150832715573&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4898081150832715573'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4898081150832715573'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/opt-out-day-in-bielefeld-eine-totale.html' title='Opt Out Day in Bielefeld - eine totale Lachnummer!'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-4875499890192136351</id><published>2009-09-17T14:12:00.008+02:00</published><updated>2009-09-17T14:38:26.036+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Was ist eigentlich "geringe Schuld"?</title><content type='html'>Schon wieder ein interessantes Fundstück zum Thema des merkwürdigen Umganges unserer Rechtsprechung mit dem Thema Gewalt: In der Neuen Westfälischen von heute findet sich ein Artikel unter der Überschrift: &lt;a href="http://www.nw-news.de/lokale_news/bielefeld/bielefeld/3142235_Juristin_soll_eigenes_Kind_misshandelt_haben.html" target="_blank"&gt;Juristin soll eigenes Kind misshandelt haben&lt;/a&gt;. Ich denke, die NW wird es mir nicht übelnehmen, wenn ich an dieser Stelle aus diesem Artikel zitiere, damit der Sinn dieses Blog-Eintrages nicht verlorengeht, falls der Text irgendwann einmal im Archiv verschwinden sollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 255, 51);"&gt;"Eigenwillige Erziehungsmethoden soll eine 47-jährige Bielefelder Volljuristin im Laufe des Jahres 2006 bei ihrem damals fünfjährigen Sohn angewandt haben. Weil das Kind keine Erbsen mochte, soll sie ihm beim Essen die Augen verbunden und es mit einer Gabel in die Hand gestochen haben, um es zum Verzehr des ungeliebten Gemüses zu zwingen. Bei einer anderen Gelegenheit soll die Frau [...] ihren Sohn mit einer Fahnenstange geschlagen haben. In zwei weiteren Fällen soll sie den Jungen mit einer Gabel in den Nacken gestochen und mit der Hand heftig gegen die Stirn geschlagen haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 255, 51);"&gt;"Die Vorfälle wurden bekannt, weil der Fünfjährige einer Betreuerin im Kindergarten die durch die Misshandlungen entstandenen Verletzungen zeigte und erzählte, von wem und aus welchem Anlass sie ihm zugefügt worden waren. Von der Kita-Leiterin darauf angesprochen, soll die Mutter die Sachverhalte zugegeben, aber bagatellisiert haben. Die Polizei wurde informiert, die das Kind vernahm. Der Junge soll die Angaben, die er im Kindergarten gemacht hatte, wiederholt haben."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen frage ich mich natürlich, was eine Mutter dazu treiben kann, ihrem eigenen Kind so etwas anzutun. Für ein derartiges Verhalten gibt es in meinen Augen keine Ausreden. Es scheint ja offenbar nicht so zu sein, als ob der Mutter, vom Kinde bis zur Weißglut genervt, einmalig "die Hand ausgerutscht" wäre. Sondern die in diesem Artikel geschilderten Zwangsmaßnahmen erfüllen schon den Tatbestand der Folter. Wie die NW es ernsthaft wagen kann, so etwas lediglich als "Eigenwillige Erziehungsmethoden" zu bezeichnen, will mir nicht in den Kopf - ich finde diese verharmlosende Formulierung erschreckend!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Noch verstörender ist allerdings, wie die Justiz mit diesem Fall umgegangen ist: &lt;span style="color: rgb(204, 255, 51);"&gt;""Die Staatsanwaltschaft Bielefeld erhob Ende 2008 Anklage wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung gegen die Juristin. Vor einer Jugendrichterin fand jetzt in nichtöffentlicher Sitzung die Hauptverhandlung statt. Weil die Angeklagte von ihrem Schweigerecht Gebrauch machte, hätte sich die Notwendigkeit ergeben, den Sohn als Zeugen zu hören."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum eigentlich? In dem Artikel ist doch ganz deutlich davon die Rede, daß der Sohn bereits gegenüber der Kindergärtnerin und gegenüber der Polizei ausgesagt hat - und daß die Mutter die Mißhandlungen bereits zugegeben hatte! Wieso die Prozeßordnung es verlangen muß, daß trotz eindeutiger Sachlage nur dann ein Urteil möglich ist, wenn dem Kind wieder und wieder eine Aussage mitsamt dem Hochkommen der damit verbundenen Erinnerungen zugemutet wird, ist mir schleierhaft. Dem Wohl des Kindes sind solche Bestimmungen jedenfalls nicht zuträglich. Und so kam es am Ende, wie es kommen mußte:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(204, 255, 51);"&gt;""Der Junge befindet sich, wie auch seine drei Geschwister, mittlerweile in einer Dauerpflegefamilie."&lt;/span&gt; Warum wohl...?! &lt;span style="color: rgb(204, 255, 51);"&gt;"Die Pflegemutter und die anderen für das Wohl des Kindes zuständigen Personen waren der Meinung, dass eine Zeugenaussage die positive Entwicklung des Jungen stören würde und versagten ihre Zustimmung zur Vernehmung. &lt;b&gt;Das Verfahren gegen die Mutter wurde daraufhin wegen geringer Schuld eingestellt."&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: In unserem Rechtssystem ist es offenbar nicht möglich, trotz klarer Sachlage jemanden als Gewalttäter zu verurteilen, ohne das Opfer unnötig zu quälen. Und wenn diese Quälerei dem Opfer - das in diesem Fall ja längst ausgesagt hatte! - erspart bleiben soll, führt das dazu, daß die Gewalttat (trotz erfolgten Eingeständnisses, wenn auch nicht gegenüber der Polizei oder dem Gericht - offensichtlich kennt unser Rechtssystem also Zeugen erster und zweiter Klasse) vollkommen ungestraft bleibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der größte Hohn ist allerdings die Begründung für die Einstellung: &lt;B&gt;"geringe Schuld"&lt;/B&gt;! Wird die Schuld etwa dadurch geringer, daß dem Opfer die Qual einer erneuten Aussage erspart bleibt? Wird die Schuld etwa dadurch geringer, daß die Täterin die Aussage verweigert? (Denn anderenfalls wäre sie ja vermutlich doch verurteilt worden.) Wird die Schuld etwa dadurch geringer, daß die Angeklagte nicht zu ihren Handlungen steht? Oder verringert sich die Schuld etwa dadurch, daß der Prozeß mangels reißerischer Aussagen nicht spektakulär genug abgelaufen ist?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aus Sicht der Gerechtigkeit leben wir wirklich in einem armen Land, wenn eine solche Farce eines Prozesses mit einem derart absurden Ausgang möglich ist! Zum Glück dürfte angesichts des biologischen Alters der Angeklagten wenigstens bei ihr persönlich eine Wiederholungsgefahr so gut wie ausgeschlossen sein. Das jetzige Urteil dürfte auf sie anderenfalls wohl kaum eine sonderlich abschreckende Wirkung gehabt haben. Und auf Gewalttäter in anderen Familien wirkt es mit Sicherheit sehr beruhigend: Einfach weitermachen wie gehabt, denn wenn man nur die Schnauze hält, kann einem letzten Endes doch überhaupt nichts passieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-4875499890192136351?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/4875499890192136351/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=4875499890192136351&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4875499890192136351'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4875499890192136351'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/was-ist-eigentlich-geringe-schuld.html' title='Was ist eigentlich &quot;geringe Schuld&quot;?'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-1053452763386692644</id><published>2009-09-16T21:38:00.006+02:00</published><updated>2009-09-16T22:12:07.035+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kulinarisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Beutelschneiderei im Bültmannshof</title><content type='html'>Der &lt;a href="http://www.bueltmannshof.com/"&gt;Bültmannshof&lt;/a&gt; in Bielefeld wirbt zur Zeit mit "bayrischen Wochen". Da ich gerne Schweinshaxe esse, wollte mir meine Mutter heute Abend etwas Gutes tun und mich zum Essen einladen. Auf der sogenannten "bayrischen" Karte steht auch tatsächlich eine "Schweinshaxe vom Grill mit Bayrisch Kraut" für 9,50 Euro. (Draußen auf der Tafel mit den Tagesgerichten steht außerdem auch noch irgendetwas von einer Schweinshaxe für 10,80 Euro.) Wie haben also beide jeweils eine Schweinshaxe bestellt und uns überraschen lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und diese Überraschung ist dem Bültmannshof auch wirklich gelungen! Was uns letzten Endes serviert wurde, hatte vom Fleischgehalt ungefähr ein Sechstel der Größe einer normalen bayrischen Schweinshaxe und dazu eine fast vollkommen bißfestigkeitsfreie Konsistenz, die man ansonsten nur bei durchgedrehtem Hähnchenfleisch in Fast-Food-Restaurants kennt. Meine Mutter war noch so geistesgegenwärtig, zu fragen, ob das vielleicht eine vollkommen neue Züchtung von Schweinen wäre, aber der Kellner hat sie irgendwie nicht verstanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann kam dann ein offenbar höhergestellter Mitarbeiter vorbei (oder war das vielleicht sogar der Chef des Hauses?) und erklärte uns naseweis, daß es sich dabei um Spanferkelhaxen handeln würde. Ist ja alles schön und gut, aber meines Erachtens gehört diese wichtige Information doch wohl mit auf die Karte, damit man als Gast nicht fälschlicherweise auf die Idee kommt, daß man zu diesem ohnehin schon stolzen Preis auch wirklich eine richtige Schweinshaxe bekommen würde. Sondern lediglich etwas, das in Bayern bestenfalls als Vorspeisenteller durchgehen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedenfalls hat der Bültmannshof etwas geschafft, das ich zuvor noch nie erlebt habe und das wohl in Bayern auch noch nie jemand erlebt haben dürfte: Ich habe eine ganze Schweinshaxe bestellt und das, was ich bekam, vollständig aufgegessen - und habe danach noch Hunger! Um genau zu sein, werde ich mir jetzt erst einmal ein ordentliches Abendessen kochen. Und was den Bültmannshof angeht, so war ich (wie meine Patentante es gemeinhin auszudrücken pflegt) dort heute Abend zweimal: Das erste und das letzte Mal. Denn ich bin nicht gewillt, mir eine derartige Beutelschneiderei noch einmal bieten zu lassen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-1053452763386692644?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/1053452763386692644/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=1053452763386692644&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/1053452763386692644'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/1053452763386692644'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/beutelschneiderei-im-bultmannshof.html' title='Beutelschneiderei im Bültmannshof'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-8735338927272348116</id><published>2009-09-16T14:15:00.006+02:00</published><updated>2009-09-16T14:50:21.396+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Bloß nicht wehren!</title><content type='html'>Alle Welt diskutiert gerade den Fall des 50jährigen Geschäftsmannes, der in München vier Kinder vor einem Raubüberfall zu schützen versuchte und seine Zivilcourage mit dem Leben bezahlen mußte. Politiker aller Parteien instrumentalisieren den Vorfall im Wahlkampf für die seltsamsten Forderungen, meist nach noch mehr nutzlosen Überwachunskameras, für deren Überwachung überhaupt kein Personal vorhanden ist. Außerdem wird angesichts der Tatsache, daß etwa 15 Gaffer dem Mord tatenlos zugesehen haben, immer wieder zu mehr Zivilcourage aufgerufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was passiert denn, wenn tatsächlich jemand erfolgreich helfend eingreift, oder wenn sich das Opfer eines brutalen Angriffes mit den ihm gerade zur Verfügung stehenden Mitteln erfolgreich gegen einen Angreifer zur Wehr setzt? Wie der Fall eines Studenten zeigt, der letztes Jahr ebenfalls in München von serbischen Schlägern angegriffen wurde und es wagte, sich zu wehren, entblödet sich in solchen Fällen unsere Justiz nicht, mal eben schnell das Prinzip von Täter und Opfer umzukehren und damit die Gerechtigkeit ad absurdum zu führen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil er den Schläger in Notwehr schwer verletzt hatte, wurde der Student zu drei Jahren und neun Monaten Haft wegen angeblichen "versuchten Totschlags" verurteilt. Das zuständige Schwurgericht sah es in seiner Urteilsbegründung übrigens explizit als straferschwerend an, daß er sich "mehrfach als unschuldiges Opfer dargestellt" habe. Außerdem mußte er an den Täter einen Betrag von 12.500 Euro zahlen und sich bei ihm entschuldigen, was ich persönlich als besonders pervers empfinde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier der &lt;a href="http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/tz-messerstich-notwehr-student-bekommt-neuen-prozess-465262.html" target="_blank"&gt;vollständige Artikel&lt;/a&gt; aus der Münchner tz zur kürzlich erfolgten Überprüfung des Urteils durch den Bundesgerichtshof. Der Tatbestand des "vesuchten Totschlages" wurde dabei allerdings nicht in Frage gestellt. Offenbar ist auch der Bundesgerichtshof der Meinung, daß man sich gegen Angreifer nicht wehren darf, jedenfalls nicht mit wirksamen Mitteln, die den Angriff auch tatsächlich beenden könnten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was lernen wir daraus? Bloß nicht wehren! Wer sich gegen Angreifer wehrt, der muß sich hinterher bei diesen entschuldigen, ihnen Geld bezahlen und kommt dafür auch noch in den Knast. Nach der Meinung der Richter läßt man sich also wohl am besten widerstandslos totschlagen! Hauptsache, der ganze Vorfall ist hinterher gestochen scharf auf genügend Überwachungsvideos festgehalten, die man dann anschließend zur besten Sendezeit im Fernsehen senden und politisch ausschlachten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Konsequenz läßt natürlich auch den aktuellen Fall aus München in einem ganz neuen Licht erscheinen. Hätte einer der in den Medien kritisierten Gaffer tatsächlich so viel Zivilcourage bewiesen, dem Opfer beizustehen, und vielleicht einen der Täter dabei verletzt, säße der Helfer jetzt vermutlich im Gefängnis, während die Täter weiter frei herumlaufen und wehrlose Menschen ausrauben könnten. Aber angeblich leben wir ja in einem Rechtsstaat...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-8735338927272348116?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/8735338927272348116/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=8735338927272348116&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/8735338927272348116'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/8735338927272348116'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/blo-nicht-wehren.html' title='Bloß nicht wehren!'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6398336052642239211</id><published>2009-09-14T16:53:00.002+02:00</published><updated>2009-09-14T18:22:21.194+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Deutschlehrer, Wortverdreher und Literaturzerstörer</title><content type='html'>Über das just vergangene Wochenende hatte meine Liebste von ihrem Deutschlehrer an der Abendschule eine Hausaufgabe aufbekommen, für deren vollständige Bearbeitung Zeit in der ungefähren Größenordnung eines halben Tages draufgegangen ist. Diese Hausaufgabe hat uns somit nicht nur den Samstagnachmittag versaut, sondern auch wirkungsvoll verhindert, daß wir (wie eigentlich geplant) das Fest der 1.000 Lichter beim &lt;a href="http://www.seekrug.com/"&gt;Seekrug&lt;/a&gt; am &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Obersee_%28Bielefeld%29"&gt;Obersee&lt;/a&gt; besuchen konnten. Als sie mit allem fertig war, dürfte dort das letzte Licht wohl bereits verloschen gewesen sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Aufgabe bestand darin, Bilder zu interpretieren, die angeblich im ersten Kapitel des Romans "&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Effi_Briest"&gt;Effi Briest&lt;/a&gt;" von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodor_Fontane"&gt;Theodor Fontane&lt;/a&gt; vorkommen. Eine Liste der angeblichen Bilder war offenbar vorher von der Klasse im Unterricht erarbeitet worden, und diese sollten nun als Hausaufgabe auf ihre Aussage untersucht werden. So stellen beispielsweise verschiedene Pflanzen in einem Garten oder einzelne Architekturelemente Bilder dar, die angeblich auf das spätere, tragische Schicksal der Hauptfigur des Romans hindeuten sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angesichts dieser Aufgabe habe ich mich wieder an meine Schulzeit erinnert, wo wir im Deutschunterricht ständig ähnliche Aufgaben bearbeiten mußten, deren Sinn und Zweck nur allzu oft darin bestand, zusammenhängende Texte aus dem Zusammenhang zu reißen, sie Stück für Stück auseinanderzupflücken und dem Autor irgendeine Absicht zu unterstellen, die er beim Schreiben angeblich gehabt haben soll - darüber hinaus, die eigentliche Geschichte zu erzählen, versteht sich, aber genau dieser eigentlich wichtigste Aspekt von Literatur wird von der Zunft der Deutschlehrer im Allgemeinen ja geflissentlich ignoriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Warum können sich diese besserwisserischen Wortverdreher eigentlich niemals damit abfinden, daß sich beispielsweise Fontane vielleicht gar nichts Großartiges dabei gedacht hat, wenn er eine Örtlichkeit wie das Elternhaus von Effi Briest beschrieben hat? Kann es nicht einfach sein, daß er eine reale Örtlichkeit als Vorbild gewählt hat, an der er beispielsweise öfters vorbeikam oder die ihm vielleicht besonders gefiel, und diese dann einfach genau so beschrieben hat, wie er sie in der Realität vorfand, lediglich unter einem anderen Namen? Ich würde als Autor jedenfalls so vorgehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An diesem Beispiel wie auch an vielen anderen sieht man: Interpretation von Texten, gerade in einer derart formalisierten und erzwungenen Form wie im Deutschunterricht, ist nicht unbedingt förderlich für die Literatur an sich. Anstatt sie ihre vom Autor beabsichtigte Wirkung entfalten zu lassen, wird sie in vorgefertigte Denkschemata gepreßt, der Meinung des Chefinterpretierers (Deutschlehrers) angepaßt und zu einer Art von perfider Gedankenkontrolle mißbraucht. Du hast hier dieses oder jenes in den Text zu interpretieren, ob Du willst oder nicht, sonst gibt es schlechte Noten! Ein solcher Unterricht befördert die Literatur nicht, sondern er zerstört sie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein derartiger Umgang mit Texten ist allerdings kein neues Phänomen, und schon gar nicht neu ist der krampfhafte Versuch, Autoren irgendwelche Absichten und Motivationen zu unterstellen, die von diesen niemals geäußert worden sind. Bereits Johann Wolfgang von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Goethe"&gt;Goethe&lt;/a&gt; kritisierte derartige fehlgeleitete Interpretationsversuche und nahm sie (nicht etwa, wie oft fälschlicherweise behauptet, im &lt;a href="http://www.digbib.org/Johann_Wolfgang_von_Goethe_1749/Faust_I"&gt;Faust&lt;/a&gt;, sondern in den "&lt;a href="http://www.wissen-im-netz.info/literatur/goethe/gedichte/24.htm"&gt;Zahmen Xenien&lt;/a&gt;") mit den folgenden Worten auf's Korn:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Im Auslegen seid frisch und munter! Legt ihr’s nicht aus, so legt was unter."&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am besten funktioniert diese Praxis natürlich, wenn sich der Autor gar nicht mehr dagegen wehren kann, was inzwischen leider sowohl bei Fontane als auch bei Goethe der Fall ist. Und so steht es nun jedem Deutschlehrer frei, ihnen seine eigene, ganz persönliche Meinung als Absicht zu unterlegen und diese Interpretation kraft seines Amtes zur allgemeinverbindlichen Wahrheit zu erklären. Und selbstverständlich wird dies auch weidlich ausgenutzt, wie in den meisten Fällen, wenn Menschen die Macht haben, anderen Menschen ihre eigenen Gedanken aufzuzwingen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiteres Beispiel für einen Autor, der sich zu seinen Lebzeiten dagegen gewehrt hat, einer derartigen Praxis zum Opfer zu fallen, war J. R. R. Tolkien. Natürlich sind in seinem Fall die Täter eher in den Kreisen englischer Englischlehrer zu suchen, aber das Prinzip bleibt selbstverständlich das selbe. Nach Erscheinen des "Herrn der Ringe" hatten offenbar zahlreiche selbsternannte Literaturinterpreteure versucht, den Roman als Allegorie auf den Zweiten Weltkrieg betrachten zu wollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinem Vorwort zu der berühmten, später erschienenen "grünen" Ausgabe wehrte sich Professor Tolkien ganz entschieden sowohl gegen diese Interpretation als auch gegen alle sonstigen Versuche der Leute, ihm ungefragt irgendwelche sonstigen Motivationen zu unterstellen. Dort stellt er (gleich nach der Aussage, das Buch sei eigentlich zu kurz) unmißverständlich fest: "Was irgendwelche tiefere Bedeutung oder Botschaft betrifft, so gibt es nach Ansicht des Verfassers keine."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem er im Anschluß an diese Aussage die vermeintliche Allegorie, die dem Buch unterstellt wurde, mit guten Argumenten vollständig zu Fall gebracht hat, fährt Tolkien mit seiner Kritik der Kritiker fort: "Andere Lösungen mögen ersonnen werden je nachdem Geschmack oder den Ansichten jener, die Allegorien oder aktuelle Bezüge schätzen. Aber ich habe eine herzliche Abneigung gegen Allegorie in all ihren Erscheinungen, und zwar immer schon, seit ich alt und wachsam genug war, um ihr Vorhandensein zu entdecken."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den gesamten Text dieser Abrechnung des Autor und Literaturwissenschaftlers Tolkien mit den Interpreteuren seiner Werke möge jeder selbst nachlesen. Sie ist lehrreich und beleuchtet insbesondere sehr schön das Wesen dieser selbsternannten Kritiker. Insgesamt haben wir hier ein Beispiel eines Autors, der sich gegen den Mißbrauch seines Werkes noch wehren konnte und diese Möglichkeit auch ebenso inbrünstig wie scharfzüngig genutzt hat. Angesichts dessen, was heutzutage den Texten eines Goethe oder Fontane angetan hat, würden ihn diese beiden Schriftsteller vermutlich um diese Chance beneiden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Autor wünsche ich mir nur eines: Hoffentlich werden meine eigenen Werke niemals einem ähnlichen Schicksal anheim fallen wie Fontanes "Effi Briest", nämlich von selbstgefälligen Deutschlehrern dazu mißbraucht zu werden, durch die Verdrehung von Worten und die Unterstellung von Absichten anderen Menschen ihre eigene Denkweise aufzuzwingen. Bei dem Gedanken daran krampft sich mir bereits jetzt der Magen zusammen, und vermutlich würde ich mich, falls es eines Tages doch dazu kommen sollte, mit einer derartigen Frequenz im Grabe umdrehen, daß man einen gänzlich neuen Typ von Kraftwerk aus mir bauen könnte. Lehrer, laßt Literatur leben, anstatt sie zu zerstören!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6398336052642239211?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6398336052642239211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6398336052642239211&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6398336052642239211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6398336052642239211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/deutschlehrer-wortverdreher-und.html' title='Deutschlehrer, Wortverdreher und Literaturzerstörer'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-4173593646090260001</id><published>2009-09-10T13:31:00.005+02:00</published><updated>2009-09-10T15:35:48.650+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Stimmloser postalveolarer Frikativ</title><content type='html'>Geocaching bildet! Vor allem, wenn man sich beim Lösen der Rätsel von Mystery-Caches mal wieder hoffnungslos in zwar hochinteressante, jedoch vom Ersteller des Rätsels in keiner Weise beabsichtigte Richtungen verrennt. Bei einem dieser Ausflüge in die weite Welt des googelianischen Informationsüberflusses stieß ich auf ein Phänomen, welches ich Euch nicht vorenthalten möchte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der stimmlose postalveolare Frikativ hat in verschiedenen Sprachen unterschiedliche orthographische Realisierungen. Während er im Deutschen, Englischen, Französischen, Italienischen und in gewisser Weise sogar im Russischen relativ eindeutig als solcher erkennbar ist, gibt es im Schwedischen eine überraschende Sonderform. Hier kann dieser Laut nämlich auch durch ein "k" ausgedrückt werden, jedenfalls, wenn diesem im selben Wort unmittelbar ein "y" folgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was aber ist nun ein stimmloser postalveolarer Frikativ? Ganz einfach: ein stimmloser, hinter den Zähnen gebildeter Reibelaut, zum Beispiel "sch" - wie im deutschen Wort "Scheiße", im englischen Wort "shit" und übrigens auch im schwedischen Wort "kyrkan". Ein Hoch auf die tendenziell dysfunktionale, ostentative Fremdwortaffinität extensiv zerebral exkavierter Linguisten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich denke, es wird Zeit, an dieser Stelle ein weiteres kürzliches Fundstück aus dem Internet zu zitieren: "Ob das Universalnetz der Menschheit Aufklärung bringt, sei bezweifelt. Manchmal jedoch fördert das Durchsuchen der Abermillionen von Nodes überraschende Information zutage, die dem bereits Wissenden neue Impulse zur Interpretation des vorliegenden Kontinuums zukommen läßt. Wanderer des Netzes, wähle gut, welche Daten Du Dir in den Kopf lädst und welche Du lieber den Weiten des Raumes anvertraust, denn Unnötiges und Irreführendes findest Du an jeder Stelle, an der Du suchst." Amen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-4173593646090260001?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/4173593646090260001/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=4173593646090260001&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4173593646090260001'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/4173593646090260001'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/stimmloser-postalveolarer-frikativ.html' title='Stimmloser postalveolarer Frikativ'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6499765430621487902</id><published>2009-09-07T19:42:00.003+02:00</published><updated>2009-09-07T19:58:33.731+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Leonhard Euler und die lateinischen Sudokus</title><content type='html'>Bei Recherchen zu einem mal wieder fast unlösbar erscheinenden Rätsel-&lt;a href="http://www.geocaching.com/"&gt;Geocache&lt;/a&gt; stieß ich heute auf eine höchst interessante historische Information: Bereits im Jahre 1770 berechnete der Schweizer Mathematiker Leonhard Euler die Anzahl der mathematisch möglichen Sudokus, nämlich mehr als fünf Quadrilliarden, genauer gesagt: 5.524.751.496.156.892.842.531.225.600.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie kann das sein? Ganz einfach: Was wir heutzutage unter dem Begriff Sudoku kennen, ist beileibe keine japanische Erfindung! Knobelaufgaben mit Zahlenfeldern, in deren Zeilen und Spalten jede Ziffer nur einmal vorkommt, kannten schon die alten Römer. Diese sogenannten "Lateinischen Quadrate" beschäftigten seither Generationen von Mathematikern - so auch Leonhard Euler.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst im Jahre 1979 erfand der Amerikaner Howard Garns ein von Euler inspiriertes Knobelspiel namens "Number Place", dessen Regeln mit den heutigen Sudokus identisch sind. Fünf Jahre später übernahm der japanische Verlag Nikoli diese Rätselform und nannte sie: "Die Zahl, die allein steht", japanisch "suji wa dokushin ni kagiru" oder abgekürzt: Sudoku. Zum Welterfolg wurde das Spiel erst, als der Neuseeländer Wayne Gould es 1997 in Japan kennenlernte und ein erstes Computerprogramm zur Erstellung von Sudokus entwickelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Moral von der Geschichte? Nicht alles, was uns japanisch oder sonstwie fremd erscheint, muß deswegen auch gleich japanisch oder sonstwie fremd sein. Und nicht alles, was uns neu vorkommt, muß deswegen auch gleich neu sein. Vielleicht spielten vor über 2.000 Jahren bereits Varus und Arminius in ihrer Freizeit Sudoku, pardon, Lateinische Quadrate. Auf jeden Fall tat es Leonhard Euler im Jahre 1770.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6499765430621487902?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6499765430621487902/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6499765430621487902&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6499765430621487902'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6499765430621487902'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/leonhard-euler-und-die-lateinischen.html' title='Leonhard Euler und die lateinischen Sudokus'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2567389242140189569</id><published>2009-09-04T13:17:00.003+02:00</published><updated>2009-09-04T13:23:12.843+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Online-Petition: Briefgeheimnis auch für E-Mails!</title><content type='html'>Auf der Webseite des Deutschen Bundestages kann man jetzt eine &lt;a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=6692"&gt;Online-Petition&lt;/a&gt; unterstützen, in der gefordert wird: Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass das Briefgeheimnis auf elektronische Post (E-Mails) ausgeweitet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Begründung des ursprünglichen Antragstellers für diese Petition lautet: "Der Briefverkehr wird heutzutage immer mehr durch elektronische Korrespondenzen ersetzt. Der Inhalt dieser Post bleibt dabei unverändert. Daher halte ich es für wünschenswert, dass dem schützenswerten Charakter einer E-Mail genauso Rechnung getragen wird, wie das berechtigterweise bei Briefpost der Fall ist."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich finde diese Petition absolut unterstützenswert, weil damit angesichts der immer weiter greifenden Auswüchse des Überwachungsstaates zumindest dem Namen nach der rechtsfreie Raum beseitigt wird, in dem sich elektronische Post skandalöserweise bislang bewegt. Ob sich Polizei und Geheimdienste letzten Endes daran halten oder auch diesen wichtigen Teil des Grundrechtes auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung mit Füßen treten, steht natürlich auf einem anderen Blatt...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2567389242140189569?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2567389242140189569/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2567389242140189569&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2567389242140189569'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2567389242140189569'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/online-petition-briefgeheimnis-auch-fur.html' title='Online-Petition: Briefgeheimnis auch für E-Mails!'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-7842542161312353111</id><published>2009-09-04T11:30:00.005+02:00</published><updated>2009-09-04T11:58:39.140+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><title type='text'>Die neunte Münze</title><content type='html'>Erst vorgestern hatte ich in einem &lt;a href="http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/verlorene-munzen.html"&gt;längeren Beitrag&lt;/a&gt; den Verlust von acht Geocoins beklagt. Bereits heute ist diese Zahl jedoch nicht mehr aktuell, denn wie ich soeben erfahren habe, wurde am selben Tag eine neunte geklaut. Diesmal wurde sie vermutlich Opfer eines schlecht versteckten Caches, der von &lt;a href="http://geocaching-blog.de/?p=44"&gt;Muggeln&lt;/a&gt; gefunden und geplündert wurde. Angesichts von Preisen zwischen fünf und zehn Euro für die verschwundenen Coins werden diese Diebstähle mittlerweile ganz schön teuer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/10be03d6-8eb5-4d26-aa4e-5abf357e0680.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 149px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/10be03d6-8eb5-4d26-aa4e-5abf357e0680.jpg" border="0" alt="U 69, die lachende Kuh" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?guid=882e5297-07b0-4ad9-886e-66632ed632f2"&gt;U 69, die lachende Kuh&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese U-Boot-Geocoin war U 69 gewidmet, einem deutschen U-Boot vom Typ VII C aus dem zweiten Weltkrieg. Wie viele U-Boote hatte auch U 69 ein Maskottchen, eine auf den Rumpf des Bootes aufgemalte, lachende Kuh, die dem Logo eines seit 1921 in Frankreich verkauften Schmelzkäses ("La vache qui rit") entlehnt sein dürfte. Der erste Kapitän von U 69, Jost Metzler, veröffentlichte 1958 ein sehr lesenswertes Buch unter dem Titel "U 69, die lachende Kuh". Die Geocoin sollte in friedlicher Absicht Orte besuchen, mit denen U 69 damals während des Krieges in Berührung kam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider kam sie nur bis Sylt und wurde dort von gewissenlosen Dieben aus dem Cache GCNVKR "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=208c4258-1b03-429c-b519-1f65877ef314"&gt;Nordlicht&lt;/a&gt;" gestohlen. Mir soll niemand erzählen, daß diese nicht herausfinden könnten, was sie da eigentlich gestohlen haben, denn auf jeder einzelnen Geocoin stehen die Adresse der Webseite von Geocaching.com und die Nummer, unter der sie dort gefunden und geloggt werden kann. Warum Leute, die sich selbst vermutlich für harmlos und rechtschaffen halten würden, trotzdem immer wieder bei jeder Gelegenheit stehlen müssen wie die Raben, will mir einfach nicht in den Kopf...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-7842542161312353111?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/7842542161312353111/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=7842542161312353111&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7842542161312353111'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7842542161312353111'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/die-neunte-munze.html' title='Die neunte Münze'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-7807587243934557229</id><published>2009-09-03T19:06:00.002+02:00</published><updated>2009-09-03T19:51:49.268+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><title type='text'>Der Fluch der Mysterien</title><content type='html'>Als passionierter Geocacher möchte man natürlich nicht nur immer nur nach von fremden Leuten ausgelegten Caches suchen, sondern auch einmal selbst welche verlegen. Das ist allerdings gar nicht mehr so einfach, weil weite Teile unseres Landes mittlerweile so ziemlich flächendeckend mit Geocaches überzogen sind und man sowohl zu fremden Caches als auch zu sämtlichen Zwischenstationen z. B. von Multi-Caches einen Mindestabstand von 160,9 Metern (entsprechend 0,1 Meilen) einhalten muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei "traditionellen" Caches ist dieses Abstandhalten im Prinzip nicht weiter schwierig, weil diese sich (mehr oder weniger) exakt an den im Internet angegebenen Koordinaten befinden und man zu diesen relativ leicht einen ausreichenden Abstand halten kann. Schwieriger wird es bei Multi-Caches, da man hier wie gesagt nicht nur die im Listing angegebene Koordinate, sondern auch alle weiteren Stationen kennen und beim Abstandhalten berücksichtigen muß. Im Zweifelsfall kommt man also nicht umhin, sicherheitshalber alle umliegenden Multis zu absolvieren, bevor man selbst einen Cache in einem bestimmten Areal auszulegen versucht. Aber für einen findigen Geocacher mit etwas Zeit und Spürsinn sollte auch dies eigentlich kein Problem sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider gibt es allerdings noch eine weitere Sorte von Geocaches, die sich einem ganz unvermittelt in den Weg legen können und bei denen man oft genug weder eine Chance hat, vorauszusehen, daß man ihnen räumlich zu nahe kommt, noch, herauszufinden, wo sich eigentlich die Punkte im Gelände befinden, denen es auszuweichen gilt. Dabei handelt es sich um Rätsel-Caches, sogenannte "Mysteries". Hier müssen, bevor man sich überhaupt aus dem heimischen Sessel schwingt, beliebig komplizierte Rätsel gelöst werden, um überhaupt die tatsächlichen Koordinaten herauszubekommen, die es anzusteuern gilt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun gibt es durchaus einfache Mysteries, beispielsweise nach dem Muster "In welchem Jahr ABCD wurde der Erbauer des hier abgebildeten Gebäudes geboren, der Cache liegt bei den Koordinaten..." und diese werden dann direkt aus dem Jahr ABCD ermittelt. Dagegen ist im Prinzip auch überhaupt nichts einzuwenden, denn derartige Aufgaben sollte nun eigentlich wohl jeder lösen können. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad bei Mysteries leider nach oben offen, was gewisse Leute gerade im Raum Bielefeld mit schöner Regelmäßigkeit dazu mißbrauchen, ihre Caches mit schier unlösbaren Rätseln zu versehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar schöne Beispiele für derartige Caches sind die Caches GC174XV "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=5feee4b7-8a2b-413e-976c-d4edcdf45538"&gt;14610&lt;/a&gt;", dessen 10 größtenteils megaschwere Fragen meines Wissens inzwischen selbst der Owner des Caches nicht mehr alle beantworten kann, GC18GE4 "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=6ebd36a8-ddb5-4649-bf16-40c8fbad6445"&gt;Hohe Berge&lt;/a&gt;", der extremes Spezialwissen erfordert, mit dem vermutlich selbst gestandene Wissenschaftler der betreffenden Fachdisziplinen hoffnungslos überfordert wären, oder GC1JVXP "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=f8a37fce-89c5-4561-bd8d-27c7d4658c31"&gt;Unsichtbare Geheimnisse: Das Gespenst&lt;/a&gt;", bei dem man zwar recht schnell auf einen sicherlich richtigen Lösungsansatz kommt, sich mit diesem dann allerdings einer Herausforderung gegenübergestellt sieht, die selbst von der NSA und dem US-amerikanischen Verteidigungsministerium als unlösbar eingestuft und zertifiziert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da bei Mysteries in der Regel im Listing Fake-Koordinaten angegeben werden müssen, die sich in einem Umkreis von bis zu 3 Kilometern um die tatsächlichen Koordinaten befinden dürfen, hat man in relativ dicht mit Caches belegten Gebieten angesichts solcher unlösbarer Rätsel-Caches nur die Wahl, seine eigenen Caches auf Verdacht auszulegen und darauf zu hoffen, daß nicht nach ein bis zwei Tagen die Meldung vom zuständigen Reviewer kommt, daß man irgendeinem Mystery-Cache zu nahe gekommen ist und seinen eigenen Cache bitteschön verlegen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wohin man ihn verlegen soll, um das Problem zu beheben, wird einem der Reviewer allerdings leider nicht verraten, so daß man seinen Cache im Prinzip beliebig oft verlegen, neue Koordinaten angeben und wieder hoffen und bangen muß, daß man nicht schon wieder irgendwelchen für normale Menschen unfindbaren Dosen zu nahe gekommen ist. Dieser Versuch gleicht natürlich einem blinden Herumstochern im Nebel. Es soll schon vorgekommen sein, daß Geocacher bei derartigen verzweifelten Versuchen, neue Verstecke für ihre eigenen Caches zu finden, rein zufällig auf Dosen gestoßen sind, die sie anderweitig nie im Leben gefunden hätten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine viel häufigere und um so traurigere Konsequenz ist allerdings, daß sich viele Cacher kaum noch trauen, auch nur den Versuch zu unternehmen, selbst aufwendigere Caches zu verlegen. Denn bei einem eigenen Multi hat man mit etwas Pech an jeder einzelnen Station wieder das gleiche Problem und muß dann nicht nur die Stationen selbst so lange immer wieder verlegen, bis endlich alles zusammenpaßt, sondern auch die Hinweise an den Stationen selbst immer wieder anpassen, damit die Suchenden nicht durch veraltete Koordinaten in die Irre geführt werden. Da ist es auf Dauer doch viel einfacher, als neuen Cache nur noch irgendwo eine blöde Filmdose hinter ein Verkehrsschild zu stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts gegen Rätsel an sich, aber solange die Unlösbare-Mystery-Pest weiter um sich greift, wird die Qualität neuer Caches ständig weiter zurückgehen, weil irgendwann niemand mehr Bock auf die eben beschriebene Vorgehensweise haben wird. Weil sie die meisten Cacher chancenlos mit der Aufgabe zurücklassen, herauszufinden, wo man denn überhaupt noch Stationen oder Finaldosen verlegen darf. Und das kann meines Erachtens nicht im Sinne des Spiels sein, das (jedenfalls soweit ich weiß) ja immer noch Geocaching heißt - und nicht Geomystering oder Blindes Koordinaten-Raten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-7807587243934557229?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/7807587243934557229/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=7807587243934557229&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7807587243934557229'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7807587243934557229'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/der-fluch-der-mysterien.html' title='Der Fluch der Mysterien'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-163699496962992621</id><published>2009-09-02T19:22:00.001+02:00</published><updated>2009-09-02T19:53:04.002+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Geocaching'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><title type='text'>Verlorene Münzen</title><content type='html'>Wie die meisten meiner Freunde und Bekannten wissen dürften, bin ich seit über drei Jahren dem &lt;a href="http://www.geocaching.com/"&gt;Geocaching&lt;/a&gt; verfallen. Und als Teil dieses Spiels habe ich im Laufe der Zeit auch schon die eine oder andere &lt;a href="http://www.geocaching.com/track/geocoin.aspx"&gt;Geocoin&lt;/a&gt; auf die Reise geschickt. 42 Stück, um genau zu sein - während weitere 4 unmittelbar auf ihren Start harren und einige mehr noch gut verpackt im Schrank liegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;30 von diesen 42 Reisenden befinden sich derzeit noch entweder in Geocaches, in denen sie kürzlich abgelegt wurden, oder in den Händen anderer Geocacher, die sie demnächst wieder in anderen Caches ablegen werden. Bei 2 weiteren haben sich die letzten Cacher, die die Coins eigentlich noch haben müßten, schon eine Weile nicht mehr gerührt, aber dennoch besteht für diese beiden noch Hoffnung, ebenso wie für 2 andere Coins, die bereits seit dem letzten Winter in zwei offenbar recht abgelegenen Caches in Spanien eingeloggt sind, jedoch immerhin noch nicht als vermißt gemeldet wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die übrigen 8 Geocoins sind jedoch allesamt spurlos verschwunden. Eine wurde mitsamt dem gesamten Lost Place, in dem ich sie in einem Cache versteckt hatte, vom Bagger plattgemacht. Sechs von ihnen wurden aus Geocaches entnommen, ohne dies online zu loggen, wobei allerdings kein Fall einer Total-Plünderung eines Caches dabei war. Vielmehr haben sich offenbar gewissenlose andere Geocacher meine Coins unter den Nagel gerissen. Eine weitere Coin wurde in Frankreich sogar ganz offen von einem Cacher geklaut, denn er hat sich sogar erdreistet, sie aus dem letzten Cache auszuloggen, rückt sie aber seitdem nicht mehr heraus und reagiert auch auf keinerlei E-Mails. Möge diese Zeitgenossen der Blitz beim Scheißen treffen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den 8 verschwundenen Geocoins ist dieser Beitrag gewidmet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/3b42e374-976e-4528-b6b8-265987ce263c.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 166px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/3b42e374-976e-4528-b6b8-265987ce263c.jpg" border="0" alt="Ireland Substitute Traveller (gold)" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=2215115"&gt;Ireland Substitute Traveller (gold)&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Geocoin sollte als Ersatz für mich nach Irland reisen, nachdem ich selbst diese von langer Hand geplante Reise aufgrund meines Fußbruches nicht antreten konnte. Leider kam sie nur bis zum Cache GC1NXM4 "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=9637d5bb-4a53-4257-84eb-16ee0c2b850b"&gt;Altes Wehr&lt;/a&gt;" in Bielefeld-Schildesche, wo sie Ende Juni gestohlen wurde.&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/c5fb3000-7713-48f8-8944-c72c3ac58e06.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:5px 0 0 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 138px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/c5fb3000-7713-48f8-8944-c72c3ac58e06.jpg" border="0" alt="Das Auge der Vorsehung" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=2044870"&gt;Das Auge der Vorsehung&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;In einer früheren Irrenanstalt bei Neustrelitz ausgesetzt, reiste diese Geocoin immerhin mehr als 600 Kilometer weit über Berlin und Kassel ins Sauerland, bevor sich im Cache GC1P5JW "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=a76ded31-2fcf-46cc-be19-a6239aeec389"&gt;Hillmicke Cache 1&lt;/a&gt;" irgendwo südlich von Olpe ihre Spur verlor.&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/c3bea010-8456-4dac-86c6-5c9f4d0e0385.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 246px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/c3bea010-8456-4dac-86c6-5c9f4d0e0385.jpg" border="0" alt="Kombiniere, Dr. Watson..." /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1674176"&gt;Kombiniere, Dr. Watson...&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Zu Ehren des großen Sherlock Holmes sollte diese Geocoin ausschließlich Mystery-Caches in aller Welt besuchen - je schwieriger, desto besser! Freigelassen wurde sie ursprünglich in den ehemaligen Heilstätten von Beelitz südwestlich von Berlin. Nach einem Aufenthalt im Mystery-Cache GC1CV53 "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=d3592617-de21-4b62-b54f-be7b5d0e1e61"&gt;Magic Eye - Berlin&lt;/a&gt;" wurde sie jedoch selbst zum Opfer eines ungelösten Kriminalfalles.&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/d99e04d9-1440-494f-a530-c66fa3ad9991.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:5px 0 0 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 150px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/d99e04d9-1440-494f-a530-c66fa3ad9991.jpg" border="0" alt="Stein von Rosetta (silber)" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1543722"&gt;Stein von Rosetta (silber)&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Geocoin sollte die folgenden drei Ziele erreichen: Einen Besuch beim Original-Stein von Rosetta im British Museum, London, England; einen Besuch der überdimensionalen Kopie des Steins von Rosetta auf der Place des Écritures in Figeac, Frankreich, dem Geburtsort von Jean-François Champollion; sowie einen Besuch mindestens einer ägyptologischen Ausstellung in einem anderen europäischen Land als Frankreich oder England. Nach einer Irrfahrt durch Spanien und Belgien verschwand sie aus dem Cache GCWFZ5 "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=87f13a05-873e-4b63-bdf2-f7f77d7fe934"&gt;Abbaye de Leffe&lt;/a&gt;".&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/5c6f66c5-0fce-4a72-84b6-a69392599bfb.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 152px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/5c6f66c5-0fce-4a72-84b6-a69392599bfb.jpg" border="0" alt="Goliath" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1092309"&gt;Goliath&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Coin sollte zunächst Regensburg besuchen und vor dem auf ihr abgebildeten Goliath-Haus fotografiert werden. Anschließend sollte sie zwei Jahre lang in der näheren Umgebung von Regensburg von Cache zu Cache reisen und dann zu mir zurückkehren. Ich schickte sie im Lost-Place-Cache GC1BKP6 "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=468e5b8e-80a9-45e4-b8cf-63c90e315256"&gt;LW-Depot&lt;/a&gt;" auf die Reise, der jedoch einige Monate später vollständig abgerissen wurde. Auf die zwischenzeitlichen Finder des Caches, von denen sie offenbar niemand mitnehmen wollte, bin ich immer noch ein wenig sauer.&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/faf683a9-da1e-4a8d-bfbc-a9eadbcfc5b9.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:5px 0 0 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 150px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/faf683a9-da1e-4a8d-bfbc-a9eadbcfc5b9.jpg" border="0" alt="Stein von Rosetta (gold)" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=1677252"&gt;Stein von Rosetta (gold)&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese Geocoin hatte exakt die gleiche Aufgabe wie ihre silberne Schwester und ist leider ebenfalls daran gescheitert. Nach Languedoc-Roussillon gereist und dort ausgerechnet von einer Geocacherin aus Ostwestfalen noch einmal vom Fleck bewegt, wurde sie von einem Cacher namens &lt;a href="http://www.geocaching.com/profile/?guid=2a37edd6-2f51-4384-b14b-fb71e276d9dd"&gt;TABANASSE&lt;/a&gt; gestohlen, der sie seitdem trotz zahlreicher Aufforderungen per E-Mail nicht wieder herausrückt.&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/a08ab3a2-8101-4115-9fcf-d568110b71d8.jpg"&gt;&lt;img style="float:left; margin:5px 10px 0 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 194px; height: 187px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/a08ab3a2-8101-4115-9fcf-d568110b71d8.jpg" border="0" alt="Stadia of World Championship 2006 Geocoin" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=335534"&gt;Stadia of World Championship 2006 Geocoin&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Die Mission dieser WM-2006-Geocoin bestand darin, die WM-Stadien und örtliche Geocaches in allen 12 Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland zu besuchen und am jeweiligen Stadion fotografiert zu werden. Köln schaffte sie, in Frankfurt erreichte sie zwar den Stadion-Cache, aber leider wurde dort kein Foto gemacht. München lief wieder besser, aber aus dem Cache GCW4G8 "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=b1f7fc04-9ef5-4e41-934c-699c5aeadf3d"&gt;TB Exchange Zentralstadion&lt;/a&gt;" am Stadion in Leipzig wurde sie dann gestohlen, noch bevor jemand dort ein Foto machen konnte. Sauerei!&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://img.geocaching.com/track/display/fbe52e58-827f-4337-ae6e-a481a24d7442.jpg"&gt;&lt;img style="float:right; margin:5px 0 0 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 300px; height: 150px;" src="http://img.geocaching.com/track/display/fbe52e58-827f-4337-ae6e-a481a24d7442.jpg" border="0" alt="Land der Dichter und Denker" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;&lt;a href="http://www.geocaching.com/track/details.aspx?id=923915"&gt;Land der Dichter und Denker&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;Diese "German Geocoin" hatte die Aufgabe, jeweils mindestens einen Cache in allen 16 deutschen Bundesländern zu besuchen. Unterwegs sollte sie überall Gedichte, Weisheiten und Aphorismen sammeln. Nach nur einem Gedicht und einem Bundesland (Sachsen-Anhalt) landete sie im offenbar schlecht versteckten Cache GCR5XA "&lt;a href="http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=0394b2a1-4b56-4582-908f-1fd49380aeef"&gt;Effi Briest (LPC)&lt;/a&gt;", der kurz darauf von &lt;a href="http://geocaching-blog.de/?p=44"&gt;Muggeln&lt;/a&gt; gefunden wurde. Meine Coin wurde bei dieser Gelegenheit gestohlen, was mir das Buch &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Effi_Briest"&gt;Effi Briest&lt;/a&gt; irgendwie auch nicht sympathischer macht...&lt;br clear="left"/&gt;&lt;br /&gt;Mögen diese acht tapfer durch die Lande gereisten Geocoins in Frieden ruhen! Den dreisten Dieben allerdings wünsche ich von ganzem Herzen alle Strafen aus Hiob 20, Vers 4 bis 29 an den Hals. "Weißt du nicht, dass es allezeit so gegangen ist, seitdem Menschen auf Erden gewesen sind, dass das Frohlocken der Gottlosen nicht lange währt und die Freude des Ruchlosen nur einen Augenblick? [...] Die Güter, die er verschlungen hat, muss er wieder ausspeien" usw. Besonders gut gefällt mir für dieses elende Diebespack auch die Strafe aus Vers 7, aber den dürft Ihr gerne selber nachlesen...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-163699496962992621?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/163699496962992621/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=163699496962992621&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/163699496962992621'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/163699496962992621'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/verlorene-munzen.html' title='Verlorene Münzen'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-5057701308516022502</id><published>2009-09-01T19:43:00.002+02:00</published><updated>2009-09-01T20:03:10.794+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kulinarisches'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Veranstaltungen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Bielefelder Weinmarkt 2009</title><content type='html'>Wie jedes Jahr um (etwa) diese Zeit findet vom 01. bis 06. September 2009 in Bielefeld der Weinmarkt statt. An zahlreichen Ständen in der Innenstadt präsentieren sich die zehn Weinanbaugebiete Nahe, Rheingau, Mittelrhein, Franken, Mosel, Württemberg, Pfalz, Rheinhessen, Sachsen und Baden mit ausgewählten edlen Tropfen. Außerdem gibt es Stände der einschlägigen Bielefelder Weinfachhändler, und auch die Weinstube am Alten Markt ist natürlich mit von der Partie und freut sich ausnahmsweise über Konkurrenz, die ja bekanntlich das Geschäft belebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Natürlich ist auch für ein kulinarisches Begleitprogramm gesorgt, denn bekanntlich halten ja Essen und Trinken erst in der gelungenen Kombination Leib und Seele zusammen. Und so gibt es passend zum Wein auch kulinarische Spezialitäten aus den jeweiligen Regionen, beispielsweise Winzer-Steaks, Maultaschen, Flammuchen und den unvermeidlichen Pfälzer Saumagen. Am Eröffnungstag sowie an den drei Abenden des Wochenendes sorgen außerdem verschiedene Musikgruppen für akustische Untermalung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eröffnet wurde der Weinmarkt heute zum letzten Mal vom scheidenden Oberbürgermeister Eberhard David. Zu Gast waren dabei die Deutsche Weinkönigin Marlies Dumbsky sowie diverse regionale Weinköniginnen aus den verschiedenen Anbaugebieten. Bis zum Nachmittag war der Veranstaltung darüber hinaus strahlender Sonnenschein beschieden, danach begann eine Phase mit relativ stürmischem Nieselregen. Nachdem sich dieser jetzt offenbar wieder verdrückt zu haben scheint, werde ich mir gleich mal ansehen, was der Weinmarkt dieses Jahr so alles zu bieten hat. Angesichts des Wetters dürfte es heute Abend wenigstens einigermaßen leer sein...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-5057701308516022502?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/5057701308516022502/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=5057701308516022502&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/5057701308516022502'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/5057701308516022502'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/09/bielefelder-weinmarkt-2009.html' title='Bielefelder Weinmarkt 2009'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-5091407057182805886</id><published>2009-08-31T16:53:00.007+02:00</published><updated>2009-09-01T12:08:19.387+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><title type='text'>Internet macht unhöflich</title><content type='html'>Haben Sie das auch schon einmal erlebt? Sie unterhalten sich gerade ganz angeregt mit jemandem, vielleicht mit einer Person, die Sie kennen oder sogar lieben. Und plötzlich, mitten im Satz, ohne daß Sie irgendetwas gesagt oder getan hätten, was ein solches Verhalten rechtfertigen würde, macht Ihr Gegenüber auf dem Absatz kehrt, sperrt die Ohren zu und knallt ihnen die Tür vor der Nase zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie bitte? So etwas ist Ihnen noch nicht vorgekommen? Schon gar nicht bei Personen, die sie kennen oder sogar lieben? Nun, dann gehen sie mal ins Internet und versuchen Sie, dort mit anderen Menschen zu kommunizieren. Nutzen Sie ICQ oder verabreden Sie sich mit jemand anderem in irgendeinem Chat, und schon wird die oben beschriebene Erfahrung bestimmt nicht mehr lange auf sich warten lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Internet-Welt nennt sich dieses Verhalten Logoff oder Logout und ist zumeist mit einem einzelnen Mausklick erledigt. Manchmal verschwindet der Gesprächspartner einfach spurlos, einige Chats teilen einem sein Verschwinden wenigstens noch durch eine einheitliche Systemmeldung mit, und die komfortableren Varianten garnieren das virtuelle Türzuschlagen manchmal durch eine vom User voreingestellte, meist relativ nichtssagende Standard-Botschaft wie &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"bin dann jetzt mal weg"&lt;/span&gt; oder &lt;span style="font-style:italic;"&gt;"/me beamt sich nach Hause"&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei kann das Medium Chat an sich eigentlich gar nicht allzu viel dafür, wenn man einmal davon absieht, daß die verwendete Software in aller Regel die Möglichkeiten dafür zur Verfügung stellt, sich ohne Vorankündigung, ohne ein weiteres Wort und ohne eine Verabschiedung, wie sie im sogenannten "realen" Leben die Höflichkeit gebieten würde, aus einem laufenden Gespräch auszuklinken. Dafür, daß diese Möglichkeiten auch tatsächlich in dieser Art und Weise angewendet werden, sind die Benutzer allerdings selbst verantwortlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nur allzu viele agieren auf diese Weise. Natürlich ist es einfacher, sich ohne jegliche Form von elementarer Höflichkeit zu verdrücken. Schließlich ist Tippen ja anstrengend (Reden übrigens auch...), und deshalb verfallen immer mehr Benutzer in solche Unsitten. Und zwar nicht nur, wenn man mit irgendwelchen wildfremden Leuten in einem x-beliebigen Chat über irgendwelche völlig nichtssagenden Allerwelts-Themen diskutiert. Sondern zunehmend auch im persönlichen Gespräch mit den engsten Freunden oder sogar mit dem eigenen Partner.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein derartiges Verhalten würde in der Realität wohl kaum toleriert und dürfte wohl binnen kürzester Frist zum Verlust der besagten Freunde oder Partner führen. Im Internet hingegen scheint es mittlerweile zum allgemeinen Verhalten dazuzugehören. Offenbar neigen die meisten von leider uns kollektiv dazu, zu vergessen, daß am anderen Ende der Leitung auch ein Mensch sitzt und nicht nur irgendein anonymes Etwas, das zu unserer ganz persönlichen Unterhaltung Zeichen auf einem Bildschirm produziert und beliebig an- oder abgeschaltet werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so behandeln wir über kurz oder lang nicht nur wildfremde Menschen, sondern auch Personen, die wir kennen oder vielleicht sogar lieben, mit gleicher Respektlosigkeit wie irgendwelche namenlosen Dinge aus Computerprogrammen oder wie unsere tausendfach geprügelte Tastatur. Schlagen ihnen virtuell mitten im Satz die Tür vor der Nase zu, ignorieren damit sie selbst, ihre Gefühle und ihre gesamte Persönlichkeit und geben ihnen damit deutlich zu verstehen, wo ihr wahrer Platz als kleine Menschen in unserer modernen, globalisierten, vernetzten und computerisierten Welt ist: Irgendwo hinter dem Ausschalt-Knopf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-5091407057182805886?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/5091407057182805886/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=5091407057182805886&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/5091407057182805886'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/5091407057182805886'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/08/internet-macht-unhoflich.html' title='Internet macht unhöflich'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6571141306412777991</id><published>2009-08-30T15:06:00.002+02:00</published><updated>2009-09-01T19:43:33.792+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Veranstaltungen'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Kreative Hinterhöfe</title><content type='html'>Gestern waren Felis und ich bei den &lt;a href="http://www.offeneateliers-bielefeld.de/OffeneAteliers/Liste.html"&gt;Bielefelder Offenen Ateliers&lt;/a&gt;. Natürlich nicht bei allen, denn im Rahmen dieser Veranstaltung öffnen ungefähr 70 Künstler ihre Türen für die Öffentlichkeit. Um diese alle zu besuchen, dürften die anderthalb Tage sicherlich nicht ausreichen, selbst wenn man wie der Wind von Atelier zu Atelier hetzt und auch nicht noch vorher Stoffe kaufen geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da wir gestern jedoch beides noch vorhatten, haben wir uns nur ein paar Ateliers herausgesucht, die allesamt im östlichen Innenstadtbereich angesiedelt sind, beispielsweise in der Münzstraße, am Brüderpfad sowie auf dem Gelände der Artists Unlimited. Dabei waren unterschiedlichste Kunstrichtungen vertreten, vom Fotokünster über moderne Maler bis hin zu bildender Kunst und Schmuckdesign.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für mich persönlich ergab die gestrige Runde im Wesentlichen zwei Erkenntnisse. Zum einen hat mich die gesamte moderne sogenannte Malerei wieder einmal auf das Schwerste enttäuscht und mich in meiner Überzeugung bestätigt, daß dieser Zweig der Kunst mit dem Tode von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anders_Zorn"&gt;Anders Zorn&lt;/a&gt; gestorben ist. Was sich heutztage noch Kunstmaler zu nennen wagt, besticht zwar in der Regel durch ziemlich viel Arroganz, dafür jedoch in keinster Weise durch Talent.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den meisten Malwerken, die wir gestern gesehen haben, wohnte erschreckenderweise eine profunde Ausdruckslosigkeit inne. So, als ob die modernen Maler sich allesamt nur mit sich selbst beschäftigen würden anstatt mit dem dargestellten Objekt - sofern denn überhaupt eines zu erkennen ist. Thematische Leere, weitgehend sinnfreie Darstellungen, oftmals gar gepaart mit mangelhaften handwerklichen Fähigkeiten und oft sogar einem völlig fehlenden Sinn für Perspektive - sämtliche großen Maler der Kunstgeschichte würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie wüßten, daß so etwas in ihre Fußstapfen treten darf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits gibt es aber auch durchaus noch Lichtblicke, und zwar vor allem im Bereich der Bildenden Kunst und der Fotografie. Der Sinn für das Objekt, der Blick für Details und die schöpferische Phantasie sind dem modernen Menschen offenbar glücklicherweise doch noch nicht völlig abhanden gekommen. In den Fotografien eines &lt;a tooltip="linkalert-tip" href="http://www.offeneateliers-bielefeld.de/Mitglieder/Wehowsky/Wehowsky.html" target="mainFrame" class="fett"&gt;Peter Wehowsky&lt;/a&gt; oder in den aus zufälligen Funden in der Natur (oder auch mal in der heimischen Küche) erstellten kleinen Werken eines &lt;a tooltip="linkalert-tip" href="http://www.offeneateliers-bielefeld.de/Mitglieder/Waesch/Waesch.htm" target="mainFrame" class="fett"&gt;Wolfgang Waesch&lt;/a&gt; spiegelt sich dies eindrucksvoll wieder.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so ist es letzten Endes doch wieder ebenso erstaunlich wie versöhnlich, daß es sie doch noch gibt, die Kreativität, die in oft unscheinbaren Gassen oder Hinterhöfen wohnt und von dort aus ihren Weg in die weite Welt sucht, wie gleichsam umgekehrt die weite Welt ihren Weg in die Gedanken und Werke der Künstler sucht. Selbst wenn diese in einigen Fällen gar nicht mehr so gerne ihre kleine (heile?) Welt verlassen. Aber die Phantasie kommt offenbar noch zu ihnen. Vielleicht ist die moderne Kunst also doch noch nicht ganz verloren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6571141306412777991?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6571141306412777991/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6571141306412777991&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6571141306412777991'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6571141306412777991'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/08/kreative-hinterhofe.html' title='Kreative Hinterhöfe'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-8526957400280590496</id><published>2009-08-29T12:18:00.002+02:00</published><updated>2009-08-29T12:55:16.925+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Medien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Emotionen'/><title type='text'>Erkenntnisse aus einem Labyrinth</title><content type='html'>Gestern Abend haben Felis und ich zusammen den Film &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pans_Labyrinth"&gt;Pans Labyrinth&lt;/a&gt; gesehen. Danach war ich erst einmal für mindestens eine halbe Stunde nicht mehr in der Lage, irgendein Wort zu sagen. Vielleicht auch für länger, aber mir ist in dem Moment irgendwie jedes Zeitgefühl abhanden gekommen. Und auch jetzt fühle ich mich noch völlig fertig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Felis sieht in diesem Film ja etwas, das einem Kraft und Hoffnung geben kann. Etwas, das einen ermutigen soll, trotz allen Widrigkeiten und des bösartigen Realismus' der Welt um einen herum die Phantasie nicht aufzugeben. Etwas, das einen dazu bringen kann, das Positive zu sehen und den Glauben in die Zukunft nicht zu verlieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann diese Einschätzung leider überhaupt nicht teilen. Bei mir erweckt dieser Film eher den Wunsch, mich auf der Stelle zu erschießen. Jedenfalls macht er mich zutiefst depressiv. Wo ist denn hier die vielgepriesene Macht der Phantasie? Was bewirkt sie Gutes? Mir sagt der Film eigentlich nur, daß es völlig sinnlos ist, zu versuchen, seine Träume zu leben, weil einen letzten Endes die Wirklichkeit doch gnadenlos wieder einholt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abgesehen von seiner teilweise doch ziemlich grausamen Gewaltdarstellung deprimiert der Film vor allem dadurch, daß im Laufe der Handlung fast alle, die irgendwie als gut, positiv, moralisch integer oder auch nur schlicht und einfach unschuldig sind, dafür sterben müssen. Zwar wird am Ende auch der Bösewicht getötet, aber zuvor hat er und hat damit die Härte der Realität gegenüber so ziemlich allem triumphiert, was in der im Film dargestellten Welt erhaltenswert gewesen wäre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und die Phantasie? Die hat letzten Endes keinerlei wirkliche Macht. Zwar versucht der Pan, der ja im Mittelpunkt von Ophelias kleinem Ausschnitt der Anderswelt steht, im Mittelteil des Films, Ophelias Mutter zu helfen. Allerdings wird dabei noch nicht einmal klar, ob es sich dabei um einen wirklichen helfenden Eingriff handelt oder die ganze Sache lediglich nur der Einbildung des Mädchens entspringt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als am Ende des Films jedoch wirklich echte, konkrete Hilfe gefordert ist, erweist sich die Welt der Phantasie als vollkommen hilflos und machtlos. Der Pan kann Ophelia nicht retten, und eigentlich gerät sie erst dadurch, daß sie ihm folgt, überhaupt in die für sie tödliche Situation. Wäre sie einfach im Bett geblieben, hätten die Guerillas sie gerettet. Nur dadurch, daß sie ihrer Phantasie gefolgt ist, wird sie am Ende erschossen, bevor die Hilfe kommt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun könnte man sicherlich sagen: Das Gute hat doch gesiegt, denn zum einen wird das Böse ausgelöscht, zum anderen sind alle (verstorbenen) Guten sich selbst treu geblieben. Und sie haben zumindest alle im Tode ihre Freiheit gefunden. Der Doktor, weil er dem Bösewicht mit seinen letzten Worten die Wahrheit gesagt hat. Ophelia, weil sie sich von ihrem Stiefvater in letzter Konsequenz nicht hat bestimmen und einschüchtern lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit ist diese Einstellung entschieden zu christlich. Erinnert mich zu sehr an ach so glorreiche Märtyrertode. Oder auch an literarische Figuren wie zum Beispiel Lessings Emilia Galotti, deren moralische Konsequenz mir persönlich zutiefst zuwider ist. "Wer kann der Gewalt nicht trotzen?" Klar - indem man sich ihr ausliefert und sich von ihr vernichten läßt. Letzten Endes ist auch das doch auch alles nur eine beschönigende, selbstbetrügerische Form des Aufgebens.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir hat der Film jedenfalls im Endeffekt überhaupt nicht gefallen. Nicht, daß er irgendwie dazu angelegt wäre, gefällig zu sein, nein, das meine ich nicht. Mich hat er in ganz anderer Weise enttäuscht. Ich persönlich ziehe gerne Kraft aus Geschichten, die mir wirklich zeigen, daß Hoffnung, daß Glaube an die Zukunft, daß Phantasie nicht sinnlos sind. Sollte dies jemals die Intention des Regisseurs gewesen sein, so hat er dieses Ziel zumindest bei mir gnadenlos verfehlt. Mich hat der Film verängstigt und zutiefst getroffen. Es wird eine ganze Weile dauern, bis ich wieder in der Lage sein werde, meiner Phantasie freien Lauf zu lassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-8526957400280590496?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/8526957400280590496/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=8526957400280590496&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/8526957400280590496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/8526957400280590496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/08/erkenntnisse-aus-einem-labyrinth.html' title='Erkenntnisse aus einem Labyrinth'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-2930283040653673821</id><published>2009-08-28T12:25:00.002+02:00</published><updated>2009-08-28T13:10:57.742+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><title type='text'>Schneckenpost hausgemacht - mit Internet-Postkarten</title><content type='html'>Hallo allerseits,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;schon mal versucht, Postkarten per Internet zu verschicken? Nein, ich meine nicht sogenannte elektronische Postkarten, an deren Stelle man genauso gut auch selbst eine E-Mail mit einem Foto und dem dazugehörigen Text versenden und dabei noch reichlich Zeit sparen könnte. Ich meine den Versand richtiger Postkarten. Man gibt auf der Webseite des Anbieters seinen Text ein, lädt ein Bild hoch, zahlt per Kreditkarte, und mit der nächsten Tageszustellung erhält der angegebene Empfänger eine schicke, individuelle Postkarte und freut sich 'nen Keks.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Soweit die Theorie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich neulich von meiner Liebsten zu unserem "Halbjährigen" eine derartige Postkarte mit einem Foto von unserer Schweden-Reise bekommen hatte, dachte ich mir, ich könnte diesen Service doch auch einmal ausprobieren. Über Nacht war mir ein schönes Sonett eingefallen, das ich hier allerdings &lt;span style="font-style: italic;"&gt;nicht&lt;/span&gt; veröffentlichen werde. Dazu habe ich mir ein einigermaßen passendes Motiv aus meiner umfangreichen Sammlung eigener Fotos ausgesucht, Text und Bild im dafür vorgesehenen Formular hochgeladen, per Kreditkarte bezahlt - so weit, so gut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies war am Mittwochmorgen um 08:06 Uhr. Die Zahlung erfolgte laut Micropayment-Anbieter sofort, und bereits um 11:35 Uhr erhielt ich per Mail die Bestätigung, daß meine Karte "soeben produziert und wunschgemäß verschickt" wurde. Mit anderen Worten: sofort. Und dann sollte es selbst in Hinblick auf die Zicken der gelben Schneckenpost doch eigentlich möglich sein, daß eine solche Karte am nächsten Tag mit der Tageszustellung beim Empfänger ankommt. Immerhin traut sich der Herausgeber der "Aktie Gelb" sogar allen Ernstes, damit auf seinen Briefkästen zu werben - sofern denn überhaupt noch welche in der Landschaft herumstehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um jeglichen Irrtum über die Versandmodalitäten auszuschließen, möchte ich an dieser Stelle einmal kurz die diesbezüglichen Angaben des gewählten Online-Postkarten-Versandes zitieren:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 255, 0);"&gt;6. Wann kommen die Postkarten beim Empfänger an?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold; color: rgb(255, 255, 0);"&gt; Schnellstmögliche Zustellung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="color: rgb(255, 255, 0);"&gt;Die Deutsche Post benötigt für die Zustellung der Postkarten innerhalb ganz Deutschlands meist nur noch einen einzigen Tag. Postkarten-Bestellungen vor 15:00 Uhr werden am selben Tag gedruckt und jeweils am direkt folgenden Tag beim Empfänger sein. Gedruckt wird täglich ab 15 Uhr außer Samstags, Sonntags und an Feiertagen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun liegt sowohl 08:06 Uhr als auch 11:35 Uhr ganz eindeutig vor der angegebenen magischen Grenze von 15:00 Uhr, und der Mittwoch war auch in dieser Woche weder ein Sonntag noch ein Feiertag, so daß man nach Adam Riese eigentlich erwarten sollte, daß die Karte am nächsten Tag angekommen wäre. Und wenn ich selbst Postkarten in den Briefkasten schmeiße, funktioniert das mit der Zustellung am nächsten Tag eigentlich auch immer ganz wunderbar. Aber dieser professionelle Kartenversender, der schließlich sein Geld damit verdient, hat es anscheinend nicht hinbekommen. Jedenfalls hat die Karte bislang ihr Ziel nicht erreicht, und schon gar nicht mit der nächsten Tageszustellung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da die Jungs und Mädels ihre Postkarten laut ihrem eigenen Impressum offenkundig nicht aus Timbuktu oder Hinterkottenhofen versenden, sondern mitten aus Würzburg, einer deutschen Großstadt mit zahlreichen Postfilialen und einem immerhin als "L" eingestuften &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Briefzentrum_%28Deutsche_Post_AG%29"&gt;Briefzentrum&lt;/a&gt; der Deutschen Post AG, kann nach menschlichem Ermessen eigentlich nur Schlamperei der Grund dafür sein. Und so etwas macht mich wütend. Vor allem, wenn ich dafür bezahlen muß. Und dabei ist es mir ehrlich gesagt scheißegal, ob die Karte gar nicht erst gedruckt wurde, am Drucker liegengeblieben ist, im Büro vergessen oder entgegen der eigenen Ankündigung zu spät zur Post gebracht wurde. Schlamperei ist Schlamperei!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein weiterer Aufreger ist übrigens auch noch die bei diesem Anbieter leider einzig mögliche Zahlunsweise. Egal, ob man per Lastschrift-Einzug vom eigenen Konto oder per Kreditkarte zahlen möchte: Man muß dies über das System eines &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Micropayment"&gt;Micropayment&lt;/a&gt;-Anbieters namens &lt;a href="http://clickandbuy.com/DE/de/"&gt;"Click and Buy"&lt;/a&gt; tun, bei dem man sich zu diesem Zweck natürlich erst einmal aufwendig anmelden muß. Das ist zwar lästig, aber vielleicht noch verständlich, denn schließlich wären die enormen Kreditkaren-Gebühren für den Postkarten-Anbieter sonst kaum tragbar. Und die Services von "Click and Buy" sind ja auch kostenlos - zumindest wird einem das zunächst einmal suggeriert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings: Wenn man sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von "Click and Buy" einmal genauer durchliest, wird man schnell stutzig. Da ist im ausgelagerten Preisteil nämlich plötzlich von "monatlichen Wartungsgebühren" in Höhe von einem Euro die Rede. Leider werden diese nirgends erklärt, aber wenn man einmal in den eigentlichen AGB weiterliest, findet man darin eine nette Bestimmung, der zufolge "Click and Buy" dazu berechtigt ist, Gebühren für "inaktive" Konten zu kassieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider wird auch dieser doch recht schwammige Begriff natürlich nirgends erklärt. Wann ist ein Konto "inaktiv"? Muß ich nach meiner Anmeldung damit rechnen, daß ich regelmäßig zur Kasse gebeten werde, wenn ich den Service nicht ständig nutze? Auch eine längere Internet-Recherche in diversen Diskussionsforen brachte leider keine eindeutige Erklärung. Mit der Konsequenz, daß ich mich (natürlich erst nach erfolgter Abwicklung der Kreditkartenzahlung) augenblicklich bei "Click and Buy" wieder abgemeldet habe, um negative finanzielle Überraschungen zu vermeiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was lernen wir daraus?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum einen dürfte es auf die Dauer wohl schneller sein, seine Postkarten selbst auszudrucken und zu verschicken, sofern man denn über einen dafür geeigneten Drucker verfügt. Nur leider gibt es da den kleinen Haken, daß man ein solches Gerät doch üblicherweise viel zu selten nutzen würde und es somit vermutlich das tragische Schicksal meiner letzten drei Farb-Tintenstrahldrucker teilen würde. So gut wie nie benutzt, trockneten diese binnen einiger Monate unwiderbringlich ein und landeten nahezu ungebraucht auf dem Müll. Bis auf den letzten - der steht hier noch auf dem Schreibtisch herum und dient mir derzeit als Ständer für die neulich erhaltene, schicke und individuelle Postkarte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum anderen sollte man entgegen der allgemeinen Gewohnheit der trägen Masse wohl doch besser sorgfältig die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Anbieter von Internet-Diensten durchlesen - vor allem, wenn es dabei um die Abwicklung von Zahlungen geht. Denn ansonsten hat man schnell mal blauäugig irgendwelchen Bedingungen zugestimmt, die es so einer Firma erlauben, für nichts und wider nichts irgendwelche überraschenden Geldbeträge abzubuchen. Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-2930283040653673821?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/2930283040653673821/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=2930283040653673821&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2930283040653673821'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/2930283040653673821'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/08/schneckenpost-hausgemacht-mit-internet.html' title='Schneckenpost hausgemacht - mit Internet-Postkarten'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-7462628796260189135</id><published>2009-08-28T11:41:00.003+02:00</published><updated>2009-08-28T12:07:55.752+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kulinarisches'/><title type='text'>Rumpsteak durchbraten - aber richtig</title><content type='html'>Manchmal geht es auch einfacher. Ich stelle mich ja schließlich nicht jeden Tag stundenlang in die Küche und zaubere  komplette Menüs. Schon gar nicht für mich alleine. Deshalb gab es gestern Abend einfach mal ein gut durchgebratenes Rumpsteak mit Backofen-Pommes und Gurkensalat. An den Pommes kann man ja eigentlich nicht viel falsch machen, außer, sie zu lange im Ofen zu lassen. Was mir leider tatsächlich geglückt ist - nobody is perfect...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber das richtige Durchbraten eines guten Steaks will auch erst einmal gelernt sein. So mancher Anfänger scheitert an dieser Aufgabe und versucht sich später lieber gar nicht mehr daran, weil das Ergebnis ihres ersten Versuches oft ein seltsames Etwas ist, das entweder leicht gebräunt und überhaupt nicht gar oder außen schwarz verbrannt und innen drin immer noch rot und blutig ist. Jedenfalls alles andere als lecker. Und dafür ist das schöne Ausgangsmaterial nun irgendwie auch zu teuer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dabei ist das richtige Durchbraten von Rindfleisch eigentlich gar nicht so schwer. Man muß dabei nur die folgenden beiden Tricks beachten: 1.) Reichlich Öl verwenden und 2.) das Fleisch nicht zu heiß braten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die meisten Hausfrauen und Hausmänner versuchen offenbar aus einem falsch verstandenem Ernährungsbewußtsein heraus, die Verwendung von Öl auf ein Minimum einzuschränken. Was bei Salatsoßen oder sonstigen Gerichten, bei denen das Öl ein integraler Bestandteil ist, durchaus richtig sein kann, ist beim Braten leider oft tödlich. Na ja, wir wollen mal nicht übertreiben. Aber dieser Verzicht ruiniert in vielen Fällen das Fleisch, weil es schlichtweg zu schnell anbrennt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens: Olivenöl ist eigentlich sehr gesund. Es hat schon seinen Grund, daß die Anwohner der Mittelmeerländer, die es sehr viel verwenden, oft bis ins hohe Alter sehr gesund sind. Probleme mit Cholesterin kennen diese alten Menschen dort praktisch überhaupt nicht. Ungesunde Fette, wie sie z. B. in Margarine enthalten sind, sollte man hingegen tunlichst vermeiden. Niemals mit Margarine braten! Auch den Zusatz von Butter oder Margarine zum Bratöl, der in manchen Kochbüchern empfohlen wird, lehne ich persönlich strikt ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit wir uns nicht mißverstehen: Es ist ja nicht so, als ob das Fleisch bei mir im Öl schwimmen würde. Allerdings ist bei mir der Pfannenboden grundsätzlich damit bedeckt, und wenn ich den Eindruck habe, daß er es nicht mehr ist, scheue ich mich auch nicht, nochmal ein paar Tropfen nachzugießen. Wichtig ist, daß das Fleisch immer etwas Öl unter sich hat, worauf ich bei jedem Umdrehen achte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der zweite wichtige Punkt ist die richtig dosierte Wärmezufuhr. Zwar stelle ich zum Erhitzen des Öls den Herd auf 12, also auf volle Leistung. Wenn es dann allerdings erst einmal richtig heiß ist (der berühmte Tropfen Wasser verrät es einem), drehe ich allerspätestens beim Hineinlegen des Fleisches die Platte auf 8 herunter und brate es langsam und schonend durch. Sollte irgendwann die Hitze doch einmal nicht mehr ausreichen, stelle ich den Herd nur kurz und auch nur auf 10 hoch und recht schnell wieder herunter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Einstellungen gelten natürlich nur für mein Cerranfeld, das auf allen Platten Einstellungen von 0 bis 12 hat. Wer über andere Herdvarianten mit anderen Einstellmöglichkeiten verfügt, muß die richtige Einstellung für sich selbst ausprobieren. Wichtig ist jedenfalls: Weniger ist mehr. Dreht man den Herd beim Braten zu sehr auf, wird das Fleisch außen zu heiß. Anstatt lediglich die durchaus erwünschte &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion"&gt;Maillard-Reaktion&lt;/a&gt; zu durchlaufen, die es angenehm braun werden läßt, brennt es dann einfach nur noch an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wenn erst einmal die Kruste dicht und schwarz verbrannt ist, dringt auch die Wärme nicht mehr richtig ins Innere vor, so daß es durchaus vorkommen kann, daß das Fleisch außen ganz schwarz und innen noch rot und fast blutig ist. Dann kann man eigentlich auch gleich aufgeben, denn gut schmecken wird es in diesem Fall nimmer mehr. Also: langsam braten und definitiv aus der Pfanne nehmen, solange es noch höchstens dunkelbraun ist, auf jeden Fall, bevor es schwarz wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Falls es dann innen noch nicht ganz gar sein sollte, lernen wir daraus für das nächste Mal, daß wir entweder noch weniger Hitze verwenden müssen - oder noch mehr Öl.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-7462628796260189135?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/7462628796260189135/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=7462628796260189135&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7462628796260189135'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/7462628796260189135'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/08/rumpsteak-durchbraten-aber-richtig.html' title='Rumpsteak durchbraten - aber richtig'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-6944047685835718947</id><published>2009-08-27T12:20:00.005+02:00</published><updated>2009-08-27T13:50:31.625+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kulinarisches'/><title type='text'>Chicken Tikka Masala</title><content type='html'>Nachdem ich gestern den ganzen Tag (jedenfalls von 6 bis 18 Uhr) damit verbracht hatte, meinen Blog, meinen Twitter-Account und mein ICQ einzurichten, und darüber sogar komplett das Essen vergessen hatte, wurde es gegen Abend nun wirklich Zeit für etwas Herzhaftes. Deshalb habe ich mich in die Küche gestellt und Chicken Tikka Masala gekocht. Ich liebe indisches Essen, so wie ich überhaupt so ziemlich alles gerne esse, was etwas schärfer oder zumindest pikanter ist. Und da ich Euch die Geheimnisse meiner Kochkunst nicht vorenthalten mag, werde ich ab sofort hier im Blog immer mal wieder niederschreiben, was ich in meiner Küche so fabriziere. Viel Spaß beim Nachkochen, aber ich übernehme dafür keinerlei Haftung!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuerst setzen wir aber sicherheitshalber den Reis an, weil der am längsten dauert und sonst nicht rechtzeitig fertig wird! Ich nehme meistens den guten Basmati-Reis von Atry, der ist zwar etwas teurer, aber duftet dafür einfach nur himmlisch. Für zwei Personen nehme man eine Tasse davon, spüle den Reis in einem Sieb unter fließendem Wasser gründlich ab und gebe ihn dann zusammen mit anderthalb Tassen kaltem Wasser in einen Topf, zu dem man - wichtig! - einen passenden Deckel haben muß. Jetzt noch etwas Salz hinzugeben (ruhig etwas mehr...) und das ganze etwa 15 Minuten quellen lassen, während man die Vorbereitungen dafür trifft, den Rest der Mahlzeit zu kochen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Ablauf der 15 Minuten stellt man dann den offenen Topf mit dem Reis auf den Herd und erhitzt ihn auf höchster Stufe solange, bis der Reis nicht mehr vom Wasser bedeckt ist. Dauert im Allgemeinen nochmal so 10 bis 15 Minuten. Dann dreht man die Herdplatte auf die kleinste Stufe zurück (am besten schon etwas früher, sonst droht der Reis leicht anzubrennen). Jetzt gibt man noch etwas Butter hinzu. Ich nehme meist zwei bis drei höchstens 1 mm dicke Scheiben von einer halbierten Butterpackung, die ich direkt aus dem Kühlschrank nehme und dann noch gut mit dem Messer abschneiden kann. Einfach die Butter auf den Reis legen, den Deckel auf den Topf legen und das ganze auf kleinster Stufe noch einmal 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun zum Hauptgericht. Für zwei Personen nehme ich dafür die folgenden Zutaten:&lt;br /&gt;- ca. 200 g Hühnerbrust&lt;br /&gt;- eine Karotte (nicht zu dick)&lt;br /&gt;- eine Paprika (möglichst rot, orange oder gelb geht auch)&lt;br /&gt;- eine halbe Dose Maiskölbchen (muß nicht sein, ist aber schön knackig)&lt;br /&gt;- eine mittelgroße Zwiebel (oder zwei kleine)&lt;br /&gt;- zwei bis drei Zehen Knoblauch&lt;br /&gt;- Gewürze: Salz, schwarzer Pfeffer, Knoblauch, Zwiebeln, Basilikum, scharfe Paprika, Koriander&lt;br /&gt;- ein Glas Tikka Masala Curry Paste von Bamboo Garden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für Puristen: Natürlich kann man sich die Würzpaste im Prinzip auch selbst herstellen. Sie enthält Wasser, Kokosmilch, Kokosnußfleisch, Tomatenmark, Zucker, Knoblauch, Zwiebel, Ingwer, Sonnenblumenöl, Limettensaft, Salz, Gewürze (welche?), modifizierte Stärke, Korianderblätter, Zitronensäure und Paprikaextrakt (zum Färben). Wieviel von welcher Zutat drin ist, steht natürlich nicht drauf, also wünsche ich Euch viel Spaß beim Experimentieren... Ich verwende die Soße aus dem Glas gerne als Grundlage, aber nachgewürzt wird eh noch kräftig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hühnerbrust schneide meistens ich in Würfel von (grob geschätzt) anderthalb Zentimetern Kantenlänge, was übrigens mit leicht angetautem Fleisch aus dem Tiefkühler viel besser geht als mit frisch gekauftem. Die Karotte wird entweder in Scheiben oder in lange, schmale Streifen (etwa &lt; 1 mm Durchmesser und 2 cm Länge) geschnitten, die Paprika und die Maiskölbchen so, daß die Stücke in etwa größenmäßig zum Fleisch passen. Die Zwiebel und der Knoblauch werden (getrennt voneinander) sehr klein gehackt oder geschnitten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als erstes erhitze ich etwas Speiseöl auf höchster Stufe im Wok, ungefähr soviel, daß der Boden bedeckt ist. Wenn das Öl heiß ist (ein Tropfen Wasser verrät es einem), stelle ich die Herdplatte von 12 auf 8 zurück und gebe die Zwiebeln in den Wok. Unter ständigem Durchrühren brate ich die Zwiebeln leicht an, allerdings nicht so lange, daß sie braun werden. Bereits jetzt gebe ich einige Gewürze hinzu: Salz, schwarzen Pfeffer (ruhig einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle), Basilikum und später auch schon eine Prise Koriander. Als Letztes kommt dann der feingehackte Knoblauch dazu, weil der viel schneller als die Zwiebeln zum Anbrennen neigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn Knoblauch und Zwiebeln die ersten leichten Anzeichen des Braunwerdens zeigen, gebe ich das kleingeschnittene Fleisch dazu und rühre es unter. Anschließend würze ich noch zusätzlich mit Salz, Pfeffer, etwas Basilikum und roter Paprika (die färbt das Fleisch gleich etwas mit ein). Außerdem gebe ich noch zusätzlich Knoblauch- und Zwiebelpulver dazu. Vielleicht eine Marotte von mir, aber sonst müßte ich noch mehr frisches Zeug schneiden, und das ist lästig genug, vor allem, weil ich beim Zwiebelschneiden schon sehr extrem reagiere. Nicht bloß einfach nur mit Tränen, sondern mit tierischen Schmerzen, als wenn mir jemand Messer in die Augen rammen würde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Übrigens stelle ich den Herd zum Braten jetzt wieder auf die höchste Stufe. Das Fleisch wird, wenn die erste Seite etwas angebraten ist, noch einmal komplett gewendet und von der anderen Seite noch einmal gewürzt. Dann wird es (unter Wenden und Rühren) weiter gebraten, bis es auf keiner Seite mehr rosa, sondern überall weiß bis leicht angebraten ist. Huhn brät man für solche Gerichte ja nicht bis zur Bräunung, außerdem täte das dem Knoblauch und den Zwiebeln nicht so gut, weil die spätestens dann vollkommen schwarz verbrannt wären.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Nächstes mache ich in der Mitte des Woks etwas Platz, sorge dafür, daß sich dort etwas von dem restlichen Öl sammelt (notfalls noch Öl nachgießen), und gebe die fertige Soße aus dem Glas dazu. Das Öl hindert auch die Soße daran, anzubrennen, was meiner persönlichen Erfahrung nach insbesondere bei Konzentraten durchaus passieren kann. Das Glas fülle ich anschließend noch einmal bis zur Hälfte mit warmem Wasser, schüttele es gründlich, damit sich die restliche Soße löst, und gebe das Ergebnis dann mit in den Wok. Es ist sowieso gut, etwas mehr Flüssigkeit zu haben - eventuell gieße ich auch später noch ein paar Löffel voll Wasser nach, damit das ganze nicht festpappt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Umrühren lasse ich den Inhalt des Woks erst einmal aufkochen (Deckel drauf!), bevor ich in drei Schritten mit jeweils ein bis zwei Minuten Pause erst die Möhrenscheiben, dann die Paprika und schließlich die Maiskölbchenstücke dazugebe (jeweils umrühren und wieder Deckel drauf und aufkochen lassen). Zwischendurch gebe ich bedarfsweise noch etwas von den bereits im Gericht enthaltenen Gewürzen sowie vor allem reichlich Korianderpulver dazu. Reichlich heißt dabei insgesamt bestimmt fast einen Eierlöffel voll. Ich liebe Koriander.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Mengenangaben der übrigen Gewürze angeht, so ist das natürlich dem persönlichen Geschmack überlassen. Der eine mag es schärfer, der andere weniger scharf. Wenn ich nur für mich allein koche, würze ich mit ziemlich viel Pfeffer und roter Paprika und füge manchmal auch noch eine kleine Prise Ingwer hinzu, die im fertigen Gericht allerdings kaum auffällt. Wenn ich aber auch für meine Liebste mitkoche, muß ich mich manchmal schon zwingen, mich ein Wenig zurückzuhalten, schließlich will ich ja nicht, daß sie sich vor Schreck in einen feuerspeienden Drachen verwandelt...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn nun alle Zutaten glücklich im Wok verrührt sind, kocht man das ganze (ruhig weiter auf relativ hoher Stufe) noch für einige Minuten, wobei man hin und wieder umrührt und jedes Mal anschließend brav den Deckel wieder drauflegt, damit nicht zu viel Flüssigkeit durch Verkochen verlorengeht. Die genaue Dauer ermittelt man am besten durch Ausprobieren. Wenn die Soße schmeckt und das Gemüse nicht mehr allzu bißresistent ist, ist das Gericht fertig. Wie gesagt, länger als ein paar Minuten sollte es eigentlich nicht mehr dauern. Wenn man Glück hat, ist das Hauptgericht sogar exakt gleichzeitig mit dem Reis fertig, so daß man nicht mehr warten muß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anschließend serviere ich persönlich das Gericht am liebsten in chinesischen Schälchen, wie man sie beim Chinesen eigentlich nur von der Suppe kennt, die aber in China eigentlich für so ziemlich alles verwendet werden. Ich verwende sie eigentlich für fast alle asiatischen Gerichte. Allerdings eignet sich zum Essen dann eher der Suppenlöffel, weil dieses Gericht für das Essen mit Stäbchen doch etwas zu rutschig ist. Und vor allem, wenn die Soße doch eher flüssig geraten ist, macht es nicht unbedingt so viel Spaß, die einzelnen Reiskörner mit Stäbchen daraus fischen zu müssen. Aber die genaue Servierweise ist natürlich jedem selbst überlassen. Hauptsache, es schmeckt. Guten Appetit!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Getränk empfehle ich zu diesem Gericht übrigens Orangenlimonade, Weizenbier (bitte nicht hauen, Felis, das Bier nimmt nämlich überschüssige Schärfe recht gut auf) oder einen trockenen Weißwein ohne allzu starken Eigengeschmack, denn dieser könnte sich gegen die Gewürze des Gerichtes sowieso nicht durchsetzen. Vielleicht einen guten Landwein, Riesling, Müller-Thurgau oder Silvaner, eventuell auch als Schorle mit Mineralwasser (bei mir immer mit Kohlensäure, sonst wird das zu labberig). Auf jeden Fall sollte man um so mehr und um so kältere Getränke parat haben, je schärfer man das Gericht gewürzt hat...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-6944047685835718947?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/6944047685835718947/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=6944047685835718947&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6944047685835718947'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/6944047685835718947'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/08/chicken-tikka-masala.html' title='Chicken Tikka Masala'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-8068232644963918269.post-71596917927910120</id><published>2009-08-26T14:24:00.003+02:00</published><updated>2009-08-26T14:37:34.465+02:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Internet'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Flames'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Allgemein'/><title type='text'>Expeditionen in die Bloggerwelt</title><content type='html'>Guten Morgen zusammen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, ich weiß, es ist nicht mehr Morgen, aber angesichts der Tatsache, daß ich mittlerweile schon seit 6 Uhr morgens mit angeblich idiotensicheren Gadgets kämpfe, aus denen man seinen Blog angeblich mühelos zusammenklicken kann, ist der Tag bisher irgendwie ziemlich komplett an mir vorbeigelaufen. Ihr glaubt ja gar nicht, wie aufwendig es sein kann, einem simplen Gadget gerecht zu werden, das lediglich regelmäßige Leser eines Blogs anzeigen soll - sofern es hier denn jemals welche geben sollte. Und sich bei anderen Bloggern als regelmäßiger Leser anzumelden kann auch ein Abenteuer für sich sein, jedenfalls, wenn man es sowohl richtig machen als auch den anderen das Blog-Layout nicht zerschießen will.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andere Gadgets lassen einem gar nicht einmal die Möglichkeit, sie überhaupt in irgendeiner Weise vernünftig zu konfigurieren. Dann muß man sich wohl oder übel mit den Feinheiten des (ziemlich kompliziert gestalteten) HTML auseinandersetzen, in dem die Gadgets gestaltet sind. Und das alles nur, weil irgendwelche Voreinstellungen dafür, welche Schriftart wie aussieht und wo verwendet wird, nicht im Geringsten zueinander passen und deshalb Dinge in einer Art und Weise dargestellt werden, wie man es unter Anwendung gesunden Menschenverstandes sicher niemals erwartet hätte. Oder hätte etwa irgendjemand gedacht, daß der eigene Name rechts im Block über die Konfiguration der "Post-Footer-Schriftart" konfiguriert wird, die also rein dem Namen nach für irgendwelche Dinge vorgesehen wäre, die noch hinter dem Footer der Seite kommen? Nie im Leben!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so bleibt einem dann nichts anderes übrig, als sich letzten Endes alles wieder einmal selbst zurechtzufrickeln. Und das dauert. Und dauert. Und dauert. Ich weiß schon, warum ich jegliche Projekte zum Thema Oberflächengestaltung und Web-Frontend konsequent verweigere. In der reinen Theorie sieht auf diesen Gebieten alles immer ganz einfach und logisch aus, aber letzten Endes sieht man sich doch jedes einzelne Mal wieder mit elender Frickelei beschäftigt, die man seinem schlimmsten Feind nicht antun möchte. Weil es selbst um dessen damit verschwendete Lebenszeit schade wäre. Und so gebe ich die Frickelei nun also für heute auf. Wer mit meinem Layout nicht einverstanden ist, der darf gerne Vorschläge von sich geben, muß diese allerdings anschließend auch ausbaden, also überlegt Euch genau, was Ihr in dieser Hinsicht sagt...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/8068232644963918269-71596917927910120?l=aspelkamp.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://aspelkamp.blogspot.com/feeds/71596917927910120/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=8068232644963918269&amp;postID=71596917927910120&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/71596917927910120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/8068232644963918269/posts/default/71596917927910120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://aspelkamp.blogspot.com/2009/08/expeditionen-in-die-bloggerwelt.html' title='Expeditionen in die Bloggerwelt'/><author><name>Heinrich von Aspelkamp</name><uri>http://www.blogger.com/profile/13348217598630642612</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='http://1.bp.blogspot.com/_cqIVvHRj-KA/SpTxNjm8_yI/AAAAAAAAAAM/ynGofvvqOV8/S220/Topfhelm_200x200.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
